PlayStation 4K: Codename Neo, verbesserte Hardware und weitere Gerüchte

Update: Digital Foundry stützt die Angaben.

Update (19.04.2016): Digital Foundrys Richard Leadbetter hat sich ebenfalls dazu zu Wort gemeldet und bestätigt, dass die entsprechenden Dokumente zur neuen PlayStation 4, von denen Giant Bomb berichtet hat, Digital Foundry ebenfalls vorliegen.

Zum Release-Termin werden keine Angaben gemacht, allerdings werden erste Dev-Kits ohne finales Gehäuse demnach schon an Entwickler verschickt. Ein weiteres Dev-Kit soll im Juni folgen. Mehr zu Neo sollen Entwickler auf Sonys DevCon-Event im Mai erfahren.

Leadbetters Einschätzung zu den verbesserten Komponenten lest ihr nachfolgend:

  • CPU Die gute Nachricht ist, dass es gegenüber den glanzlosen x86-Kernen in der PlayStation 4 ein Upgrade geben wird. Die schlechte Nachricht ist, dass die Kerne selbst nicht verändert wurden - man übertaktet sie lediglich von 1,6 auf 2,1 GHz, was einer Leistungssteigerung von 31 Prozent entspricht. Wie bei der aktuellen PlayStation 4 werden ein Kern und ein Zeitanteil eines weiteren für das Betriebssystem reserviert.“
  • Arbeitsspeicher: Wir sind noch immer bei 8 GB GDDR5, aber mit einer 24 Prozent höheren Bandbreite im Vergleich zur ursprünglichen PS4. Das aktuelle Modell verwendet Speichermodule mit 5,5 gbps. Ein wenig Rechenarbeit lässt vermuten, dass Sony nun die gleichen Module mit 7,0 gbps verwendet, die wir auf High-End-Grafikkarten wie der GTX 980 oder GTX 980 Ti sehen. Hier gibt es einige Bedenken. Der Schub in puncto Bandbreite ist nicht allzu gewaltig und es steht noch immer im Wettstreit mit der CPU-Nutzung (beide teilen das gleiche Interface). Außerdem passt es nicht so ganz zum GPU-Boost, der - um ehrlich zu sein - ziemlich massiv ist.“
  • GPU: Das hier ist der aufregendste Aspekt der Spezifikationen. Die Zahl der Recheneinheiten verdoppelt sich von 18 auf 36, die Taktrate wird von 800 auf 911 MHz erhöht - eine Steigerung um 14 Prozent. Alles in allem entspricht das einer 2,3-fachen Leistungssteigerung in FLOPs. Die Frage ist, welche Technologie hier verwendet wird? Bislang hat man die Current-Gen-Prozessoren produziert, indem man einige ältere, handelsübliche Produkte nahm und ein paar Compute Units deaktivierte. Effektiv nutzt die Xbox One eine Radeon HD 7790, die PlayStation 4 eine leistungsfähigere, halb-individuelle Radeon HD 7870. Und hier wird es interessant. Die 36 Compute Units passen nicht einfach auf eine der vorhandenen GPUs von AMD. Es deutet an, dass Sony und AMD hier auf den Putz hauen und die kommende Polaris-Technologie verwenden.“
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Weiteren Angaben zufolge können Spiele auf der Neo-Hardware von 512 MB mehr Arbeitsspeicher profitieren. Ebenso könnte man „vielleicht“ die Hintergrund-Medienfunktionen erweitern, etwa um 1080p-Aufnahmen von Gameplay.

Originalmeldung (19.04.2016): Nachdem erste Einzelheiten zur neuen Variante der PlayStation 4 aufgetaucht waren - Digital Foundry hatte ausführlich über die PlayStation 4K berichtet -, hat Giant Bomb nun eine Reihe weiterer Details aufgetrieben.

Dabei beruft man sich auf „mehrere Quellen", die zum Beispiel angeben, dass der interne Codename für das Gerät „Neo" lautet. Die neue Variante soll über bessere Hardware verfügen als das bisherige Modell. Was das konkret bedeutet, seht ihr nachfolgend:

PS4 Neo
CPU 8 Jaguar-Kerne @ 1,6 GHz 8 Jaguar-Kerne @ 2,1 GHz
GPU AMD GCN, 18 CUs @ 800 MHz Verbesserte AMD GCN, 36 CUs @ 911 MHz
RAM 8 GB GDDR 5, 176 GB/s 8 GB GDDR 5, 218 GB/s

Künftig sollen PS4-Spiele demnach über einen „Base Mode" und einen „Neo Mode" verfügen. In Letzterem profitieren sie natürlich von der besseren Hardware, was für eine bessere Framerate und/oder mehr Details sorgen kann. 4K-Output wird ebenfalls unterstützt, ist aber keine Voraussetzung.

In den von Giant Bomb erhaltenen Dokumenten macht man Vorschläge, wie Entwickler 4K/UltraHD-Auflösungen für Spiele erreichen können, lässt ihnen aber wiederum auch Freiheiten in Bezug darauf, wie sie das anstellen. Rechnet hier eher mit Upscaling, in Bezug auf die Framerate will Sony jedenfalls keine Kompromisse eingehen. Der Seite zufolge wird mehrfach erwähnt, dass die Framerate im Neo-Modus der normalen Version entsprechen oder diese übertreffen muss.

Das bisherige PS4-Modell wird im Zuge dessen nicht aufgegeben, sondern soll weiterhin existieren. Es gibt den gleichen PSN Store, die gleichen Communitys, etc. Und natürlich behaltet ihr auch die zuvor getätigten Käufe.

Neo-exklusive Spiele soll es demnach nicht geben, außerdem will man nicht zulassen, dass Entwickler Neo-User von normalen PS4-Spielern trennen, etwa beim Spielen im PSN. Auch exklusive Neo-Features, -Gameplay-Optionen oder auch Objekte zum Freischalten soll es nicht geben. Mit Neo könntet ihr also lediglich eine verbesserte Version erleben, möglich wäre etwa ein erweiterter lokaler Koop-Modus für Neo-Nutzer (acht statt vier Spieler).

Auch was Peripheriegeräte betrifft, setzt Sony demnach auf Gleichheit. Rechnet also nicht mit exklusiven VR-Modi oder ähnlichem. Giant Bomb zufolge wird PlayStation VR in den erhaltenen Dokumenten nicht erwähnt, aber natürlich könnten VR-Spiele gleichermaßen von besserer Hardware profitieren.

Ab Oktober sollen alle neuen PS4-Spiele offenbar die bisherige PS4 und Neo unterstützen, was aber nicht zwingend bedeute, dass die neue Konsole im Oktober erscheint. Spiele, die Ende September erscheinen, sollen einen Day-One-Patch erhalten, um sie fit für Neo zu machen. Es ist demzufolge explizit erlaubt, noch vor dem Release von Neo bereits Spiele zu veröffentlichen, die damit kompatibel sind.

Zuvor veröffentlichte Spiele profitieren wiederum nicht automatisch von der besseren Neo-Hardware, hier wäre ein Patch für die entsprechenden Spiele nötig, um das zu ermöglichen.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

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Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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