Remake des kruden Survival-Spiels Pathologic angekündigt

Update: Kampagne erfolgreich beendet.

Update (08.10.2014): Die Kickstarter-Kampagne zu Pathologic ist mittlerweile erfolgreich zu Ende gegangen. Insgesamt kamen über die Plattform 333.027 Dollar zusammen, wodurch auch das erste Stretch Goal erreicht wurde.

Über die offizielle Webseite von Ice-Pick Lodge kann man das Projekt weiterhin via Paypal unterstützen. Das Geld wird natürlich auf die bereits gesammelte Summe angerechnet, um so weitere Stretch Goals erreichen zu können.

Erscheinen soll Pathologic im November 2016 für PC, Mac, Linux, PlayStation 4 und Xbox One.

Update (29.09.2014): Die Kickstarter-Kampagne zu Pathologic hat ihr Ziel rund sieben Tage vor dem Ende erreicht. Derzeit steht man knapp 10.000 Dollar über dem eigentlichen Ziel von 250.000 Dollar. Das nächste Ziel in den verbleibenden Tagen sind also die Stretch Goals.

Update (22.09.2014): Ice-Pick Lodge hat heute einen neuen Teaser-Trailer zu Pathologic veröffentlicht. Diesen könnt ihr euch weiter unten anschauen. Außerdem gab man Details zu den Stretch Goals bekannt, die ab 300.000 Dollar beginnen.

  • 300.000 Dollar: Die erweiterte Stadt - Mehr einzigartige Objekte, mehr Dialogoptionen, mehr Questverläufe, mehr Geschehnisse um den Spieler herum, Verstecke, Hinterhalte. Dies erhöht natürlich den Zeitdruck, aber auch das Balancing wird angepasst.. Hier geht es nicht um Füllmaterial, sondern um gut ausbalancierte Mehrwerte.
  • 350.000 Dollar: Die weitläufige Steppe - Bisher ist die Steppenlandschaft recht karg, was zum einen an der Natur einer Steppe liegt, aber auch weil der Plot hauptsächlich in der abgeriegelten Stadt spielt. Während wir das grundlegend beibehalten möchten, können einige Schlupflöcher zu Erkundungstouren nahe der Stadt einladen. Das bedeutet: Mehr Quests, mehr NPCs, mehr merkwürdige Kreaturen und insgesamt mehr Steppigkeit!
  • 400.000 Dollar: Klarträumen - Gedanken und Ideen sind ein wichtiger Teil von Pathologic, und es ist bekannt, dass die Seuche zu ihren Opfern „spricht“. Wir möchten dieses Motiv noch weiter in den Vordergrund rücken und Träume in Form interaktiver Erlebnisse einbauen. Infiziert worden? Neue Fakten, die alles auf den Kopf stellen? Dann lerne die Seuche persönlich kennen. All die Hinweise und Omen, von denen immer geraunt wird, können nun selbst erlebt werden. Diese Erfahrung wird noch verdrehter und verstörender. Und dabei handelt es sich nicht um Zufallsereignisse: die Träume werden davon abhängen, wie der Spieler sich verhält und wie sich sein Plot entwickelt.
  • 450.000 Dollar: Termitorium und Schlachthof - Das originale Spiel zeigte lediglich einen Bruchteil dieser Konstrukte und die ärmlichen Innenräume haben wenig zu ihrer Größe beigetragen. Das soll sich in dem Reimagining sowieso ändern, aber dieses Stretch Goal würde es uns erlauben, eine ethnographische Expedition ins Termitoriumund den Schlachthof zu gewährleisten. Man wird dort den Alltag, die Traditionen und die Kultur der Steppenschlachter erleben können, die in einer primitiven Gesellschaft leben. Es handelt sich hier um eine regelrechte Stadt innerhalb der Stadt und es wird viel zu erleben geben!
  • 550.000 Dollar: Ein kleines Prequel - Pathologic ist voller Plots und viele wichtige Ereignisse finden vor dem Start des Spieles statt. Als Spieler wird man Teile der Wahrheit hinter den Geschehnissen aufdecken können, die die Stadt zu dem gemacht haben, was sich zu Spielbeginn erleben lässt. Natürlich wird man als Spieler trotzdem nie die Chance haben, das große Ganze zu überblicken, sondern nur spekulieren können. Die vorhergegangenen Geschehnisse einfach zu zeigen, würde zu viel vorwegnehmen, aber wir würden gerne eine zusätzliche, einen Tag umfassende Geschichte in Pathologic einbinden. Diese würde nicht Kickstarter-exklusiv sein und es wären andere Charaktere spielbar. Das Prequel wird dem Spieler Dinge eröffnen, die die Hauptcharaktere niemals erleben könnten!

