SteelSeries Stratus Mobile Pad - Test

Gut muss nicht immer teuer sein – aber auch umgekehrt wird ein Schuh draus.

Egal, ob Steve Jobs das gerne gesehen hätte oder nicht: Der Aufstieg der iOS-Devices als Spielgeräte musste einfach nach sich ziehen, dass irgendwann auch Controller-Peripherie angeboten wird. Anbieter wie Big Ben, Hama, Nyko und Logitech vernetzen per Bluetooth schon länger iPhones, iPads und sogar Android-Geräte mit doppelt analogbestickten Joypads im bekannten Layout. Jetzt also auch Steelseries mit ihrem kleinen Stratus.

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Auf der Packung werden gut lesbar iPhone 5, 5c, 5s, iPad Mini, iPad Mini mit Retina, iPad 4. Generation, iPad Air oder iPad Touch vorausgesetzt. Schaut man in die schmucke Hülle hinein, freut einen neben dem attraktiven Miniatur-Formfaktor vor allem das vielversprechende Zubehör. Neben dem Ladekabel liegt ein textiler Transportbeutel mit Reißverschluss bei, der eine durchaus nette Angelegenheit ist und Wertigkeit verspricht. Dazu kommt eine transparente Kunststoffschale, die - auf die Oberseite geklickt - Sticks, Tasten und Silberlabel schützt. Der Clou: Nimmt man sie ab, kann man sie auch auf die Unterseite stecken und dem zarten Controller etwas mehr Hub geben. So liegt er selbst bei größeren Händen deutlich angenehmer zwischen den Fingern - und bei nicht ganz elf Zentimetern Breite sind das eigentlich fast alle Hände, die ich mir vorstellen kann.

Doch da gehen die Probleme schon los. Ob die nett gemeinte und theoretisch sinnvolle Kunststoffschale wirklich einrastet, ist sowohl auf der Ober- als auch der Unterseite offenbar reine Glückssache. Ein paar Mal habe ich es hinbekommen, aber die meiste Zeit verabschiedete sich das Stück Plastik schon, wenn man es nur schief anschaute. Ob die Schutzfunktion da gegeben ist, sei dann mal dahingestellt. Noch bevor man den leichten Controller also das erste Mal in Betrieb nimmt, macht er einen nicht ganz so wertig verarbeiteten Eindruck.

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Und der bestätigt sich dann auch, wenn man erst einmal loslegt: Es gibt im PC- und iOS-Zubehörbereich tatsächlich deutlich schwächer verarbeitete Produkte. Aber wenn man mit Konsolen aufgewachsen ist - mit Super Nintendo, GameCube oder PlayStation -, kennt man den mitleidigen Blick, den man für gewöhnlich den günstigeren Dritthersteller-Controllern zuwirft. Es ist das Gefühl von zu dünnem, zu leichtem Plastik, das ein hohl schleifendes Geräusch macht, wenn man mit den Fingern darüber fährt. Von Knöpfen, die zwar saubere Druckpunkte haben, die man aber lieber nicht zu feste quetschen möchte. An diesem Eindruck ändert auch der griffig gummierte Rand um den Controller herum nichts, wenn man ständig auf das billig wirkende Frontmaterial schaut. Viele Konkurrenzprodukte haben die gleichen Probleme, aber als Begleitartikel zu der wohl am saubersten verarbeiteten Familie Verbraucherelektronik macht sich das einfach nicht so gut.

SteelSeries Stratus Mobile Pad Seite 2 - Sticks, unterstützte Spiele, Wertung

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur  |  derbohn

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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