Paukenschlag im Hause Disney. Das Unternehmen stellt künftig den Eigenvertrieb von Konsolenspielen ein.

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Das bedeutet auch, dass man die Weiterentwicklung von Disney Infinity aufgibt und dessen Entwicklerstudio Avalanche Software schließt.

Ausschlaggebend war, dass Disney Infinity nicht den erhofften Erfolg brachte. Im Geschäftsjahr sank der Umsatz der Abteilung für Consumer Products und Interactive Media um 2 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar, das Betriebseinkommen fiel um 8 Prozent auf 357 Millionen Dollar.

Einige wenige Produkte für Infinity 3.0 werden allerdings noch erscheinen, wie Disney Infinitys General Manager John Blackburn bestätigt hat. Dabei handelt es sich um drei Figuren zu Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln, die noch in diesem Monat erscheinen, und um ein Playset zu Findet Dory, das im Juni kommt.

Die noch vor wenigen Monaten angekündigten weiteren Playsets zu den Kernmarken Disney, Marvel und Star Wars werden demnach nicht mehr veröffentlicht.

Zugleich bedeutet Disneys Entscheidung auch das Aus für Disney-Infinity-Entwickler Avalanche Software. Nach Angaben des Wall Street Journals wurden im Zuge dessen rund 300 Mitarbeiter entlassen.

Es wird allerdings weiter Videospiele auf Basis von Disney-Marken geben, man entwickelt und vertreibt sie eben nur nicht mehr selbst. Ein Beispiel dafür ist die bereits etablierte Star-Wars-Partnerschaft mit Electronic Arts.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Editor, Eurogamer.de

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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