Shadowrun-Entwickler Harebrained Schemes plant weitere Kickstarter-Kampagne

Man lobt die Transparenz bei der Entwicklung von Kickstarter-Projekten.

Entwickler Harebrained Schemes, verantwortlich für das am 25. Juli erscheinende Shadowrun Returns, plant eine weitere Kickstarter-Kampagne.

„Die wirkliche Frage lautet für mich: 'Ist Kickstarter ein angemessener Platz für eine neue IP oder eine neue Idee und findet man dort ein Publikum dafür?", erklärt Executive Producer Mitch Gitelman im Gespräch mit GamesIndustry.

„Bei Kickstarter stellt sich die Frage, ob wir dort wirklich innovieren können. Und können wir genügend Aufmerksamkeit erregen, um aus der Masse hervorzustechen und genügend Unterstützer zu finden?"

„Mittlerweile ist Kickstarter so groß, dass es fast schon mit dem iOS-Marktplatz vergleichbar ist. Man muss seine Kampagne vermarkten und mehr Arbeit darin investieren, damit man überhaupt bemerkt wird. Es entwickelt sich stets weiter. Ich hoffe, dass es funktioniert, denn ich bin sehr angetan davon, dass die Spieler ihre Unterstützung zeigen und Indies ermöglichen können, ihrer Leidenschaft zu folgen."

Beim Entwicklungsprozess gebe es zwischen einem Kickstarter-Projekt und der Arbeit mit einem Publisher kaum Unterschiede. Allerdings lobt er die Transparenz der Plattform.

„Es ist eine Sache, ein Spiel für einen Publisher zu machen, bei dem alles geheim ist, bis man es X Wochen oder Monate vor der Veröffentlichung ankündigt, wenn man die Marketingkampagne starten möchte", erklärt er.

„Es ist aber etwas völlig anderes, wenn wirklich jeder sehen kann, was man macht. Und was ich bei vielen Kickstarter-Projekten sehe, sind Schwierigkeiten bei der Produktion. Das passiert bei fast jedem Spiel, nur weiß niemand davon, weil nicht allzu sehr in der Öffentlichkeit darüber gesprochen wird. Man kann es in etwa damit vergleichen, dass man nicht wirklich wissen möchte, wie eine Wurst fabriziert wird - man will einfach nur wissen, dass sie gut schmeckt."

Gleichermaßen kann man natürlich auch das Feedback der Spieler berücksichtigen, wie man es bei Shadowrun Returns getan hat.

„Unsere Unterstützer waren großartig. Wir haben uns ziemlich zu Beginn unserer Kampagne dafür entschieden und das ganz bewusst. Wir hören auf das Feedback und treffen dann intelligente Entscheidungen, aber wir drängen die Leute auch nicht dazu."

Auf Diskussionen wollte man sich dabei laut Gitelman nicht unbedingt einlassen, sondern diese lieber die Fans führen lassen.

„Lasst sie debattieren. Wir treffen dann einfach die intelligenten Entscheidungen hinsichtlich der Dinge, von denen sie nichts wissen können: Produktionsschwierigkeiten, Kosten, Manpower, all diese Sachen."

Shadowrun Returns erscheint am 25. Juli für PC und Mac, eine Linux-Version folgt.

Shadowrun Returns - Launch-Trailer

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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