Google Play: Free-to-play-Spiele nicht länger als "free" deklariert

Von Apple kamen bislang noch keine Vorschläge.

Der Preis von Free-to-play-Spielen im Google Play Store wird nicht länger als "free" angegeben. Google folgt damit einer Empfehlung der EU-Kommission, Kunden besser über versteckte Kosten und In-App-Käufe zu informieren.

Wie das in der Praxis aussieht, entnehmt ihr folgenden Bildern (danke, Eg.net):

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Anfang des Monats stand bei Free-to-play-Titeln noch 'free',also 'gratis', wo sonst der Preis stehen würde.
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Stattdessen bleibt das Preisfeld nun frei.

"Google hat eine Reihe von Änderungen beschlossen", so die EU-Kommision in einer neuen Stellungnahme. "Die Umsetzung ist im Gange und wird bis Ende September 2014 abgeschlossen sein."

"Das umfasst, dass das Wort 'Gratis' nicht verwendet wird, wenn ein Spiel In-App-Käufe enthält und dass Richtlinien für App-Entwickler entwickelt werden, die die direkte Aufforderung an Kindern unterbindet, wie sie unter EU-Recht definiert sind. Ebenfalls gibt es Maßnahmen, um augenscheinliche Brüche von EU-Verbraucherschutzgesetzen zu überwachen."

"Zudem hat Google seine Standardeinstellungen angepasst, sodass Zahlungen vor jedem In-App-Kauf autorisiert werden müssen, sofern der User diese Einstellung nicht aktiv ändert."

Der Kommission zufolge hat Apple aber noch nicht in ähnlichem Maße auf die Vorschläge reagiert.

"Bedauernswerterweise gibt es keine konkreten, unmittelbaren Lösungen vonseiten Apple, besonders was Bedenken in Sachen Zahlungsautorisierung angeht", so die Stellungnahme weiterhin. "Apple beabsichtigte, sich diesen Bedenken zu widmen, aber weder wurden bisher feste Zusagen getroffen, noch ein Zeitrahmen für mögliche zukünftige Änderungen festgelegt. CPC-Behörden werden sich weiterhin mit Apple auseinandersetzen, um sicherzustellen, dass genaue Details für notwendige Änderungen festgelegt werden und ihre Praktiken sich mit der allgemeinen Position decken."

Brechen nun harte Zeiten für Free-to-play-Anbieter an? Erst kürzlich untersagte die britische Werbeaufsichtsbehörde EAs Dungeon-Keeper-Werbung, weil die Benutzung des Begriffes "free" als irreführend erachtet wurde.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur  |  derbohn

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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