The Last of Us: Der Kinofilm soll sich in einigen Teilen 'ziemlich vom Spiel unterscheiden'

Alles in allem ist ein Film schließlich deutlich kürzer als das Spiel.

Der geplante Kinofilm zu Naughty Dogs The Last of Us soll sich in Teilen „ziemlich vom Spiel unterscheiden".

„In zwei Stunden kann man nicht die gleiche Art von Geschichte erzählen wie in einem Spiel wie The Last of Us, das 15 Stunden dauert", erklärt Naughty Dogs Neil Druckmann gegenüber MCV. Druckmann war Autor und Creative Director für das Spiel und schreibt nun das Drehbuch für den Film.

„Ich stecke derzeit mittendrin und es ist wirklich sehr schwierig, weil in The Last of Us so viel passiert - selbst wenn man nur die Zwischensequenzen berücksichtigt -, das nicht in einen Film passen kann. Mal ganz abgesehen vom restlichen Gameplay und den Dialogen."

Die Beziehung zwischen Joel und Ellie soll aber auf jeden Fall eines der zentralen Elemente im Film sein.

„Was die Menge an Inhalt betrifft, hat es fast die Qualität eines Romans", so Druckmann. „Und ein Film funktioniert wirklich gut, wenn man sich sehr auf bestimmte Dinge konzentrieren kann. Zuerst machten wir uns also Gedanken darum, worum es in der Geschichte wirklich gehen soll. Nun, eindeutig um Joel und Ellie. Was sind die wichtigsten Dinge, die wir keinesfalls verlieren dürfen? Fang damit und streiche dann andere Dinge."

Das Streichen anderer Elemente sei Druckmann aber ebenfalls nicht leicht gefallen: „Einige Teile werden dem Spiel ähneln, andere Teile werden sich ziemlich unterscheiden. Es ist aber wirklich interessant und hilft mir dabei, dieses andere Medium und seine Stärken im Vergleich mit Videospielen zu verstehen."

Zu guter Letzt sprach er darüber, dass viele die Geschichten von Spielen als qualitativ schlechter betrachten, wenn man sie mit Büchern oder Filmen vergleicht.

„Ich denke, das ist einfach nur unsere Empfindung", sagt er. „In vieler Hinsicht übertreffen Spiele diese anderen Medien."

Fatal Frame 2 ist für ihn etwa ziemlich furchteinflößend. Er kenne keinen Film, der auch nur annähernd so viel Furcht bei ihm auslöst. Anderseits konnte er in Ico eine Verbindung zu einem anderen Charakter aufbauen, wie es bislang kein Buch geschafft habe.

„Gleichermaßen sorgen eine Menge Spiele dafür, dass ihr Schuldgefühle habt, indem sie euch Dinge tun lassen, die ihr nicht notwendigerweise tun wollt, es aber müsst, um voranzukommen. Und das ist es etwas, was Filme niemals erreichen werden."

„Verschiedene Medien haben unterschiedliche Stärken. Und bei Spielen gibt es einfach diese negative Auffassung, die man nur langsam überwinden kann. Ich will auf jeden Fall vermitteln, dass auch Spiele eine ansprechende Geschichte erzählen können, die genauso überzeugend ist wie in diesen anderen Medien."

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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