Titanfall: Respawn erklärt Cloud-Funktionen und Microsofts Cloud-Service

Gegenüber dem aktuellen System sieht man deutliche Vorteile.

In einem umfangreichen Beitrag auf seiner Webseite geht Respawn Entertainment etwas näher auf die Cloud-Funktionen von Titanfall ein und beschreibt, welche Vorteile sich aus deren Nutzung ergeben.

Dabei erklärt man unter anderem die aktuelle Situation, bei der meist ein Spieler als Host für das Match bestimmt wird. Daraus könnten sich Bandbreiten- oder Latenzprobleme ergeben, man hat den üblichen Host-Vorteil, etwaige Disconnects des Hosts, bei denen im besten Fall ein anderer Spieler übernimmt oder eine einbrechende Bandbreite. Kurz gesagt: Es gibt so einige Probleme, die sich aus dem aktuellen System ergeben könnten.

„Okay, von Spielern gehostete Server haben also eine Menge Nachteile", schreibt Respawns Jon Shiring. „Warum greifen also viele Spiele darauf zurück? Sie haben einen großen Vorteil - es kostet in dem Fall kein Geld, Server zu betreiben. Hunderttausende Server zu betreiben, kann extrem teuer sein. EXTREM teuer. 'Oh mein Gott, wir können uns das nicht leisten' teuer. Eure Spielerfahrung leidet also unter der Tatsache, dass man (eine große Menge) Geld sparen will."

Bei einem Dedicated Server übernimmt dementsprechend ein separater Computer die Aufgaben des Hosts, alle Spieler treten lediglich als Client bei. Respawn zufolge fällt dadurch schon mal der Host-Vorteil weg und man habe eine garantierte Bandbreite vom Hosting-Provider.

Leistungsstarke Server können benutzt werden, um „dutzende gigantische, KI-gesteuerte Titanen" zu realisieren, außerdem würden die wegfallenden Berechnungen für den Host den Spielern selbst mehr Ressourcen für bessere Optik und Sound zur Verfügung stellen. Ebenso spricht von einem blitzschnellen Matchmaking. „Das Spielerlebnis ist so viel besser. Das klingt fantastisch! Aber es kostet eine MENGE Geld."

„Das ist etwas, an dem ich nun über Jahre hinweg gearbeitet habe, seit ich zu Respawn kam. Ein Entwickler wie Respawn hat nicht die Art von Gewicht, um bei Amazon oder Rackspace einen gewaltigen Rabatt zu bekommen. Und wir haben nicht die Leute, um uns selbst um buchstäblich hunderttausende Server zu kümmern. Wir möchten uns auf die Entwicklung fantastischer Spiele konzentrieren und wollen kein großer, weltweit agierender Server-Hosting-Provider werden. Je mehr Zeit ich damit verbringen kann, unser Spiel besser zu machen, desto mehr profitiert der Spieler davon."

„Ich persönlich habe sowohl mit Microsoft als auch Sony gesprochen und erklärt, dass wir einen Weg finden müssen, um womöglich hunderttausende Dedicated Server zu einem Preis zu bekommen, den man aktuell nicht kriegt. Microsoft erkannte, dass von Spielern gehostete Server das Online-Gaming in Wirklichkeit zurückhalten. Und das war etwas, das sie lösen konnten und worauf sie sich voll konzentriert haben."

„Die Xbox-Gruppe kam auf uns zurück und präsentierte uns eine Möglichkeit, all diese Dedicated Server für Titanfall zu haben, mit denen wir dank zusätzlicher Serverleistung und Brandbreite auch unsere Spiele weiter pushen konnten und die uns eine größere Welt, mehr Physik, viel mehr KI und möglicherweise noch viel mehr als das ermöglichen!"

Dank Microsofts Azure-Cloud-Service konnte man seine Probleme demnach lösen.

„Sie haben also dieses leistungsstarke System, mit dem wir alle Arten von Aufgaben erstellen könnten, die sie dann für uns ablaufen lassen - und es kann sich automatisch hoch- oder runterskalieren, wenn Spieler dazukommen oder gehen. Wir können neue Programme hochladen und sie kümmern sich für uns um die Einrichtung. Und sie hosten auch unsere Game-Server für andere Plattformen! Titanfall nutzt die Xbox Live Cloud für Dedicated Server auf PC, Xbox One und Xbox 360."

Es geht aber eben nicht nur im die Dedicated Server für Online-Matches. Man könne jede Art von Feature damit umsetzen. Als Beispiel nennt er Forza Motorsport 5, das euren Fahrstil beobachtet und dadurch eine KI generiert, die sich so verhält wie ihr. „Das unterscheidet sich völlig von dem, wofür es Titanfall nutzt und es ist wirklich cool!"

„Mit der Xbox Live Cloud müssen wir uns keine Gedanken mehr darum machen, wie viele Server wir am Launch-Tag brauchen. Wir müssen keine Provider rund um die Welt finden und von ihnen Server mieten. Wir müssen keine Server mehr verwalten oder neue Versionen auf jeden Server kopieren. Wir können uns auf die Dinge konzentrieren, die unser Spiel unterhaltsamer machen. Und das Beste daran ist, dass Microsoft Datenzentren rund um die Welt hat, also sollte jeder, der unser Spiel spielt, eine Verbindung mit niedriger Latenz zu seinem lokalen Datenzentrum haben."

„Das Wichtigste daran ist aber, dass Microsoft die Preise so gestaltet, dass es weitaus erschwinglicher ist als andere Hosting-Optionen", erklärt Shiring. „Ihr Ziel besteht hier darin, fantastische Spiele zu bekommen, nicht die Entwickler auszunehmen. Aus diesem Grund sind Dedicated Server eine sehr viel realistischere Option für Entwickler, die bei ihrem Spielerlebnis keine Kompromisse eingehen wollen. Und es eröffnen sich uns sehr viel mehr Dinge, die wir in einem Online-Spiel umsetzen können."

Erscheinen wird Titanfall im Frühjahr 2014 für PC, Xbox 360 und Xbox One.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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