RGB, HDMI und Scaler - Wie man alte Retro-Konsolen richtig anschließt

So bekommt ihr auch auf neuen TVs das gute, alte Feeling

Kurz gefragt: Schon mal eine alte Konsole an einen neuen TV angesteckt? Sieht nicht so gut aus, oder? Furchtbar vielleicht, eigentlich sogar viel schlechter, als es damals auf einem guten alten Röhren-TV der Fall war, und das ganz ohne den rosa Schleier unbewältigter Vergangenheit? Nun, es ist wirklich nicht nur eure Erinnerung, die euch das vorgaukelt, es ist leider wirklich und ganz real so, dass ein Super Nintendo oder sogar eine PS2 an eurem 1000-Euro-Flachbildmonster einfach nicht so gut aussieht wie zu Zeiten der Röhre.

Das hat ganz simple und handfeste Gründe, die sich einfach zusammenfassen lassen: Technik, die füreinander gemacht wurde, funktioniert auch besser im Zusammenspiel. Moderne HDTVs mit teilweise jetzt schon 4K sind mit 1080p-Konsolen, Blu-ray und digitalem HD-Fernsehen im Hinterkopf entworfen worden. Dass jemand seine 20 Jahre alte Spielkonsole da anschließt, wurde zwar nicht ausgeschlossen, aber weitestgehend vernachlässigt, wenn es um die Optimierung des Bildes geht. Die drei entscheidenden Auflösungen sind im Retro-Bereich 240p, 480i und 480p, und alle diese spielen für den heutigen Normalnutzer keine Rolle mehr. Dementsprechend lassen sich solche Geräte zwar in der Regel problemlos anschließen, aber die Technik dahinter, die das Bild auf die Auflösung des TV bringt, also 1080p oder mehr, ist sehr, sehr preiswert gehalten.

Die Lösung des Problems hat viele Details und Ansätze und es kann teuer werden, wenn ihr wirklich detailversessen sein solltet. Oder aber ihr macht es euch einfach und geht so richtig retro:

Der gute, alte Röhrenfernseher

Ihr werdet vielleicht lachen, aber es ist nun mal der einfachste und billigste Weg. Bringt die Technik wieder zusammen, die zusammen gehört. Sicher, 70 oder 80 cm sind hier das Höchste der Gefühle, das entspricht nicht mal 30 Zoll, eine Größe, die heute kaum noch verkauft wird, weil es den meisten zu klein ist. Aber wenn ihr es einfach so haben wollt wie damals, dazu den Platz für eine "alte" Spielecke aufbringen könnt, dann seid doch einfach authentisch.

Einen neuen Röhrenfernseher zu kaufen ist dabei gar nicht mal so einfach. Amazon hat zum Beispiel genau 0 Geräte im Angebot. Wenn Otto, das Amazon der Generation 50+, einen haben sollte, dann haben sie ihn sehr gut versteckt. Also Ebay oder, solltet ihr in einer mittelgroßen Stadt leben, der Besuch in einem An- und Verkauf-Laden, die in der Regel wahre Schatzkisten für alles Technische aus den 80ern und 90ern sind. Achtet darauf, dass das Gerät 50/60Hz-kompatibel ist, dass es ein paar Eingänge über den Antennenstecker hinaus mitbringt und dass es möglichst aus der letzten Generation dieser Geräte zwischen 2000 und 2005 stammt. Neuere, gerade solche nach 2010, sind in der Regel recht billig produzierte Teile, um den letzten Widerständlern gegen den Flachbildschirm überhaupt was bieten zu können. Die letzten echten Sony Trinitrons oder High-End-Philips-Geräte waren die Evolutionsspitze dieser Art von Saurier.

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Habt ihr den Platz? Dann geht so richtig Retro.

Wichtig ist, dass ihr euch das Bild ansehen könnt oder notfalls euer Geld wiederbekommt, denn es kann ein, dass bei einem absoluten Dauerbetrieb oder dem Gegenteil, der völligen Nichtnutzung, die Bildqualität der Röhre schon nachließ oder massive Farbfehler auftreten. Ein gutes und gut erhaltenes „High-End"-Gerät könnt ihr locker für um die 100 bis 150 Euro finden, mit ein wenig Glück sogar für weit weniger als das.

