Im Gespräch mit dem kanadischen Radiosender Edge hat BioWares David Gaider ein paar Informationen über die Entwicklung der Dragon-Age-Reihe ausgeplaudert.

Ihm zufolge war sich das Team nicht sicher, ob es jemals die Chance bekommen würde, eine Fortsetzung zu entwickeln. Für BioWare war Dragon Age eine von zwei neuen IPs, nachdem man zuvor überwiegend mit Lizenzen arbeitete.

„Damals war unsere Vorstellung, dass Dragon Age: Origins vielleicht für sich alleine stehen muss. Jade Empire hat zum Beispiel nie eine Fortsetzung erhalten", so Gaider.

„Damals erschien es uns also nicht so unrealistisch, dass dies vielleicht unsere einzige Chance bei dieser speziellen Geschichte sein könnte. Idealerweise wäre unsere Hoffnung, dass wir Dragon Age: Origins veröffentlichen und es erfolgreich wäre. Aber wir wussten es nicht."

„Dann erschien Dragon Age: Origins und es war ein großer Hit. Aber damals war das für uns keine garantierte Sache. War das vor dem ersten Herr der Ringe-Film? Davor oder vielleicht zur gleichen Zeit. Aber vor Herr der Ringe dachte glaube ich kaum jemand, dass traditionelle Fantasy einen großartigen kommerziellen Erfolg haben könnte."

Diese Denkweise hatte wiederum Einfluss auf den Epilog: „Der Epilog von Dragon Age: Origins existierte, weil wir uns anfänglich nicht sicher waren, ob wir ein zweites Spiel machen könnten. Das alles kam spät ins Spiel. Es wurde schnell zusammengesetzt [...]"

Schlussendlich stellte man sich damit selbst vor einige Probleme, weil man teils weit in die Zukunft blickte und sich nun Gedanken darüber machen musste, ob man diese Ausblicke berücksichtigt oder nicht.

Das führte so weit, dass laut Gaider bei einer Geschichte schon mal jeder Aspekt passte, nur mit einem der Epiloge von Dragon Age: Origins war er nicht wirklich kompatibel. „Dann denkt man sich: Verdammt nochmal, Dave! Warum hast du das geschrieben?"

Als Beispiel dafür nennt er Cullens spätere Abenteuer und Erlebnisse in Orzammar.

„Man sitzt da, hat all diese Epiloge vor sich und fragt sich, wie man jeden einzelnen davon berücksichtigen kann. Wow. Damals habe ich das wirklich nicht gründlich durchdacht."

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Editor, Eurogamer.de

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.