Hearthstone: Tipps und Tricks, Waffen-Guide, Board-Control, Minion-Trades, Zauber

Von Board Control bis Minion Traiding - mit unseren sechs Grundregeln könnt ihr euch schnell in Hearthstone verbessern.

Für diejenigen, die mit Hearthstone gerade anfangen, gibt es eine unglaubliche Menge an Informationen da draußen. Wir haben uns sechs Schlüsselbereiche herausgepickt, bei denen wir denken, dass sie euch den größten und schnellsten Schub geben, um eure Gegner auszuspielen.

Jede Regel in diesem Abschnitt des Guides hat ihre Ausnahmen, und sie zu brechen sollte genauso sein - eine Ausnahme. Nur mit genügend Spielerfahrung werdet ihr erkennen, wann solche Momente erreicht sind, übt ihr aber fleißig und verinnerlicht diese sechs Grundprinzipien, werdet ihr wohl schnell eine große Verbesserung in einer sehr kurzen Zeit bemerken.


1. Minion Trading

Die Grundregel besagt, es ist immer besser zwei durchschnittliche Diener auf dem Brett zu haben, als einen außergewöhnlich Starken. Entfernungszauber wie Verwandlung und Verhexung können schließlich nur auf ein einzelnes Ziel gewirkt werden, und je mehr Bedrohung ihr auf dem Brett habt und je besser sie verteilt ist, umso schwieriger wird es für euren Gegner während des Spielverlaufs.

Nehmen wir einmal an, ihr habt zwei Diener auf dem Brett und euer Gegner nur einen. Würde einer eurer Diener sterben, wenn er den gegnerischen Diener erledigt, ist es besser, den stärkeren - und wahrscheinlich wertvolleren - Diener mit mehr Lebenspunkten diesen Job zukommen zu lassen. Es klingt zwar unlogisch, die Gesundheit des stärkeren Dieners zu schröpfen, doch das Endergebnis davon ist, dass ihr immer noch zwei Diener auf dem Brett habt, während euer Gegner ohne Deckung dasteht. Ihr seid also einen guten Handel eingegangen und bereit für die nächste Runde, während euer Gegner einen Schritt hinterherhinkt.

Es gibt einige wichtige Ausnahmen von dieser Regel. Würde beispielsweise die Benutzung eures starken Dieners seine Gesundheit soweit schwächen, dass euer Gegner ihn in der nächsten Runde mit einer billigen Heldenfähigkeit oder AOE-Karte erledigen kann, ist es natürlich offensichtlich, dass es sinnvoller ist, seine Gesundheit weiter hochzuhalten und stattdessen einen niedrigen Diener zu opfern.

Gleichermaßen solltet ihr auf den Wert der Karten sowie den Nutzen, den ihr daraus zieht, achten. Eine Verwandlung kann den mächtigen Ragnaros ebenso leicht entfernen wie den vergleichsweise schwachen - aber immer noch lästigen - Schildmeista von Sen'jin.

Eure Diener effizient einzusetzen und euch selbst ständig zu fragen, welchen Nutzen ein Zug bringt, ist ein Eckpfeiler in Hearthstone, um effektive Strategien auszuarbeiten. Gibt es einen günstigeren Weg, um die Aufgabe zu erledigen? Kann die Aufgabe im nächsten Zug effizienter gelöst werden, selbst wenn es bedeutet, dafür jetzt etwas Schaden in Kauf zu nehmen? Je mehr ihr die Beherrschung des effizienten Spielens übt, um so schneller werdet ihr einen Quantensprung in eurer Erfolgsrate bemerken.

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Zwei Ziele, eine Verwandlung - und schon wirkt der Spott im frühen Spiel nicht mehr so beunruhigend…


2. Zauber effizient einsetzten

Davon ausgehend, dass ein Schaden-verursachender Zauber immer nur einmal Schaden zufügen kann, während ein Diener möglicherweise einen Gegner mehrfach treffen kann, ist es fast immer besser, wenn ihr eure offensiven Zauber dazu verwenden, um Diener zu erledigen, anstatt damit den gegnerischen Helden anzugreifen. Das stört nicht nur die Strategie des Gegners, sondern erhöht das Tempo des Spiels zu euren Gunsten und lässt eure Diener ihre Arbeit etwas länger verrichten.

Natürlich wird es Zeiten geben, in denen es besser ist, den gegnerischen Helden direkt zu treffen. Das gilt aber nur, wenn euch der Zauber über die Ziellinie bringen kann oder einen nützlichen Effekt wie Einfrieren mit ins Spiel bringt - eingefrorene Gegner können ihre Waffen nicht einsetzen, was euch genügend Zeit erkaufen kann, um mit einem lästigen Diener auf dem Brett fertig zu werden.