Es gibt eine leider sehr rare Alternative zu den großräumigen Röhren-TVs: Der Pioneer PDP-402 ist ein 40 Zoll VGA Monitor mit einer 640*480 Auflösung und es ist ein Plasma 4:3-Gerät. Diese Konstellation ist extrem selten, wurde nur für industrielle Anwendungen gebaut und dementsprechend viel, viel Glück einen zu finden. Solltet ihr das Glück haben zeigt er 480p und 480i in absoluter, gestochen scharfer Brillanz und selbst im 240p-Betrieb ist er ein echter König. Aber wie gesagt, die wenigsten haben vom ihm gehört und noch viel weniger haben je einen gesehen geschweige denn einen besessen.

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Der Pioneer 4:3 Plasma PDP-402 (Bild von Fudoh auf http://shmups.system11.org/viewtopic.php?f=6&t=43256)

PAL / NTSC - 240p, 480p, 288p, 576p, worum geht es?

Ihr werdet oft in diesem Artikel von 240p, 288p und ähnlichen Dingen lesen. Hierbei geht es um den Video-Standard einer Konsole und die Auflösung, in der sie arbeitet. Es ist erst mal relativ simpel: Das alte amerikanische und japanische NTSC-Format unterstützt eine Auflösung von 240 Zeilen und 60 bzw. 59.94, also Frames. PAL hat 288 Zeilen und 50 Einzelbilder. 480i ist ein Interlace-Format, bei dem nur Halbzeilen je Bild aktualisiert werden - also immer nur der halbe Screen, was die Auflösung erhöht, aber ein Flimmern verursacht. Hier spricht man dann nicht von 50 bzw. 60 Einzelbildern, sondern Fields. Mit anderen Worten: Ein i dahinter ist eigentlich nie so richtig gut und sieht selten wirklich besser aus als die entsprechende progressive Auflösung, also mit dem p dahinter. Da die meisten Scaler, die ich hier teste, US- oder Japan-Geräte sind, nehmen ich den 240p-Standard als Maß, bei den einzelnen Geräten findet ihr dann einen Absatz, wie es denn mit den PAL-Standard 288p aussieht.

Ein wichtiger Tipp für alle ambitionierten Retro-Gamer ist jedoch, dass ihr im Idealfall eine umgebaute Konsole habt, die 60Hz beherrscht, da die meisten Spiele dafür entworfen wurden. Die 50 Hz des PAL-Standards dagegen sorgen dafür, dass das Spiel fast 20 Prozent langsamer läuft. Das macht es zwar manchmal einfacher, aber wirklich so gedacht war es nie. Alternativ kauft ihr einfach eine Import-Konsole, was natürlich oft den Region-Lock bei heimischen Einkäufen ins Spiel bringt.

Das heißt in vielen Fällen, dass ihr zwar etwas mehr bezahlt - ein solcher Umbau kostet in der Regel zwischen 80 und 100 Euro, eine Import-Konsole ist meist günstiger zu haben -, aber niemand hat gesagt, dass es hier um die billigste Variante geht, alte Games originalgetreu zu zocken, sondern nur um die beste.

Anschlussarten und Signale

Ein mehr oder weniger direkter Anschluss ist auch möglich, aber ab hier wird es deutlich teurer, dafür auch eleganter, schließlich braucht man kein Stück Museumsgeschichte in Form einer 40 Kilo Röhre hinstellen. Der erste Punkt allerdings, der Umbau einer Konsole, ist etwas, das auch Nutzer der TV-Dinos ins Auge fassen sollten, denn egal, woran ihr ein Gerät anschließt - es ist immer gut, mit der bestmöglichen Bildqualität schon zu starten.

Welche Anschlussarten gibt es?

Zu fast jeder Konsole gibt es Umbauten, zuvor jedoch erst mal eine kleine Übersicht, über welche Anschlussarten wir im Folgenden reden:

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Antennenanschluss (RF/HF-Ausgang): das gute alte Antennenkabel, das die Jüngeren unter euch wahrscheinlich nur noch aus den Lagerfeuergeschichten der Alten kennen. Dieses bietet die mit Abstand schlechteste Bildqualität, schließlich war man zu Zeiten, als die Technik erfunden wurde, glücklich, wenn das Bild überhaupt und dann sogar noch erkennbar ankam. Wenigstens müssen hierbei meist nicht mehr zwei Drähte mit Schrauben festgezurrt werden, aber das ist schon das Beste, was man sagen kann. Relevant ist dies nur für Konsolen der allerersten Generationen bis zum Atari 2600. Anschließend gab es immer Alternativen, die ihr auch dringend nutzen solltet.

