Man kennt das ja: Das neue Schwert beim Händler kostet mehr, als die eigenen Finanzen zulassen. Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Im Folgenden ein kleiner Guide mit Tipps und Beispielen, wie ihr in The Witcher 3 schneller mehr Kronen verdienen könnt. Der einfache Weg zum endlosen Reichtum ist noch nicht dabei, aber ein paar tausend Kronen pro Stunde sind bestimmt auch nicht übel.

Plündern und verkaufen

Der erste Tipp ist so simpel, wie er klingt, besonders zu Beginn: Sammelt alles ein, was irgendwo herumliegt, und verkauft es bei Händlern. Plündert jede Leiche, die euch in die Quere kommt, nehmt so viel mit, wie in eure Taschen passt, und verhökert den Kram, ob Schwerter, Rüstungen, Stiefel, Halsketten oder was auch immer. Gerade im ersten Gebiet des Spiels, Weißgarten, wenn man noch nicht viel hat, ist dieser Kreislauf mit etwas Zeitaufwand sehr lohnend, vor allem da man ohnehin bei fast jeder Leiche einige Münzen findet.

Beachtet: Nicht jeder Händler kauft euch offenherzig jeden beliebigen Gegenstand ab. Rüstungen und Schwerter werdet ihr in der Regel bei Schmieden los, egal welcher Art. Ein Rüstungsschmied interessiert sich durchaus auch für Waffen - und umgekehrt. Kräuterkundige werdet ihr mit einem Überschuss von Banditen geplünderter Äxte keine müde Krone abknöpfen können. Kaufmänner, die man auf Reisen trifft, haben oft ein universelles Angebot, also von allem ein bisschen, erwerben vieles, verfügen jedoch selten über große Geldmengen.

Was zum nächsten wichtigen Punkt führt: Jeder Händler hat nur begrenzte finanzielle Mittel, die ihr im Handelsfenster auf seiner Seite seht (Händlerfenster ist das rechte). Sind es weniger Kronen, als der Gegenstand, den ihr verkaufen möchtet, wert ist, kommt kein Handel zustande.

Ein anständiger Händler, mit dem man recht schnell viel Geld erwirtschaften kann, ist der Rüstungsschmied in Novigrad, dessen Shop man beim Platz des Hierarchen findet. Er verfügt über knapp 3000 Kronen und kauft euch Waffen sowie Rüstungen ab. Verkloppt so viel Zeug, bis er kein Geld mehr übrig hat, rastet etwas mehr als 24 Stunden vor seinem Laden und schon ist er wieder liquide.

Wiederholt diesen Ablauf so lange, bis ihr den gewünschten Betrag zusammen oder schlicht keine Items zum Verkaufen mehr habt.

Vergleichen hilft: Beim Platz des Hierarchen in Novigrad gibt euch der Kaufmann in der Nähe des Scheiterhaufens für eine goldene Perlenkette 179 Münzen, der Schmied dagegen nur 169 und ein anderer Kaufmann sogar nur 142. Mit ein wenig Geduld kann man so deutlich mehr Prozente herausschlagen.

Beachtet: Unter „Andere Gegenstände" (Reiter ganz rechts im Inventar) legt das Spiel in der Regel „Plunder" ab. Darunter befinden sich oft Ketten, Ringe, Kerzenleuchter, Teekannen, Becher und andere Alltagsgegenstände, unter anderem auch Tierfelle. All diese Items könnt ihr entweder in Handwerkszutaten zerlegen lassen oder in bare Münze umwandeln. Für eine goldene Saphirkette bekommt ihr schnell mal um die 150 Kronen, für 15 Wolfsfelle mehr als 250. Gerade Felle sind nichts Seltenes in dem Spiel, angesichts der vielen Bestien, die man auf dem Weg von A nach B niedermetzelt. Schaut regelmäßig in diesem Reiter vorbei und verscherbelt, was ihr nicht in Handwerkszutaten zerlegen möchtet.

Oren und Floren eintauschen

Kronen sind das Hauptzahlungsmittel, aber es gibt in der Spielwelt noch andere Währungen. Zum Beispiel Oren in Weißgarten oder Floren. Diese Münzen wandern beim Einsammeln nicht automatisch in Geralts Geldbeutel, sondern werden unter „Andere Gegenstände" angezeigt, im Inventar-Reiter ganz rechts.

Marschiert damit zur Vivaldi-Bank am Platz des Hierarchen in Novigrad. Ein alter Bekannter namens Vimme Vivaldi macht hier seine Geschäfte. Er tauscht einen Floren gegen drei Kronen ein; Oren gehen im Verhältnis 1:1 über die Theke. Heißt: Wenn ihr 600 Floren + 100 Oren in der Tasche habt, erhaltet ihr 1900 Kronen. Wer nicht wenigstens ab und zu im Reiter „Andere Gegenstände" nach dem Rechten sieht, läuft Gefahr, glatt zu verpassen, welche Reichtümer dort ungenutzt Staub ansetzen.

