Iwata: Nintendo wird keine Mitarbeiter entlassen, um kurzfristig Aktionäre zufriedenzustellen

Darunter leide die Moral und letztendlich auch die Qualität der Produkte.

Wie Nintendo-Chef Satoru Iwata im Gespräch mit Investoren angab, wolle das Unternehmen keine Mitarbeiter entlassen, nur um kurzfristig die Aktionäre glücklich zu machen.

Damit begründet er die Tatsache, dass Nintendo trotz zuletzt operativer Verluste keinerlei „Restrukturierungen" vorgenommen hat, was üblicherweise in Entlassungen resultiert. Verantwortlich dafür seien fluktuierende Wechselkurse, wodurch man bei gleichbleibenden Verkaufszahlen weniger Geld eingenommen habe. Ebenso verfüge man über mehr Mitarbeiter als in vorherigen Jahren.

„Heutzutage ist deutlich mehr Manpower für die stetig komplexer und moderner werdende Produktentwicklung nötig", so Iwata. „Aus diesem Grund stiegen die Zahl der Mitarbeiter und auch die damit verbundenen Kosten."

„Es stimmt, dass wir alle paar Jahre Hochs und Tiefs haben. Und natürlich machen wir idealerweise auch in den schwächeren Perioden Gewinn, wodurch wiederum die Investoren profitieren und der Aktienpreis hoch bleibt. Ich glaube fest daran, dass wir weiterhin danach streben sollten."

„Wenn wir jedoch die Zahl der Mitarbeiter für kurzfristig bessere Finanzergebnisse resultieren, senkt das die Moral der Mitarbeiter. Und ich zweifle ernsthaft daran, dass Mitarbeiter, die ständig mit der Furcht vor einer Entlassung leben müssen, Software entwickeln können, die die Leute auf der ganzen Welt beeindruckt", sagt er.

Auch mit seiner aktuellen Struktur könne Nintendo erfolgreich sein, selbst wenn man hier und da womöglich Kosten einsparen müsse.

„Ich weiß, dass einige Arbeitgeber ihre Pläne zur Restrukturierung öffentlich machen und Mitarbeiter entlassen, um ihre finanzielle Performance zu verbessern. Hier bei Nintendo leisten die Mitarbeiter jedoch einen wertvollen Beitrag in ihrem jeweiligen Bereich. Daher glaube ich nicht, dass die Entlassung einer Gruppe von Angestellten dabei hilft, uns langfristig zu stärken."

„Unsere derzeitige Politik sieht so aus, positive Resultate zu erzielen, indem wir kontinuierlich unnötige Kosten senken und gleichzeitig die Effektivität steigern."

Links zu Angeboten und Anbietern auf dieser Seite können sogenannte Affiliate-Links sein. Mit einem Kauf über einen dieser Links unterstützt ihr Eurogamer.de. Wir erhalten vom Anbieter eine kleine Provision.

Zu den Kommentaren springen (8)

Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

Weitere Inhalte

Weitere Themen

Kommentare (8)

Die Kommentare sind nun geschlossen. Vielen Dank für deine Beiträge!

Verstecke Kommentare mit niedrigen Bewertungen
Sortierung
Threading