Nintendo erzielt das erste Mal seit drei Jahren wieder Gewinn

Wii U 9,5 Millionen Mal verkauft.

Wie Nintendo bekanntgibt, hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 2014 wieder einen Profit erzielt. Das letzte profitable Jahr war das Geschäftsjahr 2010.

In den letzten zwölf Monaten wurden 41 Milliarden Yen (302,6 Mio. Euro) Gewinn eingefahren. Im Vorjahr standen zu diesem Zeitpunkt noch 23 Milliarden Yen (169,7 Mio. Euro) Verlust zu Buche.

Hauptverursacher dürfte der Nintendo 3DS gewesen sein, der im Geschäftsjahr 2014 samt 2DS und New 3DS 9 Millionen Käufer fand. Allerdings bestätigte Nintendo, dass die Verkäufe des 3DS im Vorfeld des New-3DS-Starts nicht anzogen, wie erwartet. Das neue Modell sieht Nintendo nach einem "guten Start und anhaltenden Verkäufen" aber auf dem richtigen Weg.

Es überrascht allerdings nicht, dass die Wii U mal wieder hintenan ist. Trotz eines starken Jahres in Sachen Spiele, wollten nur 3,6 Millionen Käufer in diesem Jahr zur Konsole mit dem Tablet-Controller greifen. Die Verbreitung des Geräts insgesamt liegt bei 9,54 Millionen Einheiten.

Angesichts der Tatsache, dass Sony erst kürzlich mit über 22 Millionen verkauften PS4s in nur eineinhalb Jahren prahlen konnte, kein schönes Bild.

Besser sieht es aufseiten der Software aus: Mario Kart 8 ging 5,11 Millionen Mal über die Ladentheke, die Pokemon Remakes Omega Rubin und Alpha Saphir knackten beinahe die zehn Millionen-Grenze (9,94 Millionen Einheiten). Super Smash Bros. auf dem 3DS kam auf 6,75 Millionen, während das Wii-U-Gegenstück 3,65 Millionen Abnehmer fand.

Genaue Zahlen zu den Amiibo-Verkäufen bleibt Nintendos Finanzbericht schuldig. Wir können uns aber des Eindrucks nicht erwehren, dass die Chip-bewehrten Spielzeuge ebenfalls zu einem erfolgreichen Jahr 2014 beigetragen haben.

Für das Geschäftsjahr 2015 prognostiziert Nintendo 7,6 Millionen verkaufte 3DS und weitere 3,4 Millionen Wii Us, ebenso erwartet man, in der Gewinnzone zu bleiben.

Und warum auch nicht, mit Xenoblade Chronicles X, Splatoon, Yoshi's Woolly World und dem Mario Maker ist das Wii-U-Portfolio attraktiv, während ein neues Fire Emblem auf dem 3DS vielleicht nicht unbedingt Pokemon ersetzt, aber definitiv ebenfalls einen guten Prozentsatz der über 50 Millionen 3DS-Besitzer reizen dürfte.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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