Update (16.09.2014): Die Kickstarter-Kampagne zu Pathologic hat mittlerweile bereits über 200.000 Dollar erreicht. Angesichts des Finanzierungsziels von 250.000 Dollar und einer Restlaufzeit von 21 Tagen ist ein Erfolg sehr wahrscheinlich.

Zugleich veröffentlicht man regelmäßig Kickstarter-Updates zum Spiel, etwa über die Belohnungen für Unterstützer. Im jüngsten Update erklärt man wiederum, warum man sich für Unity 3D als Engine entschieden hat.

Originalmeldung (05.09.2014): Der russische Entwickler Ice-Pick Lodge kündigte ein Remake des 2005 erschienenen Spiels Pathologic an, finanziert über Kickstarter, wo ihr ab sofort in den Beutel einzahlen könnt.

Wieso sollte man das tun? Nun, Pathologic war dermaßen weit draußen damals, dass es unter gängigen Gaming-Gesichtspunkten betrachtet keine wirklich schöne Figur machte. Wer ihm seine Fehler, und davon hatte es reichlich, aber verzieh, spricht noch heute von einer clever erzählten Survival-Geschichte um eine Seuche in einer Kleinstadt und drei spielbare Hauptcharaktere.

Es war krumm und schief, eines der Sorte "Lieblingsspiel, wenn man zu ihm durchdringt". Was vielen nicht gelang. Und wer will es ihnen verübeln?

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"Die Ideen für das Spiel waren neu und interessant, aber die Implementierung bestenfalls mittelmäßig", sagen die Macher heute. Pathologic war ihr erstes Projekt als Spielentwickler, wirkte an so mancher Stelle improvisiert und zusammengeschustert. Viele Features und Details funktionierten nicht, wurden unsauber wieder entfernt.

"Das Spiel war klobig, es sah selbst damals veraltet aus und die Übersetzung war grauenhaft", sagen sie.

Aber mit dem Remake, das ab einer Summe von 250.000 Dollar realisiert wird, soll alles anders werden. Setting, Spielkern, die Charaktere und Story, die Karte und die generelle Stimmung - all das soll unangetastet bleiben.

Besserungen betreffen natürlich die Grafik, die Quests und Plots, die Spielmechanik. "Wir wollen das Spiel und seine Survival-Aspekte nicht vereinfachen, aber die Kämpfe waren nervenraubend, das Plündern war nur rudimentär möglich und die Ökonomie einer verseuchten Stadt kaum ein richtiges System", heißt es.

Die NPCs auf der Straße bekommen eine erweiterte KI und die Krankheit soll sich nach "realistischeren Mustern" verhalten. "Wir haben alles, damit Pathologic diesmal funktioniert".

Zeit lassen wollen sie sich etwas länger: Erscheinen soll das Spiel im November 2016 für PC, Mac, Linux, PS4 und Xbox One.

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Über den Autor:

Sebastian Thor

Sebastian Thor

Freier Redakteur - Eurogamer.de

Steht auf Bier und Bloodsport. Mag weiche Sofas und verliert sich gern in Gedanken an dies und das. Seit 2014 bei Eurogamer dabei, aktuell als freier Redakteur.

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