BioShock für Vita kam laut Levine nicht über die Verhandlungsphase hinaus

Shockschwerenot - wer hätte das gedacht!

Es ist zu diesem Zeitpunkt nur noch eine Formalität, aber wer sich noch trotzdem immer fragt, wo eigentlich BioShock für die PlayStation Vita bleibt, der sollte sich die jüngsten Tweets von Ken Levine zum Thema anschauen.

Es scheint, als seien sich 2K und Sony niemals richtig einig geworden, eine denkbar schlechte Ausgangsposition, um mit der Entwicklung in die Vollen zu gehen.

"Was das Vita-Spiel angeht", steht dort auf Levines Twitter, "mein letzter Stand war, dass sich 2K und Sony nicht auf einen Deal einigen konnten. Diesbezüglich schienen sie 2011 sehr viel optimistischer."

Es stünde eh im Raum, wer es überhaupt noch machen sollte, nachdem Levine seinem Studio Irrational Games selbst den Stecker zog und nur ein Team von der Größe eines durchschnittlichen Indie-Studios behielt.

Interesse von seiner Seite bestehe allerdings schon, allerdings darf auch hier Zweifel anmelden, ob mehr als nur die die rechtlichen Fragen ihn davon abhalten:

"Ich wünschte, ich könnte es selbst machen, aber Anwälte und so. Ich liebe meine Vita immer noch."

Daraufhin fragte ein Follower, wie denn ein BioShock auf der Vita ausgesehen hätte, mit dem Vorschlag, dass seiner Meinung nach ein rundenbasiertes Strategiespiel vor dem Fall von Rapture eine gute Idee gewesen wäre.

Levine darauf: "Etwas, das auf der Vita gut funktioniert hätte ohne in irgendeiner Weise ein Kompromiss zu sein. Außerdem, wie einige vielleicht wissen, bin ich rundenbasierten Strategiespielen willenlos ergeben."

Jeder, der Irrationals fantastisches Freedom Force damals spielte, weiß das, obgleich diese frühen, vagen Gedanken doch wieder nur unterstreichen, dass wohl niemals wirklich an dem Spiel gearbeitet wurde.

Ein bisschen kommt man sich schon veräppelt vor. Schon früh wurde mit aufwendig produzierten Ablegern großer Spiele auf der Vita um Käufer geworben. Was dann von Call of Duty, Resistance und zuletzt Borderlands kam und jetzt endgültig nicht mehr kommt - eben BioShock - spottet jeder Beschreibung.

Dann wiederum: So wie es ist, gefällt die Vita als Satellitensystem und Indie-Heimathafen für unterwegs ebenfalls ganz ausgezeichnet. Und irgendwo ist man auch dankbar, dass sie nicht das Schicksal der PSP ereilte, die sich hauptsächlich mit heruntergekochten Versionen größerer, schönerer und besserer Zu-Hause-Spiele abgeben musste. Das mildert die empfundene (Ent-)Täuschung nicht in vollem Umfang, aber zumindest ein bisschen.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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