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Composite-Signal: Kennt ihr den gelben Video-Cinch-Eingang? Hier geht das Composite-Signal rein, das sich aus praktisch jeder Konsole auf die eine oder andere Weise abgreifen lässt. Der Cinch-Ausgang an der Konsole selbst ist relativ selten. Was jedoch nicht ganz so selten ist, sind Multi-Out-Ausgänge oder auch DIN-AV-Ausgänge. An diesen erhaltet ihr das Composite-Signal, das ihr dann in die allseits bekannten gelben Video-Eingangsbuchsen im Cinch-Format füttern könnt. Solche-DIN-Ausgänge findet ihr zum Beispiel am SEGA Master System oder seinem Nachfolger, dem Mega Drive. Das Super Nintendo hatte einen Multi-Out-Ausgang für das Composite-Signal. Nur relativ wenige Konsolen wie zum Beispiel die allererste Version der PlayStation Japan hatten direkt den gelben Cinch-Ausgang verbaut, auch hier gibt es immer einen Multi-AV-Ausgang.

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S-Video: Eine etwas bessere Variante, wenn auch bei Konsolen eine extrem seltene, ist der kleine S-Video- oder Y/C-Anschluss. Farb- und Helligkeitssignal werden über getrennte Adern übertragen, was ein paar Störquellen ausschließt und mehr Bandbreite für die Helligkeitsinformationen gibt. Der vierpolige Mini-Din-Stecker liefert ein ordentliches Bild, das aber nicht mit RGB oder Komponente konkurrieren kann.

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RGB-Signal / SCART-RGB: Hier wird es kompliziert und kann sehr technisch werden, je nachdem, wie weit ihr in das Thema einsteigt. Einguter Ort dafür ist auf jeden Fall RetroRGB.com. Ich werde hier darauf verzichten und euch stattdessen einfach sagen, dass dies das Signal ist, das ihr IMMER bei einer alten 240p-Konsole haben wollt, egal ob NES oder PlayStation. Es ist farbintensiver, schärfer aufgelöst und schlicht sauberer als das Composite-Signal. Dumm nur, dass nicht jede Konsole immer von sich aus sofort ein RGB-Signal ausgibt, aber dazu gleich noch mehr. Für das RGB-Signal kommt der gute alte SCART-Anschluss ins Spiel. Das Super Nintendo beispielsweise gibt fast immer RGB aus und mittels eines preiswerten RGB-SCART-Kabels habt ihr schon ein gutes Signal. RGB-SCART hat jedoch den Nachteil, dass es kein 480p-Signal übertragen kann, nur 240p und 480i.

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Hier ein Vergleich zwischen Composite und RGB. Beachtet die schärfe gezeichneten Kanten udn die satteren Farben. (Bild mir Erlaubnis von retrorgb.com)

SCART und RGB sind eine Wissenschaft für sich, wichtig ist zu wissen, dass SCART nicht gleich SCART ist. Es gibt EuroSCART und JP21-SCART und sie sind nicht kompatibel - sehen gemeinerweise aber identisch aus -, sondern können beim falschen Anschluss sogar Geräte beschädigen. Adapter gibt es und das auch einfach zu finden und preiswert. JP21 wird euch bei Geräten wie Micomsofts Framemeister begegnen. Werdet hellhörig, wenn ihr irgendwo JP21 vernehmt. Es ist übrigens keine Frage der Konsole, sondern des Kabels. In der Regel sind EuroSCART-Kabel für die Konsolen weiter verbreitet und billiger.

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Komponenten-Signal (Component, YUV): Auch wieder ein sehr technisches Thema für Einlesewillige, die dann unter anderem lernen, dass YUV zwar eine sehr gängige Bezeichnung ist, technisch aber falsch, dass es analoges YpbPr und digitales YCbCr gibt und vieles mehr. Muss uns erst mal nicht kümmern, wichtig ist, dass es um die drei Kabel Rot, Blau und Grün geht, zu denen in der Regel dann noch das rote und weiße Audiokabel kommen. Diese Fünferpeitsche gibt es für alle Konsolen, die ein 480p-oder-besser-Signal ausgeben möchten, also grob gesprochen alles ab der PS2. In der Regel bekommt ihr mit diesem Kabel das beste Signal, sofern denn kein VGA-Anschluss möglich ist.

