Nach Ansicht von Epics Art Director sind hauptsächlich andere Spiele, die den Look und Ideen von Gears of War kopiert haben, dafür verantwortlich, dass die Reihe von manchen als stereotypisch bezeichnet wird.

„Als Gears erschien, war es frisch. Es war düster. Und das sollte es sein, nicht wahr? Es war ein brutales Spiel - und auch das sollte es sein. Dann kopierte uns jeder, unseren Look. Der Markt wurde mit Gears-Klonen überflutet, was dem Original schadete", so Perna im Gespräch mit OXM.

Eines dieser Spiele war etwa Quantum Theory, das aber - nett ausgedrückt - nicht wirklich überzeugen konnte.

Was man dagegen tun konnte? Die Serie weiterentwickeln: „Wir haben die Farbpalette erweitert, die Engine, Beleuchtung und die ganzen Technologien in Gears 2 und Gears 3 weiterentwickelt. Letzteres war dann so farbenfroh, weil wir den Renderer aktualisiert hatten, Global Illumination Lighting, das einfach besser mit mehr Farbe funktioniert, hellere Lichtquellen und solche Dinge nutzten."

Diesem Weg folge man auch weiterhin mit dem in Kürze erscheinenden Gears of War: Judgment.

„Mit Judgment haben wir uns noch mehr entwickelt. Wir haben das Bloom im Renderer verbessert, wodurch Feuer schöner erstrahlt", erklärt er. Es wirke nicht mehr so, als hätte jemand Vaseline auf die Kamera geschmiert. „Ich denke, es sieht wirklich sehr, sehr weich aus."

„Wir haben auch die Farbpalette erneut erweitert, um mehr Farben zu bekommen, aber dennoch diesen düsteren Ton zu behalten. Wir haben am Post-Processing gearbeitet, um unsere Grafik und die Zwischensequenzen zu verbessern. Ich denke, optisch ist es wirklich das bislang ansehnlichste Gears."

Wobei man aber zumindest auch erwarten kann, dass Judgment seine Vorgänger grafisch übertrifft.

Jedenfalls mag es Perna wohl, über stereotypische Dinge zu diskutieren. Erst Mitte des Monats hatte er darüber gesprochen, dass Frauen Gears of War mögen, weil die weiblichen Charaktere in der Reihe eben nicht vor Klischees strotzen. Dennoch sei es aufgrund der Marktsituation schwierig, einen weiblichen Hauptcharakter zu rechtfertigen.

Anzeige

Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Editor, Eurogamer.de

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

Mehr Artikel von Benjamin Jakobs