Broforce - Die beste Heldentruppe der Welt!

Get to the Chopper, chew bubblegum and kick ass!

Broforce. Endlich mal wieder ein Name, der sofort im Gehörgang hängen bleibt! Dabei macht es keinen Unterschied, ob ihr es als dümmliche Wortkombination betrachtet oder den Titel gerade deswegen gut findet. Broforce rollt perfekt über die Zunge und verlässt euer Gedächtnis wohl nicht so schnell. Erst recht nicht, nachdem ihr ein paar Minuten mit der bereits erhältlichen Alpha-Version verbracht - pardon, 'verbrot' - habt.

First Brood

Die Entwickler den kleinen Studios Free Lives aus Südafrika tragen ihre Wortspiele stolz durch das gesamte Spiel. So betiteln sie ihre Alpha-Version beispielsweise als Brototype. Wird euch dieser Gag schon jetzt zu viel, könntet ihr beim Spielen ein kleines Problem haben. Denn die zentrale Mechanik des Titels dreht sich um eure Bros. Damit sind keine amerikanischen Fratboys gemeint, die sich Bierdosen an die Stirn schlagen und allein über High-Fives kommunizieren. Stattdessen spielt ihr verschiedene Action-Helden aus den 80ern und 90ern, deren Namen man mit dem Wort Bro kombiniert.

Zum Start steuert ihr also eine Pixel-Version von Rambro, passend mit einer netten Karikatur am unteren Bildschirmrand. Vom Spielprinzip ähnelt es der Metal-Slug-Serie. Sprintet von links nach rechts über den Bildschirm, ballert dabei Hunderte Feinde über den Haufen und badet in einem Meer von Explosionen. Der Twist folgt beim Befreien von Gefangenen, die in den recht kurzen Abschnitten versteckt sind. Bei ihnen handelt es sich um weitere Bros, die ihr so nach und nach freischaltet. Zudem sammelt ihr durch jeden Gefangenen ein weiteres Leben.

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Ich brauche den Satz gar nicht schreiben. Arnies Stimme ist bereits in eurem Kopf.

Genau wie bei Metal Slug stirbt eure Figur schon nach einem Treffer. Anschließend folgt eine weitere Überraschung. Ihr startet nicht mit derselben Person. Jeder Neuversuch schickt euch mit einem anderen Bro ins Rennen. Ebenso wechselt ihr bei der Befreiung eines Gefangenen stets euren Bro. Hieraus entsteht eine clevere Dynamik, die den ansonsten stets gleichen Ablauf frisch aufwühlt. Jeder Bro besitzt nämlich verschiedene Waffen sowie eine eigene Funktion der Granaten. Während Rambro sein normales Maschinengewehr einsetzt, feuert Brommando Raketen und Ash Brolliams verwendet seinen Brostick. Mein persönlicher Liebling ist Bro in Black, der die zirpende Grille einsetzt und wie Will Smith bei jedem Schuss zurückfliegt. Einige Personen spielen sich zum Teil komplett anders. MacBrover wirft nur Dynamit um sich, auf dessen Explosion ihr warten müsst. Derweil schnetzelt sich Brade mit seiner Klinge durch die Gegnerhorden. Viele schwierige Situation entstehen besonders dann, wenn ihr den falschen Bro zur falschen Zeit erhaltet. Man ärgert sich gewaltig, doch zwingt Broforce einen dadurch zu unterschiedlichen Spielweisen.

Total Brocall

Was den Titel weiterhin von der Vorlage Metal Slug absetzt, ist die zerstörbare Umgebung und die daraus resultierenden Möglichkeiten. Zwar dürft ihr nur nach links und rechts schießen, dafür lassen sich aber sämtliche Pixel im Spiel beseitigen. Bohrt euch zum Beispiel einen Tunnel unter einem Panzer und umgeht ihn so komplett. Ebenfalls könnt ihr den Boden unter ihm wegballern, damit er in ein Loch oder zumindest aus eurem Blickfeld fliegt. Trotzdem müsst ihr darauf achten, nicht zu viel Terrain zu zerstören. Ansonsten gelangt ihr nicht mehr an wichtige Gefangene oder an Fahnenmasten, die als Checkpoints fungieren. Dann helfen euch nicht einmal mehr die flotten Wandsprünge weiter.

"Sämtliche Pixel im Spiel lassen sich beseitigen."

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Nur ein Teil der bisherigen Bros.

Kommen wir nun zur wohl wichtigsten Frage: Wie spielt es sich? Großartig, fantastisch, wunderbar flüssig! Es erinnert mich an eine Kombination aus Metal Slug und Super Meat Boy. Größeres Lob könnte ich in diesem Bereich kaum ausschütten. Ähnliche Aussagen gelten für die Animationen. Fällt euer Bro aus einer bestimmten Höhe, vollführt er bei der Landung automatisch eine Rolle. Werft ihr als Snake Broskin eure Napalmgranaten, rennen anschließend sämtliche Feinde panisch hin und her. Besonders bei den großen Muskelprotzen sorgt es für häufiges Schmunzeln.

Für eine so frühe Alpha-Version kann ich mich wirklich über wenig beklagen. Höchstens die mangelnde Abwechslung im Leveldesign, da hier nur zwei Areale gezeigt werden, die beide im Dschungel spielen. Die beiden Bosskämpfe sind die einzige Auflockerung des ansonsten repetitiven Ablaufs, bei dem ihr immer zum Helikopter am Ende gelangen müsst.

Ansonsten spielt es sich schon jetzt perfekt und die bisherigen Bros machen mir große Hoffnungen auf das fertige Spiel. Sie sind der Kern von Broforce, das sein kleines Wortspiel passend zu den bombastischen Explosionen mit einem Augenzwinkern übertreibt. Neben den simplen Gags erschaffen sie dahinter ein recht innovatives System, das dem sonst so monotonen Gameplay frisches Leben einhaucht. Probiert den Brototype bei Gelegenheit auf jeden Fall aus! Es lohnt sich!

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Über den Autor:

Björn Balg

Björn Balg

Redakteur

Freier Autor und wahrscheinlich der letzte Mensch ohne einen Facebook-Account. Liebt Trash und verbringt zu viel Zeit mit dem Ansehen von Katzenvideos.

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