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VGA-Signal: Bekannt und beliebt aus dem PC-Bereich, gibt es auch einige Konsolen, die ein Signal über VGA ausgeben können. Das SEGA Dreamcast ist zum Beispiel ein idealer Anwärter, da es hier das sauberste Signal ausgibt.

HDMI: Der derzeitige Standard ist das Mittel der Wahl für alle Konsolen ab der Xbox-360-/PS3-Generation. Wenn ein Gerät diesen Standard bietet, gibt es wenig Gründe, ein anderes Signal zu nutzen, selbst das HD-taugliche digitale Komponenten-Signal ist in der Regel höchstens gleichwertig, aber auch das eher selten.

Welches Signal für welche Konsole?

Viele Konsolen geben mehr als nur eine Signalart aus, viele haben gewisse Eigenheiten und mitunter braucht es sogar einen Umbau, um gewisse Signale zu bekommen. Es ist am Ende aber eigentlich ganz einfach: Bei allen Konsolen mit 240p-Auflösung, egal ob 8-Bit, 16-Bit und auch noch teilweise 32-Bit Gerät, ist das RGB-Signal das, das ihr haben wollt. Die Erklärung ist zusammengefasst auch ganz einfach. Das Composite-Signal wie auch das RF-Signal bündeln alles, was sie an Bildsignalen kriegen, in einem Strang, der dann im TV wieder auseinandersortiert wird. RGB überträgt die drei Grundfarben - Rot, Grün, Blau (Red, Green, Blue) - getrennt, was ein weit saubereres Signal liefert. Das Ganze funktioniert bei den alten Konsolen fast ausschließlich über SCART-Anschlüsse, die fast grundsätzlich rar gesät sind bei heutiger Technik.

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Mit dem richtigen Setup muss Retro + moderner TV nicht in verwaschenem Matsch enden, sondern kann auch so aussehen! (RGB, Framemeister Scaler - Bild: http://retrogaming.hazard-city.de/framemeister.html)

Das Problem an SCART ist in der Regel nicht nur der TV, der heutzutage, wenn überhaupt, auch nur eine, höchstens zwei SCART-Buchsen hat. Die Scaler-Boxen im Folgenden haben oft keinen oder nur einen SCART-Eingang, ihr aber vielleicht mehr als eine Retro-Konsole. Die Lösung wird etwas umständlich. Ihr braucht einen SCART-zu-YUV-Konverter (ca. 30 Euro), sollte gar kein Anschluss an Scaler oder TV vorhanden sein. Bei der Wandlung zu YUV bleibt das Signal weitestgehend erhalten. Dann benötigt ihr einen hochwertigen SCART-Umschalter. Kauft ihr ganz billig (5 Euro oder sogar weniger), gibt es in der Regel viele Reibungsverluste beim Signal und auch das Switchen an sich muss nicht immer so ganz glatt funktionieren. In der Regel seid ihr bei einem manuellen, RGB-tauglichen Switch um die 10 bis 20 Euro am besten aufgehoben, High-End-Lösungen gibt es auch, zum Beispiel den speziell für Retro-Gaming gedachten und gebauten gscartsw 8:1. Derzeit viel Glück den zu ordern, die Warteliste ist wohl immer noch gut gefüllt, aber das soll sich ab Herbst bessern, wenn er in größerer Stückzahl aufgelegt wird. Auf diese Weise könnt ihr die Konsole mit SCART an den Umschalter anschließen, der führt zum YUV und dann geht es weiter in eurem Scaler oder den TV. Ihr seht, bei einer so langen Kette ist es wichtig, hochwertige Komponenten zu haben, um Lags und Signalverfälschungen möglichst gering zu halten. Kurze, halbwegs hochwertige Kabel helfen. Es müssen keine Oehlbach für 30 Euro sein, aber eben auch nicht das Fünf-Meter-Sonderangebot aus dem Baumarkt. Besser ist es natürlich, sollte die SCART-Box entweder in den TV oder einen der später genannten HDMI-Scaler führen können.

480p-Konsolen anzuschließen ist deutlich einfacher. Kurz gesagt, alles, was einen Komponenten-Ausgang hat, sollte ihn auch nutzen. SEGAs Dreamcast ist die Ausnahme, hier ist der VGA-Anschluss der ideale. Der Anschluss ist denkbar einfach, schließlich haben die allermeisten modernen TVs mindestens einen solchen Komponenten-Eingang, auch praktisch jeder Scaler oder Multiswitch hat so einen im Angebot. Beim Anschluss an den TV muss natürlich das Signal von 480p auf 1080p skaliert werden, die grundsätzliche Problematik der meist nicht so hochwertigen internen TV-Scaler bleibt also, nur dass diese in der Regel etwas besser mit 480p umgehen können. Ein Scaler kann hier also auch durchaus Sinn haben.

