Sind 120 Euro zu viel für die Beta von Elite: Dangerous? David Braben erklärt sich

"Es schien uns fair."

Wer sich auf der offiziellen Website einen Zugang zur "Premium-Beta" von Elite: Dangerous sichern will, muss 120 Euro bezahlen. Zu Beginn der Alpha kostete die Teilnahme sogar noch deutlich über 200 Euro. Spielern, die das unfair finden, entgegnete Braben jedoch jetzt die Gründe für den hohen Preis.

Bevor einem jetzt rot vor Augen wird, sollte man vielleicht wissen, dass sich die Preise mit den Spendenstufen der Kickstarter-Kampagne decken. Frontier wollte also vor allem nicht den frühen Unterstützern eine lange Nase machen, indem man die Belohnungen im Nachhinein auch günstiger anbot.

Wissenswert ist auch, dass Spieler, die an Alpha und Beta nicht interessiert waren, sich für eine Kickstarter-Spende von umgerechnet 25 Euro bereits die fertige Vollversion sichern konnten. Jeder konnte demnach selbst entscheiden, wie viel ihm ein der frühe Zugang wert war.

Auf der Develop-Konferenz ging David Braben Eurogamer.net gegenüber ins Detail und erzählt, welcher Gedanke ursprünglich hinter dem hohen Preis für die Teilnahme an den Probephasen steckte:

"Wir sind dafür kritisiert worden. Aber das Wichtige für eine Alpha ist, damit es eine richtige Alpha ist, wollten wir einfach keine riesigen Spielerzahlen", erzählt der Mann mit der Frisur, wie sie nur ein Entwickler von Weltraumsimulationen tragen kann. "Vielleicht hätten wir es nicht über den Preis begrenzen sollen, aber es schien uns logisch. Es schien uns fair."

"Außerdem stellen wir sicher, dass die Leute, die die höheren Unterstützungsstufen gewählt haben, weiterhin profitieren, wenn die Alpha beendet ist", verspricht er. "All die Leute, die die Premium-Beta gebacked haben, die bald vorbei ist, bekommen deshalb all die Erweiterungen. Man zieht daraus also auch einen Nutzen."

Darüber hinaus könne man sich so auch sicher sein, dass die Teilnehmer die Frühphasen ernst genug nehmen, sich in die Entwicklung einzubringen.

"Wir hätten vielleicht sorgfältiger über das Modell nachdenken können, der Gedanke war aber, die Zahl der Spieler klein zu halten. Aber es sieht schon nach einer fürchterlich kapitalistischen Gangart aus. Das ist das Problem. Aber so versammelten wir eine Gruppe von Leuten, denen es wirklich was bedeutet. Und das war bisher sehr hilfreich."

Ende Juli beginnt die Standard-Beta, die einem für 60 Euro die Türen zu diesem gewaltigen Universum aufstößt. Die fertige digitale Version soll am Ende mit ungefähr 45 Euro zu Buche schlagen.

Dazu wird ein Expansion Pass erscheinen, der für weitere 45 Euro alle der bislang noch unangekündigten Erweiterungen beinhaltet.

"Das ist unsere Art, es zu machen. Wir haben es aus vernünftigen Gründen getan und ein Teil davon geht in die Unterstützung des Spiels. Wir haben keinen Publisher, diese Unterstützung hilft finanziell", erklärt Braben.

Aktuell spielten ungefähr 30.000 Leute Elite: Dangerous, so Braben. Einer davon bin ich. Was ich bei meinem Erstkontakt mit dem Titel erlebte, lest ihr in meiner Vorschau zu Elite: Dangerous.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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