Carbines Gaffney: Free-to-play ist keine Patentlösung

Besonders auf dem MMO-Markt sind die Dinge nicht immer so, wie sie scheinen.

Für Carbines Jeremy Gaffney, der mit seinem Studio und dem kommenden MMO WildStar auf ein Abo-Modell setzt, ist free-to-play keine Patentlösung.

„Spiele, die mit dem Free-to-play-Modell scheinbar sehr erfolgreich sind, machen vielleicht Gewinn oder auch nicht", erklärt er. „Spiele, die nicht den Eindruck erwecken, als wären sie mit einem Abo erfolgreich, sind vielleicht profitabler."

„Unterschiedliche Spiele mit verschiedenen Geschäftsmodellen funktionieren in vielerlei Hinsicht. Wenn ihr mal City of Heroes mit Guild Wars vergleicht, sieht es so aus, als wäre City of Heroes das kleinere Spiel."

„Und das ist es. Weniger Leute spielten City of Heroes, maximal waren es - ich kenne nicht die genauen Zahlen - 200.000 oder so. Aber wenn ihr 200.000 Abonnenten habt, die monatlich 15 Dollar zahlen, dann verdient man so viel Geld wie mit sechs Millionen verkauften Spielen, wenn es so bleibt."

WildStar bietet neben dem Abo auch die Möglichkeit, dass man Spielzeit via Ingame-Gold von anderen Spielern kauft und so praktisch kostenlos spielen kann.

Gaffney zufolge läuft es bei vielen Free-to-play-Titeln so, dass ein oder zwei Prozent der Spieler über 100 Dollar pro Monat zahlen und somit im Grunde diejenigen finanzieren, die absolut kostenlos spielen, was bis zu 70 oder 80 Prozent sein können.

„Für einen Publisher kann das sehr problematisch werden, denn wenn man Geld verdient, weiß man nie, wie lange das so bleiben wird. Und auch für die Spieler ist es verwirrend, denn normalerweise unterscheidet sich das Spielerlebnis deutlich, wenn man kostenlos spielt - und wenn nicht, warum sollte man dann zahlen?"

„Free-to-play ist also keine Patentlösung", sagt er.

„Eine Reihe von Spielen haben ähnliche Systeme", so Gaffney im Hinblick auf WildStar. „Das von EVE ist vermutlich das Bekannteste und Beliebteste. So viele Leute wissen nicht, was PLEX ist, daher ist es schwierig zu beschreiben. Es ist ein ziemlich effektiver Weg. Man hat die Spieler, die viel zahlen wollen, zusätzliches Geld in das Spiel stecken und damit auch die Spielzeit anderer finanzieren, also ist es viel direkter."

„Eine Gruppe von Spielern besorgt sich also so ihre Spielzeit, die andere zahlt für das Abo. Es ist eine Win-Win-Situation, weil wir damit auch die Goldfarmer verärgern, da es eine legale Methode ist, Gold mit anderen Spielern zu tauschen und den Goldfarmern im Weg steht.. Und wir mögen es auch, die Goldfarmer zu verärgern."

Erscheinen wird WildStar im Frühjahr 2014 für den PC.

WildStar - Trailer

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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