Wie funktioniert die offene Spielwelt von Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain eigentlich genau? Nun, jedenfalls nicht so wie in einem Grand Theft Auto, sagt Hideo Kojima.

„Es ist ein Spiel, das man nicht notwendigerweise als ein Sandbox-Spiel bezeichnen würde, in dem man wie etwa in einem GTA zu jedem Zeitpunkt hingehen kann, wo immer man will", so Kojima im Gespräch mit CVG.

„So funktioniert das Spiel nicht. In unserem Spiel geht es in diese Welt, man erfüllt eine Mission und verschwindet wieder. Diese Missionen sind relativ simpel: zerstört etwas, verhaftet jemanden, tötet jemanden oder beschafft etwas. Diesbezüglich ist es wirklich sehr simpel."

„Die Spieler haben alle Freiheiten der Welt, wenn sie darüber nachdenken, mit welcher Methode, auf welchem Weg oder zu welcher Tageszeit sie sich auf den Weg machen, um ihre Mission zu erfüllen. Während dieser Missionen entwickelt sich eine Geschichte. Es gibt aber auch Einschränkungen im Hinblick darauf, was der Spieler tun kann, wenn er sich nicht mit dieser Mission beschäftigt, denn es ist ziemlich ersichtlich, wenn es eine Mission zu erfüllen gibt."

„Wenn wir sagen, dass es ein Open-World-Spiel ist, klingt das so, als ob wir versuchen würden, das Gleiche wie sie [Rockstar] zu machen. Aber es unterscheidet sich deutlich. Ich versuche, ein Infiltrations-Spiel mit Freiheiten zu machen. Rockstar hat eine Welt erschaffen, die wirklich sehr immersiv ist und als ich vor ein paar Tagen die PS4-Version [von GTA 5] sah, wurde ich wieder deprimiert. Aber das hat nichts mit dem Game-Design zu tun, sondern mit mir. Die Qualität, die sie in diesem PS4-Trailer gezeigt haben, war wirklich beeindruckend."

„Was das betrifft, unterscheidet es [MGS 5] sich völlig von GTA 5. Dort könnt ihr tun, was auch immer ihr wollt. In MGS 5 habt ihr Missionen und ich will die Spieler mit den Freiheiten, die sie bei der Erfüllung haben, so gut wie möglich unterhalten."

Kojima sprach auch über den Inhalt der E3-Präsentation des Spiels: „Ihr könnt sogar einen Zoo [in der Mutterbasis] aufbauen, aber letzten Endes geht es im Spiel um die Erfüllung der Missionen. Und dann müsst ihr verstehen, warum ihr diese Mission erledigen musstet und was die Konsequenzen eurer Aktionen sind."

„In der Präsentation wollten wir noch nicht die ganze Idee dahinter vermitteln, aber zu Beginn einer Mission sagt euch das Spiel vielleicht, dass es ein Zeitlimit gibt - etwa drei Ingame-Tage - oder irgendeine andere Einschränkung. Und wenn ihr diese Einschränkungen brecht, schlägt die Mission fehl."

Weitere Informationen zum Spiel entnehmt ihr unserer aktuellen Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain Vorschau.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Editor, Eurogamer.de

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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