Welche Konsole gibt welches Signal aus?

Signal Atari 2600 - 7800 Nintendo NES SEGA Master System NEC PC Engine / TurboGrafX Super Nintendo / SNES
RF/Antenne Ja Ja Ja Ja Ja
A/V-Composite Ja (mit Umbau) Ja Ja Ja (Umbau oder AV-Booster) Ja
S-Video Ja (mit Umbau) Nein Nein Nein Ja
RGB (SCART) Ja (nur 2600 mit Umbau) Ja (mit Umbau) Ja (nicht Master System 2!) Ja (mit Umbau) Ja
Komponente Nein Nein Nein Nein Nein
Signal SEGA Mega Drive SNK Neo Geo SEGA Saturn Sony PlayStation Nintendo N64
RF/Antenne Ja Ja Ja Nein Ja
A/V-Composite Ja Ja Ja Ja Ja
S-Video Nein Ja (mit Umbau) Ja Ja Ja
RGB (SCART) Ja Ja Ja Ja Ja (mit Umbau)
Komponente Nein Nein Nein Nein Nein
Signal SEGA Dreamcast SONY PlayStation 2 Microsoft XBOX Nintendo Gamecube Nintendo Wii
RF/Antenne Nein Ja (nicht alle Modelle) Nein Ja Ja
A/V-Composite Ja Ja Ja Ja Ja
S-Video Ja Ja Ja Ja Ja
RGB (SCART) Ja Ja Ja Ja (nicht bei NTSC-Geräten) Ja (nicht bei NTSC-Geräten)
Komponente Ja Ja Ja Ja Ja
VGA Ja Nein Nein Nein Nein

Scaler für Retro-Konsolen - Der Weg zu HDMI

Was jetzt auf den nächsten Seiten folgt, ist eine Auswahl an Scalern, die mir hier direkt zur Verfügung standen und getestet wurden. Der Markt ist riesig und auch etwas undurchsichtig. Ihr bekommt sehr billige Geräte für teilweise 20 oder 30 Euro Neupreis, denen ihr allerdings mit Vorsicht begegnen solltet. Oft genug sind die nicht besser als der im TV verbaute Scaler und bringen entsprechend wenig oder können das Bild sogar noch verschlechtern. Solltet ihr einen guten Bericht über so einen Scaler in einem Forum entdecken, solltet ihr etwas weiterforschen. Es gibt wohl ein paar halbwegs brauchbare "Billig"-Scaler, aber es kam auch schon vor, dass der Anbieter selbst postete, wie toll seine vermeintliche Wunderbüchse sei. Am anderen Ende gibt es Anbieter für gewerbliche Präsentationsanlagen, die einen Scaler als Teil eines Gesamtkonzepts anbieten und mitunter auch gar nicht einzeln verkaufen. Deren Preise sind in der Regel höher, da die Komponenten aufeinander abgestimmt sind, was euch aber nicht so viel bringt (außer ihr lasst euch die ganze Anlage für ein paar tausend Euro installieren). Schließlich ist da noch der High-End-Heimkinomarkt, bei dem SD-Scaler derzeit kein großes Thema mehr sind, sondern vielmehr das 4K-Upscaling. Spannend, sicher nett zu haben, aber bei Preisen von oft 2000 Euro und deutlich aufwärts schießt ihr hier mit ganz großen Kanonen auf ganz kleine Spatzen, und das nicht allzu zielsicher.

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Scaler und RGB zusammen machen einen gewaltigen Unterschied: links direkt am TV, rechts RGB mit Framemeister. (Gif mit Erlaubnis von Chris Person / Image by My Life in Gaming).

Hier also die bisher getesteten Scaler, weitere könnten durchaus folgen:

Eurogamer Scaler Tests:

Klein, preiswert, fantastisch, aber manchmal etwas zickig: OSSC - Open Source Scan Converter

Einsteiger und Allrounder designt in Germany: Ligawo Scaler

Japans Meister alle Klassen: Micomsoft XRGB Mini Framemeister

Die Heimkino-Klassiker: DVDO ISCAN VP30, Duo, Edge / Edge Green

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Martin Woger

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