Divinity: Original Sin verkauft sich über 500.000 Mal, Larian macht sich Gedanken über die Zukunft

'So viel dazu, dass sich rundenbasierte Fantasy-RPGs nicht verkaufen...'

Entwickler Larian Studios macht sich derzeit Gedanken über die Zukunft. Gleichzeitig feiert man die Tatsache, dass sich das Fantasy-RPG Divinity: Original Sin über 500.000 Mal verkauft hat.

„Unsere Schulden sind bezahlt und wir sind nun in der Gewinnzone", so Larian-Chef Swen Vincke in einem Blogeintrag.

„Obwohl nicht das ganze Geld auf unser Konto fließt, weil wir private Investoren mit an Bord hatten, hat es sich doch ausreichend gut verkauft, dass wir unser nächstes Projekt damit finanzieren können. Wir sind also ziemlich zufrieden mit der Performance."

„So viel dazu, dass sich rundenbasierte Fantasy-RPGS nicht verkaufen, Crowdfunding nicht funktioniert und ein Entwickler wie wir ohne die Hilfe eines erfahrenen Publishers kein Spiel auf den Markt bringen kann."

Letzten Endes stand man auch unter einem gewissen Druck, das Spiel zu veröffentlichen, obwohl man vermutlich noch länger daran gearbeitet hätte. „Aber es wurde uns klar, dass wir fertig werden mussten", schreibt er. „Es war kein Witz, dass alles wir alles auf eine Karte setzten."

Original Sin soll erst einmal noch für „einige Zeit" unterstützt werden, da man das Ganze als RPG-Grundgerüst für das nächste Projekt betrachtet. Man spielt mit Controller-Support für eine Big-Screen-Version mit Koop-Modus herum, will die Engine verbessern und neue Features hinzufügen.

Man will jedenfalls weiterhin seine „RPG-Mechaniken verbessern und stimmige Spielwelten mit hoffentlich neuen und innovativen Gameplay-Systemen basierend auf Old-school-Werten erschaffen", so Vincke. Zu diesem Zweck habe man zuletzt auch seine Mitarbeiterzahl erhöht.

Eine Crowdfunding-Kampagne für das nächste Spiel ist hingegen unwahrscheinlich.

„Derzeit tendieren wir dazu, nicht zu Kickstarter zurückzukehren. Nicht, weil wir für den Support der Kickstarter-Community nicht dankbar wären oder weil die ganzen Belohnungen für ein wenig zusätzliche Arbeit sorgten, sondern weil der Crowdfunding-Pool unserer Meinung nach begrenzt ist und von denen abgeschöpft werden sollte, die es wirklich brauchen."

„Da wir das nun können, sollten wir erst selbst investieren und dann schauen, ob wir zusätzliches Geld brauchen, um unsere Ambitionen zu verwirklichen. Nur dann macht es Sinn, über Crowdfunding nachzudenken."

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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