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Hexeraufträge

Natürlich wird der weißhaarige Hexer fürs Erfüllen nahezu jeder Quest mit barer Münze entlohnt, egal ob Hauptmission, Nebenaufgabe, Schatzsuche oder Hexerauftrag. Doch besonders Letztere sind sehr lohnend. Sie dauern oft nur wenige Minuten - je nachdem, mit welcher Stufe ihr sie angeht - und bringen euch eine Grundbelohnung zwischen etwa 200 und 400 Kronen ein. Nicht schlecht für eine Monsterjagd.

Das Schöne: Vor jedem Hexerauftrag könnt ihr mit dem Auftraggeber verhandeln und so eine On-Top-Belohnung rausschlagen, wenn ihr nicht zu gierig seid. Zwischen zehn und zwanzig Prozent kann Geralt meist problemlos fordern, ohne den Gesprächspartner zu verstimmen. Liegt die Grundbelohnung also bei 267 Münzen, kann man gut und gern über 300 vereinbaren.

Ihr solltet aber definitiv vor jeder Verhandlung einen Spielstand anlegen. Seid ihr zu forsch, wird der Auftraggeber langsam mürrisch, bis er sich auf gar keine Verhandlung mehr einlässt. Ihr müsst dann nehmen, was er euch zugesteht. Auch könnt ihr nach erfolgreichem Verhandeln keinen zweiten Versuch mehr wagen. Wer 300 Münzen rausschlägt, muss sich damit zufrieden geben. Im Zweifelsfall Spielstand laden und erneut probieren.

Für den Abschluss einer Monsterjagd gibt es nicht selten eine Trophäe, die ihr aus dem Leichnam herausschneiden könnt. Abgesehen von den netten Effekten (etwa 5% Zusatzerfahrung bei Monstern oder 10% Chance auf Verstümmelung des Gegners) kann man diese Trophäen auch für gutes Geld verkaufen.

Personen in Not

Beim Herumstreifen in der Spielwelt kommt Geralt hin und wieder zu Orten, die als „Personen in Not" auf der Karte vermerkt werden. Das Prinzip ist einfach: Diese bedauernswerten Leute wurden in Käfige gesperrt, und nur wer den Anführer der Banditen erledigt, bekommt den Schlüssel. Befreit ihr zum Beispiel einen Händler aus seiner Misere, kann es gut sein, dass er euch fortan einen permanenten Rabatt auf seine Waren anbietet. So spart ihr beim nächsten Einkauf automatisch, indem ihr einfach weniger ausgebt.

Pferderennen und Faustkämpfe

The Witcher 3 hat zwei Quest-Reihen, in denen es um Pferderennen und Boxkämpfe geht. Beides sind hervorragende Möglichkeiten, sich schnell mit Münzen einzudecken.

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In den Rennen an sich gibt es gar nicht mal so viele Kronen zu gewinnen (in allen drei Krähenfels-Rennen etwas um die 380, wenn man Höchstwetten auf sich selbst abschließt), allerdings kann man die Ausrüstung gut gebrauchen. Ihr gewinnt beispielsweise bessere Satteltaschen für Plötze, die beim Anlegen automatisch die Menge der mitführbaren Items erhöht. So könnt ihr mehr tragen (bis zu 160 Einheiten!) und im Anschluss auch mehr verkaufen. Minderwertige Pferdeausrüstung lässt sich ebenfalls prima in Kleingeld verwandeln.

Die Quest-Reihe „Fliegende Fäuste" zieht sich durch alle Teile der Spielwelt, wird euch also durch Velen ebenso begleiten wie durch Novigrad und Skellige. Ein Boxkampf dauert oft keine Minute und kann euch zwischen 100 und 300 Kronen einbringen, je nachdem, wie viel ihr auf euch gesetzt habt und wie weit ihr auf dem Weg zum Championtitel bereits gekommen seid. Wer den Konter beherrscht, sollte selbst mit höheren Gegnern kaum Probleme haben. Schließt ihr die Quest-Reihe ab, freut sich der Geldbeutel.

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Über den Autor:

Sebastian Thor

Sebastian Thor

Redakteur - Eurogamer.de

Steht auf Bier und Bloodsport. Mag weiche Sofas und verliert sich gern in Gedanken an dies und das. Seit 2014 bei Eurogamer dabei. Nervt seine Kollegen mit Satzzeichen und solchen Dingen. Kümmert sich um das wundervolle Rock, Paper, Shotgun, und das solltet ihr ebenfalls.

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