Overkill verteidigt die Mikrotransaktionen in Payday 2

Update: 'Wir müssen das künftige Überleben des Spiels sichern.'

Update (26.10.2015): Auf Reddit hat sich Producer Almir Listo nun zu den Mikrotransaktionen geäußert und diese verteidigt.

Dabei ging es natürlich auch um ein frühere, schon ein paar Jahre alte Aussage von Listo. Damals sagte er, dass es keine Mikrotransaktionen in Payday 2 geben werde. Allerdings hätten sich die Zeiten geändert und man benötige eben Geld, um das Spiel weiterhin mit neuen Inhalten zu versorgen.

“Wir erzielten nicht das erwartete Resultat und mussten uns über andere Möglichkeiten Gedanken machen, um Payday 2 in einem solchen Tempo mit neuen Inhalten zu versorgen, dass es sich weiter frisch und aufregend anfühlt“, schreibt er.

Nachdem das Spiel so erfolgreich war und man eine Partnerschaft mit 505 Games einging, stellte man zudem weitere Leute ein: „Wir haben eine Partnerschaft mit 505 Games und einen Deal, bei dem wir bis 2017 eine bestimmte Zahl an Inhalten produzieren müssen. Allerdings wollen wir mehr als das erstellen, worauf wir uns mit 505 Games geeinigt haben.“

“Wir wollen alles Erdenkliche tun, damit Payday 2 so fantastisch wie möglich ist. Um das zu erreichen, trafen wie die Entscheidung, die Größe des Teams zu verdreifachen. Und damit wir diese Größe beibehalten können, erschien uns die Einführung des Black-Market-Updates der beste Ansatz für das Spiel zu sein“, erklärt er.

Entschuldigt hat er sich für die Einführung der Mikrotransaktionen nicht, zugleich verweist er darauf, dass Bohrer zum Öffnen der Safes nun auch kostenlos gefunden werden können. Alles in allem habe sich das Update für Overkill aber gelohnt.

“Wenn wir das Ganze aus einer wirtschaftlichen, komplett auf Statistiken basierenden Perspektive betrachten, können wir sagen, dass das Black-Market-Update so funktioniert wie gedacht. Derzeit sehen die Dinge wirklich gut aus.“

Im Hinblick auf die Kritik an den Mikrotransaktionen verweist er unter anderem darauf, dass man sie keineswegs zum Start einführen wollte und mittlerweile eine Reihe kostenpflichtiger und kostenloser Inhalte veröffentlicht wurden.

“Damals gab es Spiele, die zum Launch bereits Mikrotransaktionen enthielten. Die Spieler sollten den vollen Preis zahlen und direkt nach dem Kauf weiteres Geld ausgeben“, so Listo. Damals hätte man unter keinen Umständen ein solches System eingeführt.

“Vor zwei Jahren hätten die Leute von uns verlangt, dass wir nach der Veröffentlichung von Payday 2 direkt mit der Arbeit an Payday 3 beginnen, wie es Entwickler normalerweise tun. Stattdessen arbeiteten wir weiter an Payday 2, weil wir daraus ein unglaubliches Koop-Erlebnis machen wollten. Und nun, 88 Updates später, müssen wir das künftige Überleben des Spiels sichern.“

“Es wurden eine Menge Artikel von Leuten geschrieben, die behaupten, eine Menge über uns, unsere Absichten und den Effekt zu wissen, den das auf die gesamte Community und die Zukunft von Payday 2 haben wird. Es ist etwas schwierig, einige dieser Leute ernst zu nehmen, wenn man weiß, dass sie das Spiel nicht mal spielen.“

“Ich denke, das wahre Problem hier sind Leute in Machtpositionen in den Medien und woanders, die uninformierte Clickbait-Artikel über Dinge schreiben, die vielen Leuten wichtig sind, anstatt mal wirklich zu recherchieren und die Fakten klarzustellen.“

Update (21.10.2015): Nach der Einführung der Mikrotransaktionen hat Overkill einige Anpassungen vorgenommen.

In zufälligen Loot Drops besteht demnach nun auch die Chance, einen Bohrer zu finden, mit denen ihr die neuen Safes ohne weitere Kosten öffnen könnt - zuvor waren diese nur gegen Echtgeld erhältlich.

Damit reagiert man auf die heftige Kritik mancher Payday-2-Spieler und verbessert die Situation ein wenig, ohne das Ganze aber komplett zurückzunehmen.

Originalmeldung (16.10.2015): Mit einem neuen Update führt Overkill Mikrotransaktionen in Payday 2 ein.

Neu im Spiel sind dann zufällige Loot Drops, wozu unter anderem auch verschiedene Arten von Tresoren zählen. Diese könnt ihr aber nicht ohne einen Bohrer öffnen, der wiederum 2,20 Euro pro Stück kostet.

Im Inneren dieser Tresore findet ihr zufällige Waffen-Skins, deren Attribute auch Einfluss auf das Gameplay haben. Außerdem könnt ihr diese Skins über den Community-Markt auf Steam verkaufen oder von anderen kaufen. Nähere Details dazu bekommt ihr hier.

Das Ganze ähnelt Team Fortress 2, wobei Payday 2 im Vergleich zu Valves Multiplayer-Shooter nicht free-to-play ist. Da Payday 2 jedoch ein kooperativer Shooter ist, solltet ihr ohne diese neuen Items eigentlich keine großen Nachteile haben - begeistert sind manche Spieler dennoch nicht.

Das alles fällt mit dem Start des diesjährigen Crimefest zusammen. Hier erwarten euch wieder tägliche Updates und Belohnungen, ebenso sind die Payday-Spiele in diesem Zeitraum günstiger erhältlich. Hier erfahrt ihr mehr zum Crimefest 2015.

Links zu Angeboten und Anbietern auf dieser Seite können sogenannte Affiliate-Links sein. Mit einem Kauf über einen dieser Links unterstützt ihr Eurogamer.de. Wir erhalten vom Anbieter eine kleine Provision.

Zu den Kommentaren springen (11)

Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

Weitere Inhalte

Weitere Themen

Kommentare (11)

Die Kommentare sind nun geschlossen. Vielen Dank für deine Beiträge!

Verstecke Kommentare mit niedrigen Bewertungen
Sortierung
Threading