Square Enix: PS4 und Xbox One sind der richtige Schritt auf dem Weg aus dem Uncanny Valley

Erreichen will man das durch natürlichere Animationen und eine bessere KI.

Julien Merceron ist Technology Director bei Square Enix und glaubt, dass man mit PlayStation 4 und Xbox One auf dem richtigen Weg ist, das Uncanny Valley zu verlassen.

Bis man diesen Punkt erreicht, werde es jedoch noch eine Weile dauern: „Es ist unsere Pflicht, in dieser Generation in diesem Bereich Fortschritte zu machen", sagt er.

„Wenn wir verbesserte Grafik nicht mit besseren Animationen kombinieren, werden all diese Spiele das Uncanny Valley nicht verlassen. Es ist gut möglich, dass wir im Launch-Zeitraum keine gewaltigen Verbesserungen in puncto Grafik erleben, weil die Entwickler immer noch herausfinden müssen, welchen Ansatz sie bei den Animationen verfolgen."

„Im Allgemeinen ist das zeitfressender als ein Upgrade der Rendering-Engine. Ich denke, das menschliche Auge kann eine Menge subtiler Dinge erkennen... statische Charaktere werden bald sehr gut aussehen, animierte, nicht-interaktive Charaktere ein wenig später ebenfalls. Doch bei völlig interaktiven Charakteren könnte es noch etwas dauern, besonders bei bestimmten Arten von Spielen."

„Das ist das Problem mit dem Uncanny Valley. Man muss nicht nur über Emotionen und Gesichtsausdrücke nachdenken, sondern irgendwann auch über eine fortschrittlichere KI. Wir müssen in der Lage sein, mit den Charakteren interagieren zu können, woraus sich ein völlig neues Maß an Komplexität ergibt."

Dank ihrer Architektur und der Leistungssteigerung sei das auf den Next-Gen-Konsolen einfacher, jedoch müsse man erst einmal eine „solide Ausgangsbasis für das [Animations-]Design von NPCs" schaffen.

„Dazu zählen die Physik und Elemente wie die Kleidung, Haare und auch das Verhalten", so Merceron. „Wie können wie so natürlich wir möglich mit virtuellen Charakteren in einem Spiel interagieren?"

„Es gibt vermutlich einige Interaktionen mit NPCs, für die die Leute heutzutage noch nicht bereit sind, aber wir müssen über die Art von Dingen nachdenken, die die Spieler mit NPCs erleben wollen. Wenn wir da an die KI denken, sind die Leute derzeit vielleicht noch nicht bereit dazu, über den Fernseher mit einem Charakter im Spiel zu sprechen und mit ihm in ein Gespräch zu führen. Aber es gibt Technologien, die genau das ermöglichen werden."

„Intern legen wir Meilensteine fest, die wir erreichen und mit denen wir unsere NPCs mit der Zeit weiterentwickeln können. Und wir werden natürlich auch die Entwicklungen außerhalb des Unternehmens im Blick behalten, damit wir wissen, wann die Leute bereit für neue Interaktionen sind."

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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