Am 9. September 2014 wird Destiny für PlayStation 4, Xbox One, Xbox 360 und PlayStation 3 erscheinen - aber nicht für den PC. Viele Spieler warten nach wie vor auf eine Ankündigung des Spiels für PCs.

Eigentlich sollte es doch nicht so kompliziert sein, eine PC-Version des Spiels zu veröffentlichen, oder doch? Immerhin wird es ja darauf entwickelt.

„Die Wahrheit ist, dass es nicht so einfach ist", erklärt Bungies Design-Chef Lars Bakken im Gespräch mit Eurogamer. „Ich wünschte, es wäre so einfach. Es ist ziemlich kompliziert. Das soll nicht heißen, dass es in Zukunft nicht passieren kann, sondern lediglich, dass es zum jetzigen Zeitpunkt nicht passieren wird."

Mit Destiny feiert Bungie bereits seine Premiere auf einer PlayStation-Plattform. Tatsächlich ist es das erste Multi-Plattform-Spiel des Studios seit über zehn Jahren. Um alle Versionen kümmert man sich intern selbst, anstatt beispielsweise die Entwicklung der 360- oder PS3-Fassung an andere Studios abzugeben. Aktuell sind über 500 Mitarbeiter bei Bungie beschäftigt.

„Die Konsolen sind wirklich sehr wichtig für uns und darauf konzentrieren wir uns auch", erklärt er. „Wir regeln das alles intern und es ist eine gewaltige Aufgabe. So etwas haben wir zuvor noch nicht gemacht."

„Wenn ich also etwas ausprobieren möchte, versuche ich auf PS4, Xbox One, Xbox 360 und PS3 zu spielen. Das ist eine Menge Arbeit. Etwas neues hinzuzufügen, ist einfach wahnsinnig. Es ist schon wahnsinnig, derzeit alleine darüber nachzudenken."

Ähnlich äußerte sich auch Bungies COO Pete Parsons, als er auf das gleiche Thema angesprochen wurde: „Ich denke, vier Plattformen zum Launch sind eine Menge. Insbesondere dann, wenn man bedenkt, dass wir lange Zeit nur mit einer Plattform gearbeitet haben."

„Es stimmt auch - wir ihr euch vielleicht vorstellen könnt -, dass wir alle Hardcore-PC-Spieler sind. Wir spielen alles. Es spielt keine Rolle, ob es auf einem Handy, dem PC oder einer Konsole ist, wir spielen es. Und da oben arbeiten 500 Leute. Der PC spielt für uns also schon eine wichtige Rolle."

„Aber für uns ist es nun mal ein gewaltiges und ambitioniertes Projekt. Es wäre schon eine enorme Herausforderung, es nur auf eine Konsole zu bringen. Es am gleichen Tag für vier Konsolen zu veröffentlichen, ist etwas, was wir zuvor noch nie versucht haben. Wir wollten es richtig machen und das Risiko nicht noch weiter erhöhen."

„Es ist nicht so einfach, wie man denkt", sagt er im Hinblick auf eine vermeintlich einfache Portierung für den PC. „Es ist eine zentrale Welt, unabhängig von der Plattform. Alleine deswegen sind schon viele Überlegungen nötig."

"Ehrlich gesagt können wir derzeit auch keinen Gedanken daran verschwenden. Es einfach auf verschiedene Hardware-Generationen zu bringen und mit Plattformen zu arbeiten, mit denen wir noch nie zuvor etwas zu tun hatten, etwa die PlayStation 3, ist schon eine sehr große Herausforderung. Ich bin dankbar dafür, dass wir ein solch fähiges Techniker-Team haben."

Aber wir stehen die Chancen für eine spätere Portierung? „Ich freue mich auf unsere zukünftigen Gespräche über den PC", so Parsons. „Wir lieben den PC. Und wir bekommen das alles natürlich mit. Wir stellen uns selbst die gleiche Frage."

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Editor, Eurogamer.de

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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