gamescom angeschaut: Deus Ex: Mankind Divided

Der richtige Ansatz für einen Nachfolger.

Was ist das überhaupt?

Der direkte Nachfolger zum erfolgreichen Deus Ex: Human Revolution, in dem ihr für jede Mission wieder verschiedene Wege und Spielstile wählen dürft.

Warum sollte es mich interessieren?

Weil Mankind Divided sehr interessante Fragen aufwirft und die Konsequenzen aus dem Vorgänger direkt aufgreift, um sie vielschichtig zu untersuchen. Personen mit kybernetischen Augmentationen werden nach den Ereignissen aus Human Revolution als Freaks geächtet und ihre fehlerhaften Erweiterung sorgen überall für plötzliche Tode. Selbst Hauptcharakter Adam Jensen steht zwischen den Fronten. Zwar besitzt er ebenfalls Augmentationen, ist aber nicht den gleichen Gefahren der normalen Bevölverung ausgeliefert, die sich für Operationen entschieden haben.

In diesem Setting sollen auch die Antagonisten wesentlich interessanter sein und nicht als zweidimensionale Bösewichte dargestellt werden. „Ja, im Spiel werden sie Terroristen genannt", erklärt Gameplay-Director Patrick Fortier, „aber für uns sind sie keine einseitigen Fieslinge. Sie haben komplexe Motivationen und verständliche Gründe für ihr Handeln. Wir möchten es dem Spieler selbst überlassen, wie er diese Figuren und ihre Entscheidungen wertet".

Was kann noch schiefgehen?

Obwohl ich großes Vertrauen in die Entwickler habe und sie mit Human Revolution bereits ein fantastisches Spiel abgeliefert haben, können bei derart ambitionierten Projekten schnell Probleme auftauchen. Wie gut agiert die KI im fertigen Spiel? Welchen Einfluss hat man als Spieler auf den Handlungsverlauf? Gibt es für jeden Spielstil in jeder Situation genügend Möglichkeiten oder verläuft es sich in ähnlichen Engpässen wie bei den Bosskämpfen des Vorgängers? Das sind Fragen und Sorgen, die uns erst das fertige Spiel beantworten kann.

Wie wird es denn?

Auch Mankind Divided wird die gleiche Mixtur aus Action und Schleichen haben. Dabei ist euch selbst überlassen, wie ihr in den Missionen vorgeht. Wollt ihr ungesehen bis ans Ziel kommen und dabei niemanden töten? Oder lieber als Cyber-Rambo alles zerschießen? Vielleicht auch eine gesunde Mischung aus beiden Varianten? Ihr entscheidet und je nach Wahl stehen manchmal vollkommen neue Optionen zur Auswahl.

„Bist du ein paar Aufträge zuvor in das kleine Gebäude eingebrochen und hast ein bestimmtes Item aufgesammelt? Dann kannst du später einen Weg wählen, der allen anderen vorenthalten bleibt", sagt Fortier und spricht über die problematische Integration von Entscheidungen. „Natürlich wird es wieder Situationen geben, in denen du offensichtlich eine Entscheidung triffst. Aber manchmal beeinflusst du den späteren Ablauf, ohne es zu wissen. Beispielsweise kannst du einen der Fraktionsführer erreichen, indem du sein gesamtes Lager in die Luft jagst. Schaffst du es allerdings, niemanden auf dem Weg zu ihm umzubringen, reagiert er wesentlich freundlicher und dir stehen andere Dialoge zur Verfügung."

Genau das finde ich so interessant an Mankind Divided. Wenn ich mir nie sicher sein kann, ob eine bestimmte Handlung unvorhersehbare Konsequenzen haben könnte, fühlt sich der Durchgang wesentlich persönlicher an. Hoffen wir mal, dass sie es auch so gut umsetzen können.

Wann kommt es und für was?

2016 für PS4, Xbox One und PC.

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Über den Autor:

Björn Balg

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Redakteur

Freier Autor und wahrscheinlich der letzte Mensch ohne einen Facebook-Account. Liebt Trash und verbringt zu viel Zeit mit dem Ansehen von Katzenvideos.

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