Remedys Sam Lake spricht über den Transmedia-Ansatz von Quantum Break

Ihr spielt unter anderem auch den Schurken.

Remedys Sam Lake hat im Gespräch mit Game Informer den Transmedia-Ansatz des Xbox-One-Spiels Quantum Break etwas genauer erklärt.

Demnach kontrolliert ihr im Spiel einerseits die beiden Helden Jack und Beth, aber andererseits werdet ihr in bestimmten Situationen - „junction moments" - auch in die Rolle des Schurken Paul Serene schlüpfen.

„Er hat die Macht, Eindrücke verschiedener Zeitlinien und unterschiedlicher Zukünfte sehen zu können", so Lake. „Am Ende jedes Akts im Spiel werdet ihr ihn auch tatsächlich in diesen Momenten spielen können. Ihr könnt diese verschiedenen Zukünfte erforschen und ergründen und trefft dann eine Wahl. Welche dieser beiden Versionen, die ihr vor euch seht, wird eintreten?"

„Es ist unser Ansatz eines guten Actionfilms mit einem Bad Guy, der nahezu unmöglich zu besiegen, aber auch wirklich cool sein sollte. Denkt an Stirb Langsam. Der Schurke stiehlt dem Helden fast die Show. Das ist unser interaktiver und dynamischer Ansatz dieser Szenen, die man in einem Actionfilm sieht und in denen der Schurke seine Schritte plant und ausführt. In diesen Momenten spielt ihr Paul Serene und trefft diese Entscheidungen. Es führt wirklich zu dynamischen, vom Spieler erschaffenen Cliffhangern am Ende jedes Akts im Spiel."

Auf der Disc sollt ihr zugleich auch Live-Action-Episoden finden. Ihr wechselt also im Grunde zwischen einem Teil des Spiels und einer neuen Episode hin und hier.

„Das führt zur nächsten Episode der Show. Die erste Szene der Show wird direkt durch eure Entscheidung beeinflusst. Der Inhalt unterscheidet sich wirklich anhand eurer Entscheidung. Die Idee ist, dass es sich im Hinblick auf die Geschichte der Show relevant anfühlt. Ihr werdet wichtige Dinge lernen, die ihr für das Spiel braucht."

Aber warum lässt man euch eigentlich auch die Gegenseite spielen? „Wir wollen selbst aus dem Bad Guy einen tiefgründigen, komplexen Charakter machen, von dem man verschiedene Seiten sieht. Ihr werdet verstehen, warum er das tut, was er tut. Gleichzeitig ist der junction moment nur eine Gameplay-Szene und ihr könnt euch bei diesen flüchtigen Blicken in die Zukunft für eine Möglichkeit entscheiden. Es sind Fragmente. Ihr lernt etwas über bestimmte Dinge, aber bei allen Optionen gibt es aus der Sicht des Schurken positive und negative Auswirkungen, wie auch aus der Sicht der Helden."

Eure Entscheidungen haben wiederum Einfluss darauf, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt. „Ihr schaltet alternative Inhalte frei. Die Konsequenzen eurer Wahl bekommt ihr für den Rest des Spiels zu spüren", erklärt er.

Begeistert äußert er sich auch im Hinblick auf die neue Technik: „Für mich fühlt es sich so an, als hätten wir das gefürchtete Uncanny Valley in vielerlei Hinsicht hinter uns gelassen. Plötzlich ist es ein echter Schauspieler und was wirklich zählt, ist dessen Performance. Unsere Geschichten und Spiele konzentrieren sich sehr auf die Charaktere."

Einfacher wird es aber wiederum nicht. „Ganz im Gegenteil. Man braucht ein größeres Team, all diese Hardware. Es wird auch wirklich kompliziert und das Team und die Programmierer haben mit einigen Herausforderungen zu kämpfen."

Letzten Endes hält er aber die Xbox One für die beste Plattform, um diese beiden Medien miteinander zu vermischen, wie man es bei Quantum Break macht.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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