In einem Rechtsstreit mit dem deutschen Unternehmen Bossland, das Bots für Spiele wie Diablo 3, World of WarCraft und Heroes of the Storm entwickelt und damit im Grunde das Cheaten ermöglicht, will Blizzard seine Spiele und Dienste „aggressiv verteidigen".

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Nach Angaben von Bossland (via TorrentFreak) hat Blizzards Rechtsabteilung mit einem Freelancer Kontakt aufgenommen, der für Bossland arbeitet, und ihm einen Deal angeboten.

Im Zuge dessen erhielt man den komplette Quellcode für einen Heroes-of-the-Storm-Bot namens Stormbuddy. Dazu hatte der Programmierer laut Bosslands CEO Zwetan Letschew jedoch keine Befugnis.

„Blizzard besitzt nun den kompletten Quellcode von Stormbuddy. Die Bossland GmbH hat dafür keinerlei Genehmigung erteilt, wir wurden weder von Activision Blizzard kontaktiert noch hatte Apoc [Freelancer James „Apoc" Enright] das Recht, unser geistiges Eigentum herauszugeben", sagt er.

Zwischenzeitlich hat man den Verkauf des Bots und die Arbeiten daran eingestellt, andere Programme sind aber nach wie vor verfügbar. Weiterhin plant man eine Klage gegen Blizzard in Deutschland, um eine Kopie des Deals zu erhalten, den Blizzard offensichtlich mit dem Freelancer vereinbart hat.

Gegenüber Kotaku gab ein Blizzard-Sprecher an, dass man Cheats nicht toleriert und alle Rechtsmittel ausnutzen wird, um seine Spiele und Dienste zu schützen.

„Bosslands gesamtes Geschäftsmodell basiert auf Cheats und die Nutzung ihrer Bots hat einen negativen Einfluss auf unsere weltweite Spielercommunity", heißt es. „Aus diesem Grund tolerieren wir keine Cheats in unseren Spielen und deswegen unterstützen unsere Spieler diese Politik überwiegend."

Man habe bereits mehrere Fälle in Deutschland gegen Bossland gewonnen und gibt sich trotz Verzögerungstaktiken von Bossland zuversichtlich, dass man letzten Endes erfolgreich sein wird.

„Wir möchten diese Gelegenheit nutzen und Spieler, die sich dessen womöglich nicht bewusst sind, daran erinnern, dass die Nutzung von Bots - wie die, die Bossland vertreibt - zum Automatisieren des Gameplays in unseren Spielen dazu führen, dass ihr den Zugang zu diesen Spielen verliert."

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Editor, Eurogamer.de

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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