Infinity Ward spricht über die Arbeit mit dem Hund für Call of Duty: Ghosts

Um euren treuen Freund realistisch umzusetzen, war einiges an Arbeit nötig.

Colin, der Hund aus Call of Duty: Ghosts, war der (vielleicht nicht ganz so) heimliche Star von Microsofts Xbox-One-Event in dieser Woche.

1

Er hat seitdem nicht nur sein eigenes Mini-Adventure bekommen, sondern auch einen eigenen Twitter-Account. Aber was steckt wirklich hinter der Arbeit mit dem Hund? Genau darüber sprach Infinity Wards Lead Animator Zach Volker mit Eurogamer.

„Für mich als Animation Lead war es [die größte Herausforderung von Ghosts] definitiv die Arbeit mit den Hunden", verrät er.

„Wir hatten noch nie zuvor Motion-Capture mit einem Hund gemacht! Mit Zweibeinern zu arbeiten, ist schwierig genug. Diese Session war verrückt."

Es war eine sorgsame Behandlung nötig, damit Colin auch seine beste Leistung abliefert: „Wir brauchten etwas, um die Markierungen auf seinen Körper zu bekommen, also stellten wir diesen Spandex-Anzug für ihn her und klebten die Markierungen da drauf. Es funktionierte ziemlich gut, aber ihm wurde sehr schnell heiß, daher konnten wir nur 20 Minuten mit ihm arbeiten, bevor er eine lange Pause brauchte, um wieder abzukühlen."

2

Das war natürlich eine langwierige Aufgabe, also versuchte man andere Wege zu finden.

„Wir haben versucht, ihm diese Hundeschuhe anzuziehen, worauf sich die Markierungen befanden - das waren so etwas wie diese kleinen Gummisocken. Wir waren begeistert davon und zogen ihm die für seine erste Aufnahme an, schickten ihn auf die Bühe... aber dann ging er durch die Gegend, als würde er durch Sirup laufen. Ich dachte mir, dass wir an diesem Tag keine einzige vernünftige Aufnahme hinkriegen."

Letzten Endes fand man eine Lösung, die einerseits eine realistische Darstellung ermöglichte und den Hund nicht zu sehr belastete beziehungsweise behinderte.

„Am Ende hatten wir die Idee zu diesem reflektierenden Band, das wir in wichtigen Bereichen auf seinem Fell anbrachten, etwa an den Ohren, am Kopf und den Füßen, wo es ihn nicht störte. Es war herausfordernd, aber hat sich ausgezahlt."

Das Ergebnis ist laut Infinity Ward die realistische Darstellung eines Special-Forces-Hundes, der im Spiel Sprengstoff erschnüffeln oder versteckte Feindsoldaten aufspüren kann.

Links zu Angeboten und Anbietern auf dieser Seite können sogenannte Affiliate-Links sein. Mit einem Kauf über einen dieser Links unterstützt ihr Eurogamer.de. Wir erhalten vom Anbieter eine kleine Provision.

Zu den Kommentaren springen (4)

Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

Weitere Inhalte

Weitere Themen

Kommentare (4)

Die Kommentare sind nun geschlossen. Vielen Dank für deine Beiträge!

Verstecke Kommentare mit niedrigen Bewertungen
Sortierung
Threading