Elite: Dangerous verzichtet auf den geplanten Offline-Modus

Update: Braben äußert sich zu Kritik

Update (19.11.2014): Die Tatsache, dass Elite: Dangerous keinen Offline-Modus bieten wird, hat für einiges an Kritik von manchen Spielern gesorgt. Gegenüber Eurogamer hat sich David Braben nun nochmal ausführlich dazu geäußert.

“Kurz nachdem wir zu dem Schluss kamen, dass ein Offline-Modus nicht möglich ist, ohne das Spiel auf unakzeptable Art und Weise zu kompromittieren, haben wir das angekündigt“, so Braben. „Einige Leute haben das so interpretiert, dass es keinen Singleplayer-Modus gibt. Um das klar zu sagen: Ein Singleplayer-Modus ist vorhanden, er benötigt nur eine Internetverbindung.“

Man habe schon immer vorgehabt, aus diesem Spiel eine Fortsetzung in einer Online-Welt zu machen. Und als die Kickstarter-Kampagne stattfand, glaubte man noch, einen Offline-Modus realisieren zu können. Das war schlussendlich jedoch nicht der Fall und Braben gesteht ein, dass man vielleicht früher hätte darüber sprechen können. Jedwede Entscheidung sei aber „zum Wohle des Spiels“ getroffen worden.

“Wir haben ein Multiplayer-Spiel mit einer sich entwickelnden Geschichte produziert, die die Spieler mit einschließt, ebenso arbeiten Gruppen von Spielern gemeinsam an spezifischen Aufgaben und wir berücksichtigen das Verhalten aller Spieler. Darum geht es in diesem Spiel. Ohne das wäre es nicht dieses reichhaltige Spielerlebnis, das wir bieten werden und es wäre für alle eine Enttäuschung“, so Braben weiter.“

“Jedwedes Offline-Spielerlebnis würde sich einfach leer anfühlen. Wir könnten ein separates Missionssystem für eine begrenzte Zahl von Missionen schreiben, aber das wäre noch immer kein ansprechendes Spiel. Und es wäre nur der erste Schritt, denn es wäre sehr viel mehr Arbeit erforderlich.“

Das Spiel in seiner jetzigen Form mit einem Offline-Modus anzubieten, ist für die Entwickler schlicht „inakzeptabel“ und wäre mit zu viel Aufwand verbunden.

Eine schnelle Internetverbindung wird man Braben zufolge aber nicht benötigen. Er selbst habe den Singleplayer schon über eine Tethering-Verbindung im Zug und an anderen Plätzen ohne Probleme gespielt. Außerdem wolle man das Spiel weiter für solch schwierige Orte optimieren.

Dass sich die Spieler aber auch Sorgen im Hinblick auf die Stabilität der Server zum Launch machen, ist angesichts von Launch-Problemen bei Spielen wie SimCity oder Diablo 3 nur verständlich.

“Wir nehmen das sehr ernst. Wir haben einen fast ein Jahr langen externen Entwicklungsprozess durchlaufen und immer mehr Spieler für lange Zeit mit an Bord geholt. Unsere Server sind die gleichen wie die, die Amazon verwendet. Und sollte es nötig sein, kann man sie schnell aufstocken“, erklärt er. „Wenn es Probleme geben sollte, werden wir unser Bestes tun, um sie so schnell wie möglich zu lösen.“

Und dann ist da noch die Frage, was passiert, wenn die Server irgendwann einmal abgeschaltet werden sollten. Laut Braben will man regelmäßig Archive des Spiels und der Server anlegen, die man dann veröffentlichen könnte, wenn die Server jemals abgeschaltet werden. Eine Weiterentwicklung würde aber in dem Fall verständlicherweise nicht mehr stattfinden.

Originalmeldung (17.11.2014): Frontier hat einen zuvor für Elite: Dangerous geplanten Offline-Modus gestrichen.

Wie man jüngst in einem Newsletter erklärte, würde ein Offline-Modus das Spiel zu sehr einschränken und zu statisch werden lassen. Indem das Spiel online sei, könne man sich ständig darum kümmern und die Galaxie weiterentwickeln.

Ein Offline-Modus wurde zuvor unter anderem auch im Rahmen der Kickstarter-Kampagne erwähnt.

„Die Erkundung ist auch ein wichtiger Faktor. Und es ist wichtig, dass das, was ein einzelner Spieler erforscht, zu dem passt, was andere Spieler entweder im Single- oder im Multiplayer erforschen - eine komplexe, kohärente Welt. Und das ist etwas, was wir erreicht haben", so David Braben im Newsletter.

„Die Galaxie, Story und Missionen müssen übereinstimmen, was bedeutet, dass der Singleplayer-Modus sich von Zeit zu Zeit mit dem Server verbinden muss. Das hat aber den Vorteil, dass jeder an den Aktivitäten teilnehmen kann, die in der Galaxie passieren."

Nicht jeder in der Community sieht das aber so positiv. Manche Nutzer argumentieren etwa damit, dass ihnen durchaus von Beginn an klar gewesen sei, dass man sich mit einem Offline-Modus nicht im gleichen Universum wie andere Spieler aufhalten würde und dass es dadurch Einschränkungen gäbe.

„Das Problem ist, dass die Galaxie-Mechaniken auf den Online-Servern liegen", erklärt Executive Producer Michael Brookes. „Die Daten und Prozesse sind gewaltig und nichts, was man offline so umsetzen könnte, ohne unsere Vision beträchtlich einzuschränken. Glaubt mir, wir haben uns sicher nicht zusammengesetzt und uns überlegt, was die Leute am meisten aufregen würde! Es ist eine Entscheidung, die wir treffen mussten. Und das haben wir."

Elite: Dangerous erscheint am 16. Dezember 2014.

Links zu Angeboten und Anbietern auf dieser Seite können sogenannte Affiliate-Links sein. Mit einem Kauf über einen dieser Links unterstützt ihr Eurogamer.de. Wir erhalten vom Anbieter eine kleine Provision.

Zu den Kommentaren springen (8)

Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

Weitere Inhalte

Weitere Themen

Kommentare (8)

Die Kommentare sind nun geschlossen. Vielen Dank für deine Beiträge!

Verstecke Kommentare mit niedrigen Bewertungen
Sortierung
Threading