Chris Roberts über das nächste Jahr von Star Citizen: "Ein Spiel ohne Ziellinie"

Was uns 2015 erwartet.

Zum Jahresende hat sich Chris Roberts einmal mehr in einem "Letter from the Chairman"-Blogeintrag an die Fans von Star Citizen gerichtet und nicht nur 2014 in Zahlen und Daten Revue passieren lassen, sondern auch einen Ausblick auf 2015 gegeben. In diesem Rahmen bezeichnete er die Weltraumsimulation als "Spiel ohne Ziellinie", als "Lebensart, so lange die Community sich dafür begeistert".

Über das vergangene Jahr sei das Team von Star Citizen von 70 Leuten auf 180 angewachsen. Zusätzlich arbeiten extern 120 Designer über verschiedene Studios wie Illfonic, Behavious Interactive, Turbulence sowie unabhängige Auftragsentwickler an dem Spiel.

13,7 Petabytes an Daten luden die Fans 2014 von den Cloud-Imperium-Servern herunter - eine 13,7-fache Steigerung, was nicht verwunderlich ist, wenn man bedenkt, dass der Arena Commander erst seit diesem Jahr zu haben ist. Dennoch eine beeindruckende Zahl. Eine Millionen Stunden wurde das ehemals als Dogfight-Modul bekannte Testbecken für das Star-Citizen-Flugmodell und -Waffenbalancing gespielt. 20 Prozent davon im Mehrspielermodus.

Allein 2014 verdoppelte sich die Anzahl an Sternenbürgern, 33 Millionen Dollar kamen infolgedessen über das Crowdfunding hinzu. Bis dato hat sich Cloud Imperium 68,5 Millionen Dollar an Unterstützungsgeldern gesichert.

Und die Zukunft? Jeder, der sich im August 2013 das Hangar-Modul heruntergeladen habe und heute Arena Commander 1.0 spiele, könne Zeugnis über den großen Fortschritt ablegen, und darüber, wie sehr das Feedback der Community die Updates beeinflusst hätten, so Roberts. Das Spiel würde stetig besser und ausgereifter. Alleine mit dem letzten Update seien 15 neue Schiffe hinzugekommen. Schade, dass mein Freelancer immer noch nicht dabei ist.

Aber es liegt noch ein langer Weg vor Cloud Imperium und Co.

"Dies ist ein Projekt, das nicht nur von 300 Entwicklern gemacht wird, sondern eines, das von Hunderttausenden von Gamern mitgestaltet wird, die PC-Spiele lieben, die Space-Spiele lieben und die wollen, dass das Spiel richtig vollendet wird. Eines, das solche Tiefe und Ambition bietet, dass sie sich vorstellen können, über Jahre darin Abenteuer zu erleben", schreibt er.

"Wenn ich also einen Presseartikel lese, der in Frage stellt, ob wir all die versprochenen Features liefern können, um alle glücklich zu machen", fährt er fort, "oder wenn ich jemanden sehe, der sich nicht vorstellen kann, wie Star Citizen so eine Unterstützung erfahren kann, und ohne nachzuforschen zynische Schlussfolgerungen zieht, dann lächle ich einfach nur."

"Denn mit unserer Community und dem leidenschaftlichen, talentierten Team von Entwicklern kann ich mir nicht vorstellen, dass wir 'floppen', wie einige Blogger vorhergesagt haben. Nicht weil wir besser wären als alle anderen, sondern weil es ziemlich schwierig wäre, mit einem auf diese Weise entwickelten Spiel - im totalen Gleichschritt mit der Community - zu scheitern", so Roberts. "Werden wir jedermanns Traumspiel erschaffen? Natürlich nicht, das wäre unmöglich. Aber bei diesem Grad an Engagement und Iteration glaube ich, dass wir etwas Besonders erschaffen, in dem sich die Leute mit Freuden verlieren werden, auch wenn es nicht jedes einzelne Feature hat, das sie sich erträumt haben."

Star Citizen sei kein Sprint, nicht einmal ein Marathon. "Es gibt nicht einmal eine Ziellinie, wie es sie bei einem traditionellen Retail-Spiel gibt. Star Citizen ist eine Lebensart, so lange sich die Community dafür begeistert."

2015 sieht Roberts unterdessen als noch größeres Jahr an als 2014. Backer des Projekts werden das FPS-Modul erhalten, den ersten Ausblick auf die Ego-Shooter-Schlachten, die künftig in den blechernen Bäuchen von Raumschiffen und -stationen stattfinden werden. Erste "Tropfen des persistenten Universums" würden folgen, was seinen Anfang in dem "Planetside social module" nehmen werde. Der Arena Commander werde im Laufe des Jahres auch Schiffe mit mehrköpfiger Crew unterstützen und die erste Episode der Kampagne Squadron 42 soll ebenfalls erscheinen.

"2015 wird das Jahr, in dem das Spiel Form annimmt. Und es nimmt mit eurem Input Form an. Also, steigt ein und lasst uns wissen, was für euch funktioniert und was nicht."

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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