Mythic verteidigt Dungeon Keeper

Update: Weitere Kommentare von Molyneux.

Update (11.02.2014): Im Rahmen der Casual Connect Europe hat sich Peter Molyneux ein weiteres Mal und auch etwas ausführlicher zu EAs neuem Dungeon Keeper geäußert.

Und dabei hat er nicht nur etwas zu kritisieren. Im Gegenteil: Er hatte zuvor vielmehr ein direktes Remake erwartet, von einigen der neuen Ideen im Spiel sei er jedoch recht angetan. Durch die In-App-Käufe und die Art und Weise, wie diese präsentiert werden, mache man das jedoch zunichte.

“Dungeon Keeper wurde so aufgebaut, dass es schnell gespielt werden kann“, sagt Molyneux. Aber dieser Ansatz passe nicht wirklich zum aktuellen Free-to-play-Markt. „Es strapaziert meine Geduld. Ich finde das Tempo des Gameplays schrecklich.“

Dungeon Keeper sei aber natürlich nicht das einzige negative Beispiel dafür. Im Übrigen hat er ein Problem mit der Bezeichnung „free-to-play“, zumindest in der aktuellen Form. Als Alternative nennt er etwa „invest-to-play.“

“Wir nehmen diesen großen Hammer und schlagen damit auf sie [die Kunden] ein. 'Du wirst zahlen oder damit keinen Spaß haben!' Wir behandeln sie wie Kinder. Wir schlagen auf unsere Kunden ein und sagen ihnen, 'sei geduldig oder zahle mehr!'“

“So plump sind diese Mechaniken. Es muss einen besseren Weg geben. Das Erste, was wir den Leuten in diesen Spielen beibringen, ist, wie sie es [das Spiel] beschleunigen und wie sie Gems ausgeben können. Das ist verrückt.“

“Man hat nicht einfach das Recht, die Leute um Geld zu bitten. Man muss es rechtfertigen können“, so Molyneux.

Update (10.02.2014): Auch Peter Molyneux, der das ursprüngliche Dungeon Keeper mit Bullfrog entwickelt hat, ist nicht unbedingt begeistert vom neuesten Teil.

“Ich sagte zu mir selbst: 'Was? Das ist lächerlich. Ich will einfach nur einen Dungeon erstellen. Ich möchte mir nicht die nächsten sechs Tage den Wecker stellen, nur um einen weiteren Block errichten zu können'“, so Molyneux gegenüber der BBC.

Viele der Kritiken stammen laut Molyneux einfach auch von denjenigen, die das Original kannten und exakt ein solches Spiel im modernen Gewand haben wollten.

“Ich denke, dass sie die Balance zwischen dem Vertrauten für die bereits vorhandenen Fans und dem Neuen, das für die Mobile-Zielgruppe frisch und verständlich sein muss, nicht wirklich hinbekommen haben“, sagt er.

Originalmeldung (07.02.2014): Dungeon Keeper ist derzeit in aller Munde. Allerdings nicht so, wie sich das Publisher EA vielleicht wünscht. Und auch nicht so, wie die Spieler es gerne hätten. Die würden nämlich viel lieber einen richtigen neuen Teil der Serie spielen, während der neue iOS-Ableger der Reihe massive Kritiken aufgrund seiner In-App-Käufe einstecken muss - unsere Kollegen aus England vergaben etwa eine 1/10 als Wertung.

EA Mythics Jeff Skalski äußerte sich nun gegenüber TabTimes dazu. Ihm zufolge habe man das Spiel so gestaltet, dass „dieses klassische Franchise so vielen Leuten wie möglich zugänglich ist."

„Es ist wichtig zu betonen, dass wir das Spiel rund um die Verhaltensweisen typischer Mobile-Spieler herum gestaltet haben. Das heißt, dass Dungeon Keeper dazu gedacht ist, unterwegs hier und da immer mal wieder für ein paar Minuten gespielt zu werden. Dadurch können Fans als kostenlos auf natürliche Art und Weise vorankommen."

Gleichermaßen könne man aber auch locker 30 Minuten mit einer Sitzung verbringen, wenn es viele Dinge zu tun gibt.

Weiterhin zieht er die guten Nutzer-Bewertungen im App Store oder auf Google Play heran, allerdings lassen sich diese auch anders erklären, denn wenn ihr nach einer bestimmten Spieldauer direkt über das Spiel eine Wertung im Google Play Store abgeben wollt, lässt das Spiel das nur zu, wenn ihr beabsichtigt, ihm fünf Sterne zu geben.

Gebt ihr an, eine Wertung zwischen einem und vier Sternen abgeben zu wollen, kommt ihr zu einem weiteren Bildschirm, wo ihr die Wahl habt, per E-Mail euer Feedback an die Entwickler zuschicken oder „nicht jetzt" anzuklicken. Wer eine niedrigere Wertung abgeben möchte, kann das nur direkt im Google Play Store tun.

Ein Sprecher des Publishers äußerte sich dazu wie folgt: „Wir suchen immer nach neuen Möglichkeiten, um das Feedback der Spieler zu erhalten, damit wir unsere Spiele verbessern können. Das 'Rate this App'-Feature in der Google-Play-Version von Dungeon Keeper soll uns dabei helfen, das Feedback dieser Spieler zu sammeln, sofern sie nicht der Ansicht sind, dass es eine Top-Bewertung verdient."

„Wir wollten es mehr Spielern einfacher machen, uns Feedback direkt aus dem Spiel heraus zu schicken, wenn sie nicht das beste Spielerlebnis hatten. Sie können nach wie vor direkt im Google Play Store die Wertung abgeben, die sie wollen."

Auf Letzteres wird man im Spiel selbst jedoch nicht hingewiesen.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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