Japans Konsolenmarkt im Tiefflug: Niedrigster Umsatz seit 24 Jahren

Einzig Nintendo kann sich sehen lassen.

Das vergangene Jahr war für den japanischen Videospielemarkt das schwächste seit Jahren. Schwächere Absatzzahlen von Konsolen und Spielen auf physischen Datenträgern waren der Grund, wie Zahlen belegen, die die Famitsu (Übersetzung mit freundlichem Gruß vom NeoGAF) veröffentlicht hat.

Das ist insofern überraschend, als dass mit der PS4 und der Xbox One im Land der aufgehenden Sonne 2014 gleich zwei neue Konsolen an den Verkaufsstart gingen.

Dafür interessierte man sich aber weniger, wie die zehn bestverkauften Spiele für die vergangenen zwölf Monate zeigen. Bei acht davon handelt es sich um 3DS-Titel. Allgemein zeigt dies auch schon, wo der Hund begraben liegt: In Japan ist Gaming unterwegs - vor allem auch mit dem Smartphone - der vorherrschende Trend.

Level 5s RPG Yo-kai Watch 2 war mit etwas über 3 Millionen Einheiten am erfolgreichsten, dicht gefolgt von Pokémon Omega Rubin und Alpha Saphir, die 2,4 Millionen Mal über die Ladentheke gingen. Monster Hunter 4, Super Smash Bros. 3DS und Dragon Quest Monsters 2 waren ebenfalls Gewinner auf dem 3DS, während Mario Kart 8 und Super Smash Bros. Wii U die Heimkonsolenfahne hochhielten.

Insgesamt wurde letztes Jahr ein Umsatz von 369 Milliarden Yen (2,62 Milliarden Euro) durch Heimkonsolen- und Handheld-Hardware-Verkäufe generiert. Sieben Jahre zuvor waren es noch 688 Milliarden Yen (4,88 Milliarden), was einem Rückgang von 46 Prozent entspricht.

Der 3DS war folgerichtig mit 3,1 Millionen Einheiten das bestverkaufte Gerät, allein in Japan steht Nintendo mittlerweile bei fast 18 Millionen Verkäufen. Zwei Millionen dahinter war Sonys PlayStation Vita das zweiterfolgreichste dedizierte Spielgerät. 3,4 Millionen stehen ihrerseits zu Buche.

Die PlayStation 4 wollten im Launch-Jahr nur 925.000 Menschen haben, die Wii U 604.000. Die Xbox One kam immerhin auf fünfstellige Mengen: 45.900 Einheiten.

Die folgende Grafik der Famitsu zeigt die Umsatzentwicklung der vergangenen 27 Jahre:

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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