Erste Details zu Star Wars: Battlefront

Endor, AT-ATs und mehr.

Im Rahmen der Star Wars Celebration haben EA und DICE erste Infos zu Star Wars: Battlefront verraten.

Dabei folgt man einem ähnlichen Ansatz wie JJ Abrams, der mehr Wert auf reale Sets und Objekte in seinen Filmen legt, als es etwa George Lucas bei der Prequel-Trilogie tat. In Battlefront ist natürlich alles virtuell, aber man schaut sich bei DICE die realen Objekte genau an - man hat unter anderem Zugang zum LucasFilm Art Archive und Skywalker Sound - und versucht die Sachen, die man ins Spiel übernehmen will, so genau wie möglich umzusetzen.

Dabei hilft den Entwicklern die Photogrammetry-Technik. Der Name kommt euch womöglich bekannt vor, denn eingesetzt wurde sie zum Beispiel schon in The Vanishing of Ethan Carter. Kurz gesagt: Damit lassen sich sehr detaillierte 3D-Modelle und Schauplätze anhand tausender Fotos als Referenz erstellen. Bei einer Präsentation zeigte man unseren englischen Kollegen detaillierte 3D-Modelle von Admiral Ackbar und Han Solos Blaster als Beweis dafür.

In einer kurzen Demo ging es auf den Waldmond Endor, auf dem sich Rebellenkämpfer herumtreiben, aber auch Soldaten des Imperiums mit Speeder Bikes, AT-ATs und AT-STs. Wie man Fahrzeuge steuert, wurde leider nicht gezeigt, zum Ende hin hatte aber auch Darth Vader mitsamt Lichtschwert einen Auftritt.

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Einer der Spielmodi heißt „Walker Assault" und die gezeigte Map ist laut Design Director Nuklar Fegraeus darauf ausgerichtet, die Speeder-Bike-Szenen aus Rückkehr der Jedi-Ritter nachzustellen. Eine Singleplayer-Kampagne wird es in Battlefront nicht geben, womit man schon mal Gerüchten vom Februar hinsichtlich einer langen Kampagne widerspricht.

Stattdessen gibt es eine Vielzahl an Missionen und Herausforderungen, die online und offline verfügbar sind. Sie konzentrieren sich auf wichtige Augenblicke aus den Filmen. „Es sind Szenen wie diese", sagt DICE' Patrick Bach. „Wir können nicht darauf hoffen, dass die Spieler die tatsächliche Schlacht exakt nachstellen, es geht hier mehr darum, die Idee dieser Schlacht zu vermitteln."

Im Spiel könnt ihr übrigens jederzeit zwischen First- und Third-Person-Modus wechseln, was Veteranen der Serie (mich eingeschlossen) glücklich machen dürfte. Ebenso möchte DICE, dass die Spieler ihre Charaktere so umfangreich wie möglich individualisieren können, etwa in puncto Ausrüstung, Waffen und Fähigkeiten.

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„Ihr werdet nicht in der Lage sein, Darth Vader einen rosafarbenen Umhang zu verpassen", sagt Bach. „Das wäre für uns zwar einfach umzusetzen und einige Leute würden das sicher witzig finden, aber es wäre nicht authentisch."

Als Beispiel dafür nennt man etwa verschiedene Köpfe für unterschiedliche Spezies. Das sei etwas, was die Fans wollen und das zugleich auch dem entspreche, wofür Star Wars steht. „Wir achten sehr genau darauf. Wir wollen das schützen, wofür Star Wars steht", fügt Bach hinzu.

Ebenso erfreulich ist die Bestätigung eines lokalen Zwei-Spieler-Splitscreen-Modus. Was die Spielmodi an sich betrifft, gibt es verschiedene Varianten mit unterschiedlichen Spielerzahlen - von klein bis groß mit bis zu 40 Spielern. Ob es Weltraumschlachten geben wird, ist unklar. Zumindest die bisher bestätigten Maps spielen alle auf Planetenoberflächen. DICE zufolge gibt es zwar Dogfights zwischen TIE Fightern und X-Wings über dem Wald von Endor, aber wie umfangreich das alles ausfällt, bleibt wohl erst mal abzuwarten.

Bestätigt wurde darüber hinaus, dass der Wüstenplanet Jakku - zu sehen im aktuellen Trailer zu Episode 7 - im Fokus eines kostenlosen DLC-Pakets stehen wird, das jedem Käufer von Battlefront zur Verfügung stehen wird. Erhältlich ist es ab dem 8. Dezember 2015 beziehungsweise ab dem 1. Dezember für Vorbesteller.

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„Jakku ist sehr interessant, denn das, was ihr in Episode 7 sehen werdet, ist das Resultat der Schlacht um Jakku. Ihr werdet sie dort nicht selbst sehen, sondern nur das, was davon übrig bleibt", so Bach. „In Star Wars: Battlefront könnt ihr sie aber spielen und zeitlich gesehen findet sie kurz nach Die Rückkehr der Jedi-Ritter statt."

Neben Jakku und Endor wurden auch Hoth und Sullust als Schauplätze bestätigt, unseren englischen Kollegen zufolge könnten andere Artworks und Renderings zum Beispiel Planeten wie Mustafar andeuten. Ob man sich bei etwaigen DLC-Paketen von den einzelnen Filmen inspirieren lässt, wollte Bach nicht sagen.

Auch spricht man bislang nicht über das System, welches dafür sorgt, dass ihr die Kontrolle über Darth Vader oder andere Helden und Schurken übernehmen könnt. Ebenso äußerte man sich nicht dazu, wie man ikonische Fahrzeuge wie den Falken bekommt oder wie Nemesis- oder Killstreak-Boni genau funktionieren.

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Bleibt schlussendlich noch eine Frage: Wird Battlefront einfach ein Battlefield-Klon? „Bei dieser ganzen Sache geht es um zwei Dinge. Erstens: Es heißt aus gutem Grund Star Wars: Battlefront", sagt Bach. „Wir kehren zu den Wurzeln und dem ursprünglichen Ethos zurück."

„Und zweitens ist es Star Wars und wir arbeiten mit LucasFilm daran. Wir haben die Möglichkeit, gemeinsam mit ihnen daran zu arbeiten. Es ist eine wirklich enge Zusammenarbeit. Wir stehen täglich mit ihnen in Kontakt, sie genehmigen Dinge, wir diskutieren mit ihnen. Wir arbeiten wirklich eng zusammen."

Die richtige Antwort wäre vermutlich, dass es weder ein Battlefield-Klon ist noch die alten Battlefront-Teile eins zu eins kopiert. Natürlich übernimmt man gewisse Dinge, weil sie „fantastisch sind und die Leute sie wollen", aber andere Sachen löst man auch anders, „weil es zur Marke passt und zu dem, wofür Star Wars steht".

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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