Gabe Newell äußert sich zum Verkauf von Mods über den Steam Workshop

Der nächste Schritt.

Die Möglichkeit, Mods über den Steam Workshop zu verkaufen, sorgt für gespaltene Meinungen. Nun hat sich Gabe Newell selbst auf Reddit dazu geäußert.

„Wir betrachten Steam als eine Sammlung nützlicher Werkzeuge für Kunden und Content-Entwickler", schreibt er. „Beim Steam Workshop hatten wir bereits den Punkt erreicht, an dem die Community ihren liebsten Entwicklern mehr zahlt, als sie bekommen würden, wenn sie einen traditionellen Job als Spieleentwickler hätten."

„Unserer Ansicht nach ist das ein wirklich guter Schritt. Die Option, dass Mod-Entwickler bezahlt werden, erschien uns als eine gute Erweiterung dieses Gedankens."

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Kritiker argumentieren, dass das bisherige System gut funktioniert hat und Entwickler schon jetzt auf vielerlei Art und Weise von ihren Werken profitiert haben.

„Wir fügen einen neuen 'zahlt was ihr wollt'-Button hinzu, bei dem der Entwickler selbst den Startbetrag bestimmen kann", so Newell dazu.

Wenn Geld im Spiel ist, stellt sich natürlich auch die Frage nach Urheberrechten. Eine Skyrim-Mod wurde etwa bereits entfernt, weil deren Entwickler sie zum Verkauf anbot, aber ohne Erlaubnis die Animation eines anderen Modders nutzte. Ebenso wäre es durchaus denkbar, dass Mod-Entwickler zur Rechenschaft gezogen werden könnten, wenn sie ein zuvor kostenpflichtiges Projekt aufgeben und es mit einer dann folgenden, neueren Version eines Spiels nicht mehr funktioniert.

„Skyrim ist ein großartiges Beispiel für ein Spiel, das enorm von Mods profitiert hat", schreibt Newell. „Die Möglichkeit, für Mods zu bezahlen, soll dafür sorgen, dass mehr in qualitativ gutes Modding investiert werden kann. Es soll ihm nicht schaden."

Weiterhin betont er, dass auch viele Valve-Mitarbeiter aus der Mod-Szene kommen und auf diese Art und Weise ihren Weg in die Industrie fanden. Er bestreitet, dass Valve das einfach nur deswegen macht, weil man „böse" sei und mehr Geld verdienen will.

„In vielen Kommentaren geht es um Valves Motivationen und Absichten. Die einzige Möglichkeit, diese glaubwürdig zu vermitteln, sind langfristige Aktionen gegenüber der Community. Es gibt keine Abkürzung dafür."

„Nehmen wir mal für einen Moment an, wir wären unglaublich geldgierig. Bislang haben die Mods einen Gesamtumsatz von 10.000 Dollar erzielt. Das sind rund ein Prozent der Kosten für die zahlreichen E-Mails, die Valve-Angestellte im Zuge dessen erhalten haben (ja, das Internet zu verärgern, kostet einen ein paar Millionen in ein paar Tagen)."

„Das wäre nicht unglaublich geldgierig, sondern unglaublich dumm. Ihr braucht schon eine stärkere 'Valve ist böse'-Hypothese", so Newell.

Ihm zufolge wird Valve weiterhin alles im Auge behalten und Anpassungen vornehmen, wenn es nötig sein sollte.

„Unser Ziel besteht darin, das Modding für Entwickler und Spieler besser zu machen. Wenn etwas dabei nicht hilft, verschwindet es. Derzeit bin ich mehr optimistisch, dass beide Seiten davon profitieren werden, aber wir sind immer datengetrieben."

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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