Ultima Forever wird Ende August eingestellt

Lieber ein Ende mit Schrecken…

Bevor alle Welt bereits über das abscheuliche Geschäftsmodell von EAs neuem Dungeon Keeper zeterten, war bereits Ultima Forever im letzten Herbst ein schrill leuchtendes Anzeichen dafür, wie viel Verständnis EA vom Konzept "Free-to-play" hat. 1/10 Punkte standen im Test von Quest for the Avatar zu Buche und es darf bezweifelt werden, ob sich die Marke - wie auch Dungeon Keeper - davon jemals wieder erholen wird.

Im Fall von Ultima Forever hat das Leid nun zum Glück ein schnelles Ende gefunden, denn EA zieht dem Rollenspiel nach deutlich weniger als einem Jahr den Stecker. Dies ließ die Firma gestern über das Spielforum wissen.

Also dann: Am 29. August 2014 um 17:00 Uhr geht das Licht aus. Ich bin fast trauriger darüber, dass mir kein passendes Wortspiel einfällt - von wegen "Forever" und so. Nehmt einfach zur Kenntnis, dass ich mir Gedanken darüber gemacht habe und denkt euch an dieser Stelle euren eigenen Witz.

Während ich diese Zeilen schreibe, hatten satte 931 Leute inklusive mir und den Kollegen von Eurogamer.net die schockierende Nachricht gelesen. Ein passend beiläufiges Ende für eine der traurigsten Fußnoten der Spielegeschichte, wenn es um große Klassikermarken geht. Mal schauen, wie lange Dungeon Keeper noch hat...

Vor nicht ganz zehn Monaten bettelte Ultima-Fan Martin noch: "Ultima Forever gehört vom Antlitz des Planeten getilgt und sollte das nicht möglich sein, dann wenigstens auf den letzten Platz in Apples 'die umsatzstärksten Apps' verbannt." Irgendwer hat ihn gehört. Ich bezweifle trotzdem, dass er sich jetzt besser fühlt.

Freunde der Serie dürfen immerhin noch auf Richard "Lord British" Garriotts Gegenentwurf Shroud of the Avatar hoffen. Warum man durchaus ein bisschen Vorfreude für den Titel aufbringen darf, entnehmt ihr unserem dreiteiligen Artikel Richard Garriott und The Shroud of the Avatar.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur  |  derbohn

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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