"Ich verstehe die Sache, um die es geht, aber für Assassin's Creed: Unity ist es nicht relevant"

Der Director von Unity spricht über die Abwesenheit von weiblichen Avataren.

Assassin's Creed Unitys Director Alex Amancio hat auf den Aufschrei reagiert, der laut wurde, nachdem sich herausstellte, dass es keine weiblichen Charaktere in dem Spiel geben würde.

Ich verstehe das Thema, ich verstehe die Sache, um die es geht, und es ist eine gute Sache, aber ich denke nicht, dass es in diesem Falle relevant ist.", so Amancio gegenüber Eurogamer auf der E3.

"In Unity spielt ihr einen Charakter namens Arno und im Koop spielt ihr auch Arno. Jeder ist Arno. Es ist wie Aiden Pearce in Watch Dogs."

In einem früheren Interview mit Polygon sagte Amancio, dass mögliche weibliche Charaktere aus dem Spiel genommen wurden, weil es zu viel Arbeit bedeutet hätte, sie einzufügen.

Jetzt, im Gespräch mit Eurogamer, ändert sich seine Position etwas. Er besteht darauf, dass diese Entscheidung nichts mit der Produktion selbst zu tun hat.

"Ich denke die Verwirrung startete mit dem Koop, wo es so aussah, als wäre es ein Avatar, aber das ist die Figur nicht.", erklärt er.

"Arno hat unterschiedliche Fertigkeiten. Ihr wählt Skill-Punkte im Spiel, es gibt Waffenteile und all diese Waffen, die ihr bastelt, machen den Charakter zu eurem eigenen. Aber es ist immer Arno."

Assassin's Creeds Geschichte ist voller verschiedener Charaktere, am bemerkenswertesten Aveline de Grandpré, der Star aus Assassin's Creed: Liberation. "Wir folgen dieser Tradition und haben einen Weg gefunden, um Koop hinzuzufügen.", führt Amancio fort.

"In der Marke hatten wir eine Reihe von unterschiedlichen Figuren. Altair war arabischer Abstammung, wir hatten einen Indianer, wir hatten auch eine Frau in der Hauptrolle. Dieses Spiel nun handelt in Frankreich, also spielt ihr einen Franzosen."

Amancio sagt, dass sein voriger Kommentar ein "Ausrutscher" war: "Das Team hier arbeitet wirklich hart und wir nehmen sie als Sprecher für uns, weil wir möchten, dass die Antworten authentisch sind. Diese Leute sind keine Profis und manchmal gibt es einen Ausrutscher. Das ist in Ordnung. Wir konzentrieren uns auf das, was wir präsentieren. Und erneut, ich denke nicht, dass Unity für dieses Thema geeignet ist."

In seinem Interview mit Polygon führte Amancio die Frage der Ressourcen an. "Es verdoppelt die Animationen, die Stimmen, all diese Dinge und auch die Zahl der visuellen Assets. Insbesondere weil wir stark gestaltbare Assassinen haben. Das wäre eine Menge Mehraufwand. Deshalb war der kleinste gemeinsame Nenner Arno. Wir konnten schlecht unseren Hauptcharakter weglassen, also ließen wir den weiblichen Avatar weg."

Einige Entwickler sagten, dass es nicht so viel Arbeit wäre, eine weiblichen Avatar für ein Spiel einzufügen, darunter auch Naughty Dogs Animationsexperte Jonathan Cooper, auch beteiligt an Assassin's Creed 3: "Nach meiner fachlichen Einschätzung denke ich, dass es ein bis zwei Tage Arbeit wären. Man muss nicht 8000 Animationen ersetzen." tweetete er.

Auf die Eurogamers Frage, ob er in diesem Lichte versucht wäre Assassin's Creed Unity abzuändern: "

"Da ist die Sache mit den Animationen, aber sie haben nichts damit zu tun. Sie sind ein Tropfen im Ozean, nur ein Teil davon. Wenn wir diese ganzen auswechselbaren Kleidungssets entwerfen, dann ist das schon eine ganze Menge. Es ist nicht nur das, aber das hat nichts mit der Produktion zu tun. Noch einmal, wir erzählen die Geschichte von Arno - das ist die Geschichte dieses Charakters. Der Grund warum wir das Gesicht wechseln lassen, aber den Körper beibehalten ist, dass wir wollen, dass die Leute die Ausrüstung, die sie im Spiel gesammelt haben zeigen können. Deshalb bleiben wir dabei."

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Martin Robinson

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Martin is Eurogamer's features and reviews editor. He has a Gradius 2 arcade board and likes to play racing games with special boots and gloves on.

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