Bis Star Citizen in seiner fertigen Version erscheinen wird, dauert es noch über ein Jahr. Nichtsdestotrotz ist sich Chris Roberts aber sicher, dass es das Spiel mit „jedem Triple-A-Titel da draußen aufnehmen kann“. Wichtig sei aber auch das richtige Timing.

Mittlerweile hat man übrigens 7 Millionen Dollar für das Projekt via Crowdfunding gesammelt. Aber reichen zwei Jahre auch aus, um das alles zu verwirklichen?

„Es ist ein wenig komplizierter als die Entwicklung eines Old-School-Adventures“, so Roberts gegenüber GamesIndustry. „Ich bin jetzt zuversichtlich, dass wir es mit jedem Triple-A-Titel da draußen aufnehmen können. Ich kann nicht das tun, was ich bei Freelancer gemacht habe oder was id mit Rage gemacht hat - mir fünf Jahre Zeit nehmen, um es zu veröffentlichen. An dem Punkt wäre dieser entscheidende Moment vorbei. Aber in zwei Jahren wird es ziemlich großartig sein.“

Roberts zufolge sind bei Crytek (Star Citizen nutzt die CryEngine 3) viele Leute Fans von Wing Commander: „Ich habe einen kleinen Vorteil, da es dort eine Menge Leute gibt, die in den Neunzigern Wing Commander gespielt haben. Und das war einer der Gründe dafür, warum sie sich überhaupt mit der Spieleentwicklung beschäftigt haben.“

„Ich hatte das Gefühl, dass es so einige Wing-Commander-Fans bei Crytek gab“, fügt er hinzu. „Und sie waren alle einfach begeistert davon, hier aushelfen zu können.“

Ursprünglich hatte Roberts übrigens geplant, das Spiel für Konsolen zu veröffentlichen. Das war allerdings lange vor seiner Kickstarter-Kampagne. Er machte sich dann jedoch Gedanken darüber, ob sein Name noch Zugkraft habe, schließlich ist es schon eine Weile her, seit das letzte Wing Commander erschien. Und insbesondere die PC-Spieler dürften diesen wohl am ehesten in Erinnerung haben.

„Ich glaubte nicht, dass das Projekt zu einem traditionellen Publisher-Modell passen würde, weil man durch sie keinen Erfolg im PC-Sektor haben kann. Die großen Erfolge auf dem PC sind Spiele wie World of Tanks oder League of Legends. Riot war zuvor ein Niemand und Wargaming ein kleiner Nischen-Publisher.“

„Je mehr Zeit verging, desto mehr fühlte sich dieser Konsolen-Weg nach etwas von gestern an. Und ich dachte mir: 'Will ich wirklich drei Jahre mit der Arbeit an einem Spiel für die Next-Gen-Konsolen verbringen, das dann erscheinen würde, wenn die Konsolen gerade neu auf den Markt kommen und man keine große Userbasis hat?' Man würde es einen Monat spielen und dann würden sie sich mit dem nächsten Spiel beschäftigen. Also gab ich diesen ersten Schritt auf.“

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Editor, Eurogamer.de

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.