Nordic Games will mit Darksiders-Entwicklern über einen dritten Teil sprechen

Man will es nicht selbst machen, sondern ein bewährtes Studio damit beauftragen.

Als neuer Besitzer der Darksiders-Marke will Nordic Games unter anderem mit den Machern der beiden ersten Teile über ein Darksiders 3 sprechen.

Wie Nordic Games' CEO Lars Wingefors im Interview mit Eurogamer angab, hat man nicht die Absicht, Darksiders 3 selbst zu entwickeln, sondern will vielmehr ein bewährtes Studio damit beauftragen.

„Wir sind kein Entwickler", erklärt er. „Wir sollten kein Sequel machen. Wir müssen das beste und kreativste Team dafür finden. Wir werden uns verschiedene Optionen für Fortsetzungen anschauen. In den letzten 24 Stunden wurden wir von Leuten angesprochen, die das Produkt sehr gut zu kennen scheinen. Ob diese Gespräche aber zu irgendetwas führen, weiß ich nicht."

Ehemalige Darksiders-Entwickler arbeiten nun unter dem Namen Crytek USA im texanischen Austin. Sprechen würde man auf jeden Fall mit ihnen.

„[...] Ich würde sehr gerne etwas mit ihnen machen, wenn wir die richtige Grundlage finden", so Wingefors. „Wenn sie in der Lage sind, eine interessante Fortsetzung zu machen, warum sollten wir nicht miteinander reden?"

„Ich habe großen Respekt vor diesen Jungs. Sie haben sehr gute Spiele gemacht. Aber ich bin sicher, sie haben einen vollen Zeitplan. Spiele zu entwickeln, braucht Zeit."

Darksiders 2 - Gameplay-Trailer

Aber steht Crytek USA an der Spitze der Liste möglicher Entwickler für Darksiders 3? „Sie sind die geeignetsten Leute auf der Welt, um ein Sequel zu machen, dessen bin ich mir bewusst. Aber wenn jemand anderes eine bessere Grundlage hat, sollte er sich zu Wort melden. Aber wir gehen es langsam an. Ich bin sicher, dass wir die Chance haben werden, miteinander zu reden."

Davon abgesehen ist Nordic Games nun aber nicht bekannt dafür, Spiele im Stil eines Darksiders zu finanzieren. Und man könnte auch nicht ähnliche Summen in ein Darksiders 3 stecken, wie das THQ getan hat, gibt Wingefors zu.

„Selbst wenn ich mein eigenes Geld hätte, um diese Assets zu kaufen und wir finanziell ein sehr solides Unternehmen sind, habe ich keine 100 Millionen Dollar oder wie viel Geld auch immer THQ in Darksiders 2 gesteckt hat", sagt er. „Wir müssen kreative Lösungen finden, um ein Spiel dieser Größenordnung zu entwickeln. Ich mache mir keine Sorgen. Wenn es ein großartiges Produkt und eine Idee gibt, bin ich üblicherweise gut darin, eine Lösung dafür zu finden."

„Was ist kommerziell vernünftig?", fragt Wingefors, als es darum geht, wie viel Geld man in die Entwicklung eines dritten Darksiders investieren würde. „Schon aufgrund der Tatsache, dass wir nicht THQ sind, könnten wir die Dinge kosteneffizienter gestalten. Am wichtigsten ist für mich aber, dass wir die richtige Grundlage und die passenden Leute finden. Es gibt keinen Markt für Spiele mit einer 60er Metacritic-Wertung. Man muss mehr als 80 - oder noch besser 90 - erreichen, damit es kommerziell rentabel ist."

Klar ist, dass man jedenfalls nicht allzu schnell mit einer Fortsetzung rechnen sollte. Und wenn, dann ist der PC eine ziemlich sichere Plattform dafür.

Darksiders 2 - Gameplay-Trailer

„Es ist dort so viel einfacher, ein kommerziell rentableres Produkt zu machen", erklärt Wingefors. Gleichzeitig würde man sich natürlich auch im Hinblick auf die Next-Gen-Konsolen seine Gedanken machen.

Aber was sagt eigentlich Crytek USA dazu? Crytek USAs Chef David Adams gab folgendes Statement ab: „Infolge der kürzlichen Übernahme der Darksiders-IP wünsche ich Nordic Games alles Gute für ihre Zukunftspläne hinsichtlich der Serie. Darksiders ist ein Franchise, das mir natürlich sehr am Herzen liegt. Über mehrere Jahre hinweg haben ich und meine engen Freunde und Kollegen bei Vigil Games viel Energie in die Serie gesteckt. Es freut uns, dass Darksiders auch weiterhin begeistert und für ein hohes Maß an Interesse bei Spielern, Publishern und Entwicklern sorgt."

Neben Darksiders erhielt Nordic Games auch die Rechte an Red Faction. Und obwohl Red Faction: Armageddon finanziell gesehen als Flop gilt, bedeutet das nicht, dass Wingefors kein Interesse an einem weiteren Spiel hat.

„Ich würde nicht sagen, dass das letzte Spiel ein Misserfolg war, aber es war ein Rückschlag", sagt er. „Es war eine Enttäuschung. Das wissen wir. [...] Es gibt aber Millionen von Fans, die das erste Spiel wirklich mochten. Es ist ein gutes Konzept. Man muss es einfach gut umsetzen."

„Wir wurden heute auch von vielen guten Leuten darauf angesprochen", verrät Wingefors. „Es ist ein erstklassiger europäischer Entwickler, der die Ressourcen hat. Mehr kann ich dazu nicht sagen."

Red Faction: Armageddon - Launch-Trailer

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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