gamescom angespielt: Destiny - Erwachen der Eisernen Lords

Lange kein PvP mehr gespielt. Wird mal wieder Zeit.

Was ist das überhaupt?

Destiny? Die letzten zwei Jahre im Fuchsbau gelebt? Bungies letzter Shooter seit ihrer Halo-Reihe und als solcher Mitvorreiter auf der arg buzzwordigen Shared-World-Welle. Erwachen der Eisernen Lords ist der neueste DLC und bringt neben einem Strike, dem üblichen DLC-Getröpfel in Form neuer Waffen und erhöhter Lichtlevel sowie einer kurzen Story-Kampagne auch einen neuen Multiplayer-Modus mit: Supremacy. Auf PS4 und Xbox One sind außerdem private Matches möglich.

Warum sollte mich das interessieren?

Vielleicht weil ihr Destiny wie ich länger nicht gespielt habt? Der Supremacy-Modus war richtig lustig, die ehrlich von tief heraus empfundene Freude an einfachem, unumwundenem Ballern. Ich weiß schon, wieso Destiny für mich zuvorderst ein PvP-Shooter war. Und vielleicht bald auch wieder werden wird. Hab es lange nicht gespielt, aber dieses fantastische Waffengefühl, der körperliche Schub über Hindernisse hinweg, diese archaischen, bewachsenen Steinsäulen und die sanfte Lichtstimmung - man fühlt sich nach wenigen Sekunden angekommen, was nicht allzu viele Spiele mit dieser geerdeten Leichtigkeit auf die Reihe bekommen.

In Supremacy erhaltet ihr keine Punkte für tumbes Abschießen des Gegners, sondern erst dann, wenn ihr das von ihm fallen gelassene Emblem aufsammelt. In unserem Proberunden entstanden regelrechte Runs auf die Symbole, die man natürlich nicht um jeden Preis aufsammeln sollte. Wir lieferten uns richtige Korridorschlachten, weil keine der beiden Seiten vorschnell Richtung Funkeln rennen wollte, in vollstem Bewusstsein, dass die anderen genau dasselbe Ziel haben und den Tunnel im Auge behalten. Nichts ist frustrierender, als im Lauf erschossen zu werden. Sieht aber lustig aus. Tolle Ragdoll-Effekte. Sollte es viel mehr geben.

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Der Strike spielt irgendwo in Alt-Russland und läuft ab, wie ein Strike nun mal abläuft. Man schließt sich als Squad zusammen und schießt auf alles, was sich bewegt. Manchmal auch darauf, was sich nicht bewegt. Zum Beispiel auf die mit giftgrünen Lichtsäulen und brutalen Haken versehenen Bodenfallen. Tritt man hinein, ist man gelähmt und ein Opfer für wie auch immer die Gegner in Destiny heißen. Sind aber weitestgehend ähnliche Exemplare wie die, die ich schon bis zum ersten DLC bekämpfte.

Auch hier zeigt sich wieder, wie edel das Spiel aussieht, wenn Licht auf Armaturen fällt und kleine Staubpartikel darin wabern. Engramme rumpeln aus erschossenen Feinden, die TP spritzen aus ihnen heraus, als wäre es Borderlands in weniger bunt. Möbel in Trümmern, leuchtende Stalaktiten, in Schimmelpilzen gefangene Ecken, in die Höhe ragende Reaktoren, ein Ogerboss am Ende. Sci-Fi-Zeug. Kann man spielen, wenn man sich nach wie vor für diesen eingebrannten und im Grunde nur durch verschiedene Kulissen variierenden Ablauf begeistert.

Was kann noch schiefgehen?

Vielleicht habt ihr einfach keinen Bock mehr, immer und immer wieder im Hamsterrad zu strampeln. Vielleicht habt ihr Strikes einfach über, aber das ist euer Problem. Die Eisernen Lords richten sich natürlich an jene, die Destiny auch nach zwei Jahren noch spielen und der Loot-Lotterie nicht überdrüssig wurden. Aus meiner No-Pro-Sicht besteht für genau diese Leute kein Grund, wieso etwas Bewährtes nicht sinnvoll erweitert wird.

Erscheint wann?

Am 20. September für PS4 und Xbox One. Zum Spielen benötigt ihr die drei vorherigen Erweiterungen House of Wolves, Dark Below und The Taken King.

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Über den Autor:

Sebastian Thor

Sebastian Thor

Redakteur - Eurogamer.de

Steht auf Bier und Bloodsport. Mag weiche Sofas und verliert sich gern in Gedanken an dies und das. Seit 2014 bei Eurogamer dabei. Nervt seine Kollegen mit Satzzeichen und solchen Dingen. Kümmert sich um das wundervolle Rock, Paper, Shotgun, und das solltet ihr ebenfalls.

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