Sucker Punch erklärt den Performance-Boost von inFamous: First Light

Läuft mit einer höheren Framerate als Second Son.

In unserer Performance-Analyse zu inFamous: First Light haben wir vor kurzem eine interessante Entdeckung gemacht. Der Standalone-DLC läuft spürbar schneller als Second Son, alles in allem konnten wir eine Steigerung von 12 Prozent in unseren Tests ausmachen, die ihr weiter unten seht.

Gleichzeitig wollten wir auch herausfinden, warum das der Fall ist. Half der kleinere Umfang des Titels dabei, die Framerate zu erhöhen oder hat Sucker Punch einfach die Engine optimiert? Und sollte Letzteres der Fall sein, können diese Verbesserungen dann auch auf das Hauptspiel angewendet werden? Wir haben Sony und Sucker Punch diesbezüglich kontaktiert.

„Für First Light haben wir einige Optimierungen an unseren Shadern vorgenommen, die alles ein wenig beschleunigen", so die Entwickler. „Die zwei auffälligsten Verbesserungen betreffen einerseits die 'water ripple compute shader', andererseits die Art und Weise, wie wir 'normals' im G-Buffer encodieren/decodieren. Zusätzlich wirkt sich das Fehlen der umfangreichen DUP-Festungen aus Second spürbar aus."

inFamous nutzt auf der PS4 eine Physik-basierte Deferred-Rendering-Lösung für die Beleuchtung, bei der verschiedene Bestandteile einer Szene - darunter Materialeigenschaften und wie sie mit dem Licht interagieren - als Texturen in den Geometry Buffer gesteckt werden, bevor man sie rendert. Es scheint, dass die Optimierungen hier zu einer deutlichen Steigerung der Performance führen. Obwohl der Mangel an DUP-Festungen ohne Frage dabei hilft, die Framerate zu steigern, sehen wir im folgenden Video doch auch deutliche Performance-Boosts an Stellen, an denen diese Elemente nicht präsent sind.

Diese Tour durch Seattle zeigt, dass inFamous: First Light oftmals schneller läuft als Second Son in vergleichbaren Situationen. Wir wollten herausfinden, warum das so ist.

First Light Second Son
Niedrigste Framerate 33 FPS 28 FPS
Höchste Framerate 49 FPS 45 FPS
Durchschnittliche Framerate 40,36 FPS 35,92 FPS

Können diese Verbesserungen also auch auf das Hauptspiel angewendet werden? Theoretisch ja, aber der dazu nötige Aufwand macht es unwahrscheinlich.

„Ein Patch für Second Son ist unwahrscheinlich, da dieser dann rund 60 Prozent der Größe des Hauptspiels ausmachen würde - viele Gigabytes", erklärt Sucker Punch. „Das liegt daran, dass wir die Shader in die Stadtinhalte eingebettet haben, bei denen sie angewendet werden. Wir können nicht einfach die Engine patchen, damit sie diese Veränderungen übernimmt."

Profitiert das Spielerlebnis in First Light also gegenüber Second Son? Nun, alles in allem fallen die Auswirkungen eines 5-FPS-Boosts bei einem Spiel, das nicht mit einer festen Framerate läuft, aufgrund des variablen Updates nicht unmittelbar auf. Besonders spürbar ist es aber in den Bereichen, in denen die Engine eine hohe Leistung erbringen muss. First Light fällt weniger oft unter die 30-FPS-Marke als Second Son. Man merkt es auch, wenn man mit der optionalen 30-FPS-Beschränkung spielt. Das Geschehen fühlt sich dann konsistenter an als in Second Son.

Alles in allem mag der Effekt zwar eher subtil sein, ist aber gleichermaßen auch signifikant und verdeutlicht, welchen Einfluss Engine-Optimierungen auf die Performance haben können. Und abgesehen davon sieht man auch, wie schnell fähige Entwickler mehr aus der noch jungen PS4-Hardware herausholen können.

Hier seht ihr anhand einiger allgemeiner Gameplay-Ausschnitte die Performance von inFamous: First Light.

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Über den Autor:

Richard Leadbetter

Richard Leadbetter

Technology Editor, Digital Foundry

Rich has been a games journalist since the days of 16-bit and specialises in technical analysis. He's commonly known around Eurogamer as the Blacksmith of the Future.

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