Ed Fries kann sich eine Zukunft ohne 'große Publisher' vorstellen

Der 'Vater der Xbox' war von Microsofts jüngsten Reaktionen überrascht.

Der einstige Xbox-Chef und „Vater der Xbox", Ed Fries, kann sich eine Zukunft ohne „große Publisher" vorstellen.

Gleichermaßen zeigte er sich im Gespräch mit [a]list daily überrascht und beeindruckt von Microsofts Kehrtwende in Bezug auf die Xbox One und den Selbstvertrieb für Entwickler.

Für ihn ist es außerdem wichtig, dass das Unternehmen auf seine Kunden gehört hat. Das beweise eindeutig, dass man eben auf ihr Feedback hört. Game-Designer Jesse Schell bezeichnete Microsofts Reaktionen auf die Kritik der Kunden an der Xbox One vor wenigen Tagen noch als größten Fehler des Unternehmens.

Überrascht hat ihn ebenso die Ankündigung von World of Tanks für die Xbox 360: „Das und die Indie-Publishing-Ankündigung haben mich ebenfalls überrascht", sagt er. „Ich denke, wie so viele andere Leute warte ich nun auf die Details dazu."

„Im letzten Jahr hielt ich einen Vortrag darüber, wie die Spielewelt sich verändert und wie es für große Teile der Industrie schwierig sein könnte, da mitzuhalten - besonders im Hinblick auf große Publisher oder Entwickler. Ich sprach genau über dieses Problem, free-to-play und die Schwierigkeiten der Konsolen, wenn es darum geht, den Free-to-play-Markt anzupacken. Ich bin froh, dass sie in diese Richtung gehen."

„Für diese Unternehmen ist es schwierig, sich zu verändern. Man kann das ständig beobachten - das ist das Dilemma eines Erfinders."

„Wer weiß schon, ob es in Zukunft noch große Publisher geben wird? Vielleicht brauchen wir sie nicht. Vielleicht sieht die Welt der Zukunft nicht so aus. Womöglich gibt es einfach viele kleinere Entwickler, die sich rund um die Welt zusammentun und dann wieder getrennte Wege gehen. Genau so entstehen großartige Spiele. Große Publisher wurden gegründet, weil Spiele wirklich teuer waren, es gab große Vertriebsprobleme. Walmart wollte nicht mit hunderten Unternehmen zusammenarbeiten, sondern mit vier oder fünf."

„Vieles davon hat sich mit der digitalen Distribution verändert. Vielleicht sieht die Zukunft nicht so aus wie das, was wir aus der Vergangenheit kennen. Was das bedeutet? Es wird immer Gewinner und Verlierer geben."

Über seine Pläne in puncto Selbstvertrieb will Microsoft in diesem Monat auf der gamescom sprechen. Die Xbox One erscheint wiederum im November 2013.

Links zu Angeboten und Anbietern auf dieser Seite können sogenannte Affiliate-Links sein. Mit einem Kauf über einen dieser Links unterstützt ihr Eurogamer.de. Wir erhalten vom Anbieter eine kleine Provision.

Zu den Kommentaren springen (5)

Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

Weitere Inhalte

Weitere Themen

Kommentare (5)

Die Kommentare sind nun geschlossen. Vielen Dank für deine Beiträge!

Verstecke Kommentare mit niedrigen Bewertungen
Sortierung
Threading