Minecraft droht in der Türkei offenbar ein Verbot, weil es „auf Gewalt basiert".

Wie Hürriyet Daily News (via Heise) berichtet, hat das Familienministerium die Gewaltdarstellung im Spiel untersucht.

Demnach erkenne man zwar durchaus an, dass Minecraft durch das Bauen von Objekten die Kreativität von Kindern steigern könne, aber dabei müsse man auch Horden feindlicher Kreaturen töten. "Kurz gesagt, das Spiel basiert auf Gewalt", heißt es.

Weiterhin befürchtet man, dass Kinder nicht zwischen realer Welt und Minecraft unterscheiden und denken könnten, dass "das Foltern von Tieren diesen nicht wehtun würde".

1

Als weitere kritische Punkte nennt man die Gefahr der „sozialen Isolierung" und etwaige Beleidigungen und Beschimpfungen im Multiplayer-Modus des Spiels. Daher habe man die dafür zuständigen Behörden angewiesen, ein Verbotsverfahren für das Spiel in die Wege zu leiten.

Zu diesen Resultaten kam man demnach anhand der Spielerfahrung eines neunjährigen Kindes.

Hürriyet Daily News zufolge ging es bei der Untersuchung ursprünglich um die Frage, ob Minecraft Gewalt gegen Frauen fördere.

Vielleicht können Kinder in der Türkei in Zukunft ja dann mit LEGO Minecraft spielen, sofern man das nicht auch gleich verbietet.

Anzeige

Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Editor, Eurogamer.de

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

Mehr Artikel von Benjamin Jakobs