Schafer: Psychonauts bringt heute mehr Geld ein als früher

Selbstvertrieb sei dank.

Dank des Selbstvertriebs verdient Entwickler Double Fine heute mehr mit Psychonauts als es damals bei der Erstveröffentlichung des Spiels der Fall war.

Der Rückkauf von Rechten war neben den Crowdfunding-Kampagnen zuletzt ein wichtiger Bestandteil von Double Fines Strategie.

„Kickstarter war offensichtlich eine große neue Sache, um die Dinge auf andere Art und Weise anzupacken, aber die größte Veränderung war der Wechsel zum Selbstvertrieb. All die Spiele, von denen man sagte, sie schlagen sich nicht gut, haben sich für jemanden, der sie selbst vertreibt, eigentlich ganz gut verkauft", erklärt Tim Schafer im Gespräch mit Kotaku.

„Da wir nun wieder die Vertriebsrechte dieser Spiele haben, bescheren sie uns eine Menge Geld, das wir zur Finanzierung von Broken Age benutzt haben."

Schafer zufolge trug unter anderem Brütal Legend seinen Teil dazu bei, aber auch Psychonauts: „Psychonauts erschien schon vor so langer Zeit und hat einen solchen Kultstatus erlangt, dass es uns bei jedem Steam Sale eine Menge Geld einbringt. Für ein Unternehmen unserer Größe machen diese Sales am meisten Sinn."

„Für Firmen wie Microsoft, EA oder andere große Unternehmen wäre das vielleicht zu vernachlässigen, aber es ermöglicht uns, unsere kreativen Ideen zu verwirklichen."

„In den letzten beiden Jahren haben wir mehr mit Psychonauts verdient als je zuvor", sagt Schafer. „Hauptsächlich aus dem Grund, weil wir nicht die Vertriebsrechte hatten."

Wie Schafer außerdem angibt, bemüht er sich weiterhin darum, die Rechte an anderen Titeln zu erlangen, an denen er früher gearbeitet hat, etwa Grim Fandango oder Full Throttle.

„Seit dem Tag, an dem ich Lucas verließ, habe ich versucht, die Rechte zurückzuerhalten. Große Unternehmen mögen es nicht, Dinge wegzugeben, selbst wenn sie sie nicht verwenden. Das ist frustrierend, aber wir versuchen es, weil ich sie nicht gerne in den Händen von anderen Leuten sehe und ich würde gerne etwas damit machen oder sie zumindest zum Verkauf anbieten."

„Ich würde sie anbieten, damit die Leute sie kaufen können, anstatt sie einfach illegal runterzuladen, wenn sie sie haben wollen. Derzeit haben sie nicht mal diese Option. Und wenn jemand eine nette Version davon macht, sollten wir das sein. Wenn jemand eine nette Version von Grim machen sollte, dann wir."

„Wir wollen es tun und wir haben mit ihnen gesprochen", so Schafer. „Wir haben immer mit denjenigen gesprochen, die die Rechte hatten. Wir werden sehen. Ich werde niemals aufgeben. Eines Tages wird jemand einen Fehler machen und sie mir aus Versehen geben..."

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

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Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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