3. Board Control

Manchmal müsst ihr den Gegner einfach nur euren Helden schlagen lassen. Die erste Versuchung, wenn man mit Hearthstone beginnt, ist es, alles Mögliche zu tun, um einen Diener zu entfernen - selbst wenn das bedeutet, dafür eine Menge Karten rauszuwerfen, um das Problem zu lösen. Die Zweite ist es, zu jeder Zeit irgendetwas auf dem Brett zu haben.

Während es mitunter sicherlich vorkommen wird, dass ihr so handeln müsst, um im Spiel zu bleiben, ist es durchaus auch in Ordnung, dass euer Held am Anfang des Spiels etwas Schaden abbekommt, wenn ihr dadurch eine gute Karten-Synergie vorbereiten könnt, um in der nächsten Runde einen besseren Konter auf dem Brett zu präsentieren. Versucht stets einen oder zwei Züge vorauszudenken, prüft die Karten auf eurer Hand und überlegt, wie viel Mana euch zur Verfügung steht und welche Karten ihr als Nächstes ausspielen wollt. Seid ihr euch sicher, ein Diener bleibt am Leben, wenn ihr ihn ausspielt, dann tut es - es gibt aber keinen Grund eurem Gegner einen Freifahrtsschein zu präsentieren, nur weil ihr noch ein paar Manapunkte übrig habt.


4. Diener richtig buffen

Sofern ihr nicht zwingend alles Mana in der nächsten Runde benötigt, solltet ihr stets ein paar Punkte zum Buffen eurer Diener einplanen, um sie erst in der nächsten Runde - und nicht schon in der Runde, in der ihr die Diener ausgespielt habt - zu buffen. Andernfalls könnt ihr sehr schnell eure Strategie offenbaren und bettelt bei eurem Gegner geradezu danach, alles Mögliche zu tun, um den gebufften Diener zu erledigen.

Man könnte meinen, dass das eine gute Strategie wäre, um Zauber wie Verzauberung oder Verhexung zu ködern, jedoch opfert ihr bei solch einem Vorgehen zwei eurer eigenen Karten (den Diener und den Buff), nur um eine einzelne Karte des Gegners rauszuwerfen. Dieser schlechte Handel macht nur in den seltensten Fällen sinn, ist jedoch eine Option, wenn euch sonst keine Möglichkeiten mehr bleiben und der Ausgang des Spiels davon abhängt.

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Es lohnt sich, jede Klasse mindestens bis Stufe 20 zu spielen, auch wenn ihr dann mit einigen nie wieder etwas zu tun haben wollt.


5. Waffen richtig einsetzen

Spielt ihr einen Krieger, Schamanen, Schurken, Jäger oder Paladin, seid ihr in der Lage klassenspezifische Waffen zu nutzen. In der Regel könnt ihr davon ausgehen, dass ihr eure Waffe zwei Mal verwenden könnt - mit der Option, ihre Haltbarkeit und ihre Angriffsstärke zu buffen, sofern ihr die entsprechende Karte in euer Deck packt.

Die Grundregel lautet: Nutzt die Waffen um die Diener des Gegners vom Feld zu fegen, es sei denn, ein Angriff auf den gegnerischen Helden führt euch zum Sieg. Ihr müsst nur eine Karte ausspielen, um eine Waffe anzulegen, wobei ihr sehr wahrscheinlich zwei Angriffe gegen die Diener eures Kontrahenten ausführen könnt. Die meiste Zeit bedeutet das, sich selbst Schaden zuzufügen. Auf lange Sicht ist es aber besser, die Seite des Gegners leerzuhalten, während man an der Eigenen arbeitet.

Achtet jedoch stets auf den Säurehaltigen Schlamm. Er ist eine sehr beliebte neutrale Karte, die euch eure Waffe sofort aus den Händen schlägt. Auf Sicherheit bedachte Spieler werden diese Karten stets auf der Hand zurückhalten, bis ihr euch an die Zähne bewaffnet.


6. Spielt jede Klasse

Obwohl es stimmt, dass bestimmte Klassen in ihrer Popularität und Wettbewerbsfähigkeit schwanken, kann doch jede Klasse in den richtigen Händen zu einer tödlichen Angelegenheit im Spiel werden. Ihr müsst euch nur ein grundlegendes Verständnis darüber aneignen, was jede Klasse einzigartig macht, und es wird euch dabei behilflich sein, euch besser mit eurer bevorzugten Klasse zu arrangieren. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen - es wird ein wenig dauern, um beispielsweise beim Schurken zu verstehen, wie man am besten die tödlichen Combos stapelt und wo ihre Schwächen liegen.

Während es sicherlich eine gute Idee ist, alle Klassen bis Level 10 zu spielen, um alle Basiskarten freizuschalten, raten wir euch dazu, sie als konkurrenzfähiger Multiplayer mindestens bis Stufe 20 weiterzuspielen. Die Zeit, die dafür draufgeht, ist keine allzu große Investition, und die Erfahrung, die ihr dafür ernten werdet, wird euch auf lange Sicht viel nützen. Je besser ihr eure Gegner kennt, umso leichter könnt ihr an ihren Schwachstellen ansetzten.

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