Pokévision-Gründer richtet leidenschaftlichen offenen Brief an Pokémon-Go-Boss

"Ihr habt unsere Herzen erobert, Niantic. Aber dann habt ihr sie uns zu schnell wieder gebrochen."

Der Gründer der beliebten Fanseite Pokévision, Yangcheng Liu, hat sich in einem offenen, an den Niantic-Geschäftsführer John Hanke adressierten Brief vieles von der Seele geredet. Die Hauptaussage: Die Entwickler sollten auf das Fan-Feedback hören.

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Niantic-CEO John Hanke.

Pokévision erlaubte es den Spielern, zu sehen, wo Pokémon spawnen, um gezielt Jagd auf die kleinen Biester machen zu können. Der Dienst wurde mit dem Pokémon-Go-Update vom Wochenende allerdings unbrauchbar, und das betrifft unheimlich viele Menschen.

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Bevor das Angebot am Wochenende nicht mehr nutzbar war, hatte Pokévision einen Zulauf von umwerfenden 50 Millionen Unique Usern mit 11 Millionen täglichen Besuchern - etwa die Hälfte der kompletten Pokémon-Go-Spielerschaft.

Auf Twitter meldeten die Seitenbetreiber, sie "respektieren die Wünsche von Nintendo und Niantic".

John Hanke, CEO bei Niantic, brachte letzte Woche auf der in San Diego abgehaltenen Comic-Con zum Ausdruck, dass er derlei Angeboten nicht gerade offen gegenübersteht: "Ja, ich mag das wirklich nicht. Bin kein Fan davon", sagte er. "Die Leute schaden sich damit selbst, denn sie rauben sich damit den Spaß am Spiel."

Für Liu ist es eine Herzensangelegenheit, die da zu Ende zu gehen scheint: "Als wir Pokévision aus Respekt euren Wünschen und Aufforderungen gegenüber schlossen - eine davon kam direkt von dir, John -, gaben wir euch vollstes Vertrauen, dass ihr der Community die Möglichkeit zum Wachsen geben würdet".

"Die Hälfte der Go-Spielerschaft kam bei uns vorbei - und sie taten das nicht, um zu 'cheaten'. Das Spiel war für viele schlicht unerträglich zu spielen in seinem Zustand."

"Der Hauptanziehungspunkt war nicht, dass sie mit Pokévision einen Vorteil erlangen, sondern dass es ihnen erlaubte, mehr Pokémon Go spielen zu können. Das ist es, was jeder möchte - mehr Pokémon Go spielen."

Der Mangel an Kommunikation vonseiten Niantics, der gestern eher notdürftig gebrochen wurde, dürfte nicht gerade positiv zur Situation beigetragen haben. Dazu die Änderungen an der App selbst, etwa das Entfernen des spieleigenen Tracking-Systems.

Viele Go-Spieler wollen nur, dass Pokévision so bald wie möglich wieder verfügbar ist.

"Als das Spiel alle paar Stunden abstürzte und wir unsere Glückseier verschwendeten, standen wir geduldig da, nahmen das große Wachstum und die Server-Belastung als Entschuldigung", schreibt Liu. "Wir waren glücklich, es auszusitzen mit befreundeten Trainern, wissend, dass es diese Wartezeit wert sein würde. Niemand schnappte über."

"Als das In-Game-Tracking kaputt ging, standen wir alle untätig daneben, geduldig, darauf wartend, dass das Spiel aktualisiert und gefixt wird. Während wir mehr als zweieinhalb Wochen warteten und der Tracker immer noch nicht repariert war, merkten wir, dass mehr und mehr unserer Freunde das Spiel verließen."

"Ihr habt all unsere Herzen mit Pokémon Go erobert, Niantic. Aber dann habt ihr sie uns zu schnell wieder gebrochen."

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Über den Autor:

Sebastian Thor

Sebastian Thor

Freier Redakteur - Eurogamer.de

Steht auf Bier und Bloodsport. Mag weiche Sofas und verliert sich gern in Gedanken an dies und das. Seit 2014 bei Eurogamer dabei, aktuell als freier Redakteur.

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