Naughty Dog: The Last of Us auf die PS4 zu portieren, war die 'Hölle'

Keine leichte Aufgabe.

The Last of Us für die kommende Remastered-Version auf die PlayStation 4 zu portieren, war nach Angaben von Naughty Dog eine alles andere als einfache Aufgabe.

„Wir haben erwartet, dass es die Hölle sein würde. Und es war die Hölle", so Creative Director Neil Druckmann im Gespräch mit der Edge.

„Einfach ein Bild auf den Bildschirm zu bekommen, auch wenn es nur ein schlechtes mit falsch dargestellten Schatten, fehlerhafter Beleuchtung und Abstürzen alle 30 Sekunden ist, dauerte eine lange Zeit. Diese Techniker sind einige der besten der Industrie und haben das Spiel so sehr für die SPUs der PlayStation 3 optimiert. Es wurde auf binärer Ebene optimiert, aber nach der Portierung muss man zur höchsten Ebene zurückkehren, um sicherzustellen, dass die Systeme intakt sind. Und dann wird es wieder optimiert."

„Ich kann nicht beschreiben, wie schwierig diese Aufgabe ist. Und sobald es vernünftig läuft, lässt man beide Versionen nebeneinander laufen, um sicherzustellen, dass bei der Portierung nichts schief ging, etwa eine fehlerhafte Physik oder Beleuchtung, die zu einem drastisch anderen Look führt. Das wäre keine 'Verbesserung' mehr, sondern ein Unterschied. Wir wollen dem Original treu bleiben, es aber dennoch besser machen."

Die Zwischensequenzen laufen laut Druckmann nun in 1080p und 60 FPS, wofür man sie von Grund auf neu rendern musste.

„Es ist interessant, dass das Problem nun nicht mehr die technische Seite ist, sondern die Disc, bei der wir uns fragen müssen, ob all das darauf passt? Und wie zeigt man es im Internet? Bei irgendeinem Next-Gen-Spiel? Das Spiel läuft in 1080p und 60 FPS, YouTube bringt es auf 30 FPS runter und verringert durch die Kompression die Qualität, daher ist es schwierig, die Unterschiede auszumachen."

„Sieht man es aber auf einem großen Fernseher mit all den reibungslos laufenden Hi-Re-Assets, ist es schwierig, danach wieder zur alten Version zurückzukehren. Das Problem ist, all die Arbeit, all die Optimierungen zu zeigen, die wir vorgenommen haben. Wir haben versucht, eine nicht-komprimierte Version des Trailers zum Download anzubieten, die in 60Hz läuft, aber das sind mehrere Hundert MB. Es ist eine riesige Datei und etwas, was wir in den Griff kriegen müssen."

Abseits der PS4-Version von The Last of Us arbeitet man laut Druckmann noch an zwei anderen Projekten. Dazu dürfte vermutlich auch das nächste Uncharted zählen.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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