Capcom im Umbruch: Aktuelle Geschäftszahlen, Resident Evil 6 unter den Erwartungen

Unternehmen veröffentlicht Prognosen für Lost Planet 3 und Resident Evil: Revelations.

Für Capcom lief das am 31. März zu Ende gegangene Geschäftsjahr sicherlich nicht so, wie man es sich erhofft hatte, aber dennoch konnte man in diesen zwölf Monaten seinen Umsatz um 15 Prozent auf 952 Millionen Dollar steigern.

Nichtsdestotrotz sank im Gegenzug aber der Gewinn. Während man im Vorjahr noch einen Profit in Höhe von 68 Millionen Dollar erzielte, waren es diesmal nur noch 30 Millionen.

Wie man bereits vor kurzem prognostiziert hatte, blieb Resident Evil 6 hinter den Erwartungen zurück. Statt der erwarteten 7 Millionen Exemplare wurden nur 4,9 Millionen verkauft. Dragon's Dogma bezeichnet man unterdessen als „Millionenseller".

DmC genieße vor allem in Übersee eine „beständige Popularität" und habe einen „soliden Umsatz" generiert. Aktuelle Zahlen nannte man nicht, aber im April hatte man noch 1,15 Millionen verkaufte Exemplare vorausgesagt.

Ebenfalls im April hatte man angegeben, sich künftig verstärkt auf interne Entwicklungen konzentrieren zu wollen. Dazu hat man folgendes zu sagen: „Um die Entwicklungskosten und die Zeiträume für die Entwicklung zu reduzieren, wird Capcom seine Entwicklungs-Organisationen restrukturieren, die zum Kern des Unternehmens gehören", heißt es. „Indem wir uns auf die Revision von Entwicklerstudios in Übersee konzentrieren, steigern wir die Zahl der internen Entwicklungen." Ebenso ist von weiteren Maßnahmen zur „Straffung" des Unternehmens die Rede.

In diesem Jahr stehen bei Capcom etwa noch Lost Planet 3 (30. August) und Resident Evil: Revelations (24. Mai) auf dem Programm. Bei beiden Spielen erwartet man Verkaufszahlen in Höhe von jeweils 1,2 Millionen.

Größere Hoffnungen setzt man in Monster Hunter 4 für den 3DS. Hier rechnet das Unternehmen damit, dass sich das Spiel im Sommer alleine in Japan und anderen asiatischen Ländern 4 Millionen Mal verkauft.

Zu dem auf dem PlayStation-4-Event gezeigten Titel Deep Down hatte man nicht viel zu sagen. Man gab lediglich an, dass die Entwicklung voranschreitet. Ebenso sei der Titel ein gutes Beispiel dafür, dass Capcom stets versuche neue Marken zu entwickeln, um für ein Wachstum des Unternehmens zu sorgen.

Im neuen Geschäftsjahr will Capcom seinen Gewinn mehr als verdoppeln. Das möchte man übrigens mit der Veröffentlichung von deutlich weniger Spielen erreichen. 30 sollen es in diesem Jahr sein. Im letzten Jahr brachte man 46 Titel auf den Markt, im Jahr davor sogar 68.

Anders gesagt: Weniger, aber dafür bessere Spiele, unterstützt von DLC. Durch die interne Entwicklung will man Kosten sparen, auch durch kürzere Entwicklungszeiten dürfte man einiges einsparen können.

Weiterhin geplant sind mehr Veröffentlichungen, die nur als Download angeboten werden. Ein wichtiger Titel in diesem Bereich ist das PC-MMO Monster Hunter Frontier G, für das man in diesem Jahr eine Beta in China plant. Wie es mit einem Release im Westen aussieht, ist jedoch unklar.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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