Ex-Rare-Mitarbeiter: Kauf durch Microsoft war wie ein Aufeinanderprallen der Kulturen

Aus der engen Familie wurde ein Teil eines riesigen Unternehmens.

Die Übernahme von Rare durch Microsoft war so etwas wie ein „Aufeinanderprallen der Kulturen", sagt Ex-Rare-Mitarbeiter Phil Tossell.

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„Ich denke, die meisten Leute, die damals bei Rare arbeiteten, waren Nintendo-Fans. Wir liebten die enge Zusammenarbeit mit Nintendo", sagt er. „Rare war außerdem eine enge Familie, daher war es gewissermaßen ein Schock, als wir plötzlich ein Teil eines solch riesigen Unternehmens wie Microsoft wurden."

„Es gab ein heftiges Aufeinanderprallen der Kulturen, was zuerst vermutlich nicht so offensichtlich war, denn Microsoft ließ uns anfänglich so weiterarbeiten, wie wir es immer getan haben."

„Das änderte sich jedoch mit der Zeit", so Tossell weiter. „Bei den Microsoft Game Studios gab es Veränderungen in der Belegschaft, Tim und Chris (Stamper) verließen das Studio und so veränderte sich die Unternehmenskultur. Es fühlte sich mehr nach Microsoft an, weniger nach Rare."

„Obwohl Rare weiterhin hochqualitative Spiele veröffentlicht, haben sie meiner Meinung doch etwas von dieser Magie verloren, die das Unternehmen zu etwas Besonderem machte."

Für Tossell durchläuft das Unternehmen „eine Art Wiedergeburt", da der „Großteil der ursprünglichen Mitarbeiter nicht mehr da ist." Zugleich ist er auch neugierig, was Rare in Zukunft tun wird.

Aktuell arbeitet das Studio an Kinect Sports Rivals für die Xbox One, das noch 2013 erscheinen wird.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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