Update (27.04.2015): Über die Möglichkeit, Mods im Steam Workshop zu verkaufen, wird fleißig diskutiert. Einige sehen es positiv, andere negativ, wiederum andere reagieren mit Taten darauf.

Tripwire Interactive hat beispielsweise die Lizenzvereinbarung von Killing Floor 2 aktualisiert (via PCGamesN) und untersagt darin nun den Verkauf von Mods - jedwede Modifikation für das Spiel muss umsonst angeboten werden.

“Eure Mods müssen kostenlos angeboten werden. Punkt“, heißt es. „Weder ihr noch eine andere Person oder Gruppe dürfen sie ohne schriftliche Zustimmung von Tripwire Interactive an irgendjemanden verkaufen, sie für kommerzielle Zwecke verwenden oder Geld von jemandem dafür verlangen.“

Ansonsten hat man aber kein Problem damit, wenn sie anderen Spielern via Internet, auf Discs von Magazinen oder auf andere Art und Weise kostenlos zugänglich gemacht werden.

Garry Newman, der Schöpfer von Garry's Mod, sieht das Ganze hingegen eher positiv.

“Dieses ganze Thema ist ziemlich verrückt. Eine Menge Leute wissen nicht, was sie davon halten sollen“, schreibt er in einem Blogeintrag.

“Es sollte euch nicht großartig überraschen, dass ich absolut dafür bin. Ich verkaufte einst eine Mod und alle waren verärgert darüber, bis sie dadurch jedoch ein sehr viel besseres Produkt erhielten, als es bei einer kostenlosen Veröffentlichung möglich gewesen wäre. Dann schienen sie sich wieder etwas zu beruhigen.“

“Dadurch konnte ich mir mittlerweile zehn Jahre lang eine Karriere aufbauen, zwei Häuser und einige Autos kaufen. Und ich gründete eine Firma, die über 30 Mitarbeiter eingestellt hat.“

Nichtsdestotrotz hält der den Umsatzanteil, den Spieler bei Skyrim erhalten - 25 Prozent - für unfair. Er glaubt aber ebenso, dass sich dies mit der Zeit bessern wird und auch die Spieler selbst haben andere Möglichkeiten.

Niemand werde gezwungen, für Mods zu bezahlen, die man nicht haben will und auch der Markt werde vermutlich die richtige Balance in puncto Kosten für die Mods finden.

Und was, wenn man als Kind oder Jugendlicher kein Geld dafür hat? So lautet eine Frage, die er in seinem Blogeintrag stellt. „Dann findet einen anderen Weg, um sie euch zu beschaffen“, schreibt er. „Das haben wir alle getan, als wir noch jung waren und kein Geld hatten.“

“Valves Aufgabe besteht darin, es auch vorteilhafter zu machen, solche Sachen nicht auf andere Art und Weise zu besorgen.“

Originalmeldung (24.04.2015): Modder können im Steam Workshop künftig auch ihre Mods, Maps, Items und was auch immer verkaufen.

Seine Premiere feiert dieses Feature in Bethesdas Rollenspiel Skyrim, das an diesem Wochenende kostenlos gespielt werden kann.

Der jeweilige Anbieter muss diese Option für sein Spiel aber erst mal erlauben, daher ist es nicht automatisch bei allen Spielen möglich. Und es ist auch komplett optional. Modder können ihre Werke weiter kostenlos anbieten, alternativ verlangt man dann eben nach einem festen Preis oder lässt Nutzer das zahlen, was sie wollen.

Bei Skyrim-Inhalten erhalten die Modder einen Umsatzanteil von 25 Prozent Wie Gamasutra anmerkt, legen die Publisher beziehungsweise Entwickler fest, wie hoch dieser Anteil ausfällt.

Das ist zumindest den aktualisierten Nutzungsbedingungen des Workshops zu entnehmen.

„Die Höhe der prozentualen Beteiligung am bereinigten Bruttoumsatz, auf die Sie Anspruch haben, wird vom Entwickler/Herausgeber desjenigen Anwendungs-Workshops bestimmt, in dessen Rahmen Sie Ihren Spielbeitrag eingesendet haben, und wird auf der betreffenden Workshop-Seite definiert", heißt es.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Editor, Eurogamer.de

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.