Ex-Snake David Hayter: "Habe keine besondere Liebe für Kojima übrig"

MGS5 zu spielen, wären "60 Stunden Demütigung":

Als Kojima damals ankündigte, die Rolle des Snake für Metal Gear Solid 5 mit Kiefer Sutherland zu besetzen, anstatt auf die ebenso beliebten wie ikonischen Stimmbänder von David Hayter zu setzen, waren nicht alle begeistert. Allen voran nicht David Hayter, der nun im Podcast des Game Informer ertsmals persönlich zu Wort kommt. Für ihn sei The Phantom Pain eine "60-stündige Demütigung" gewesen, eine neue Zusammenarbeit mit Kojima unwahrscheinlich.

"Ich finde, er hat das ziemlich schlecht gehandhabt und ich habe keine besondere Liebe für ihn übrig", so Hayter. "Ich respektiere ihn und finde, dass er ein brillanter Spielemacher ist. Ich kenne ihn nicht persönlich, [aber] als Geschäftsmann war ich nicht beeindruckt. Also nein, ich empfinde keinen größeren Drang, wieder mit ihm zusammenzuarbeiten."

Tatsächlich hatte Kojima das neue Casting der Snake-Rolle wohl schon deutlich länger im Sinn. Hayter musste für MGS 3 und MGS 4 neu vorsprechen. Laut Hayter habe Kojima für den dritten Teil Kurt Russel (Snake Plissken aus Escape from New York und inspiration für Solid Snake) im Auge gehabt, aber der Schauspieler hatte kein Interesse.

"Ich glaube nie, dass er ein besonderer Fan von mir war. Ich hatte gehofft, Konami würde mich zurückholen, nun da er fort ist."

Angesprochen darauf, ob er The Phantom Pain spielen würde, entgegnete Hayter: "Ja, das sind 60 Stunden Demütigung, die ich kaum erwarten kann. Also nein: Ich habe die letzten beiden Ausgaben nicht gespielt, das wäre einfach zu schmerzhaft."

Hayter kenne diese Gebahren allerdings bereits. "Das ist schlimm und demütigend, aber ich areite in Hollywood und bin Drehbuchautor (an den Skripts zu den ersten beiden X-Men-Teilen und Watchmen war er maßgeblich beteiligt), also werde ich von jedem Job gefeuert, den ich bekomme. Das liegt in der Natur des Geschäfts."

Dennoch schaut er auf die Zeit als Solid Snake wohlwollend zurück: "Ich glaube ehrlich, dass der Lauf, den ich als Snake hatte, bemerkenswert war. Wenn man so etwas einmal in seiner Karriere erlebt, ist das fantastisch. Also bin ich sehr glücklich darüber."

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur  |  derbohn

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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