Molyneux und 22 Cans: Nach nur einem Spiel ist Schluss.

Curiosity und 21 weitere Experimente laufen auf ein letztes "Haupt-Spiel" hinaus.

Derzeit entsteht bei Peter Molyneux' neuem Studio 22 Cans das Experiment Curiosity, bei dem die Spieler einen aus sechs Milliarden Einzelblöcken bestehenden Würfel Stück für Stück abtragen - bis einer von ihnen in dessen Mitte ein "Leben veränderndes" Geheimnis freilegt. Neben 21 weiteren Experimenten, über die bislang noch nichts bekannt ist, will das Team aber nur ein "vollwertiges Spiel" produzieren, wie der legendäre Designer nun zu Protokoll gab.

Im Gespräch mit vg247 erläutert der Designer, dass es neben den Projekten ein "Haupt-Spiel" gebe, an dem bereits einige Leute arbeiteten, während andere sich der Android-Version von Curiosity gewidmet hätten und wieder andere mit einem weiteren Experiment beschäftigt seien. Insgesamt fließe aber jedes der Experimente in die Erschaffung des "vollwertigen Spiels" ein.

"Aber alles was wir tun, jeder Gedanke, der uns kommt, jeden Augenblick eines Tages - all das geht in Richtung dieses vollwertigen Spiels", so der im englischen Guildford ansässige Molyneux. "22 Cans macht nur ein Spiel und das war es dann. Man bringt diese eine Erfahrung heraus, verfeinert sie und passt sie an, wie - und das soll jetzt nur als Analogie dienen - eine TV-Firma eine Seifenoper."

"Sie denken nicht darüber nach, ein Sequel zu dieser Show zu machen. Stattdessen denken sie darüber nach, wie man diese Show so großartig wie möglich macht, damit die Leute, die sie heute schauen, sie auch noch nach einem Jahr gucken. So denke ich auch über unser Spiel."

"Aber ich denke darüber nach, 'wie kann ich dieses Spiel relevant machen, interessant genug, damit der Spieler zurückkommt?', aber auch darüber, wie ich es hinbekomme, dass es sich fast wie ein Hobby anfühlt. Das ist ein deutlich anderer gedanklicher Prozess für jemanden wie mich, als wenn man ein Spiel macht, es in eine Schachtel steckt und ins Regal stellt."

Er führt Curiosity als Beispiel an, das er nach dem Release, anders als ein traditionelles Spiel per DLC oder Updates, ohne weiteres "hier und jetzt verfeinern" könnte. Wie genau das geschehen soll und wo der Unterschied zu einem traditionellen Update liegt, sagt er nicht.

"Du musst begreifen, wenn ich diese eine Sache in diesem Erlebnis verändere, dann regt sich vielleicht die ganze Welt auf, aber wenn man Teil dieser Welt sein will, muss man sich erst dieses Mindset zulegen."

Wer weiß, was Molyneux meint, der schreibt uns bitte eine PN oder diskutiert das unten in den Kommentaren aus. Das Spiel oder Experiment, um das es hier zumindest zum Teil geht - Curiosity - wurde jedenfalls im August auf Ende September verschoben. Aktuell macht demnach mit Blick auf den Kalender hauptsächlich neugierig, wo es eigentlich bleibt?

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur  |  derbohn

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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